| Vorschau GL DA: Spiel des Spitzenreiters am Müllersteich fällt aus |
|
|
|
| GL Darmstadt - GL Darmstadt News | |
| Donnerstag, 4. März 2010 | |
|
Die lange Diätkost neigt sich endlich dem Ende zu. Ab kommenden Sonntag ist der Gruppenligatisch des Darmstädter Oberhauses wieder mit reichlich Punkten und Toren gedeckt. Zwölf spannende Runden stehen noch bevor, ehe zum Kehraus Ende Mai die Vereine mit den Aufstiegslorbeeren und den Abstiegstränen feststehen.
Trainer Vonderschmitt verlängert für eine achte Saison in Geinsheim
Die Dramatik dürfte bis zum Saisonschluss ein ständiger Wegbegleiter des sechzehnköpfigen Teilnehmerfeldes bleiben. Vor allem im Kampf um den Klassenerhalt heißt das Schlagwort in dieser Spielzeit Ausgeglichenheit. Unglaublich, aber wahr: Aufgrund der Leistungsdichte müssen alle Vereine ab der sechsten Tabellenposition (!!) noch um eine erfolgreiche Versetzung zittern, während die drei erstplatzierten Klubs mit ziemlicher Sicherheit untereinander ausfechten, wem der Sprung nach oben gelingt. Das Trio besteht aus dem Spitzenreiter SV Geinsheim, dem Überraschungsneuling VfR Fehlheim und dem eigentlichen Meisterschaftsfavoriten Eintracht Wald-Michelbach. Dank einer sensationellen ersten Halbserie, in der in Geinsheim alles optimal lief, hat sich der SV aus dem Treburer Stadtteil die günstigste Ausgangsposition für den zweiten Einzug der Vereinsgeschichte in die Verbandsliga Süd erarbeitet. Die Gelb-Schwarzen verfügen über einen komfortablen Vorsprung, den ihnen in diesem Ausmaße wohl die wenigsten Insider zugetraut hätten. Wenn die Mannschaft von Trainer Axel Vonderschmitt (bleibt unabhängig des Saisonausgangs auch nächste Runde in der Verantwortung, es wäre dann die achte in Geinsheim) trotz den enttäuschenden letzten Testspielergebissen (1:1 gegen SG Unter-Absteinach und 0:5 in Bickenbach) auf dem eingeschlagenen Weg fortfährt, dürfte der Nachfolger des FC Arheilgen als Gruppenligachampion SV Geinsheim heißen. Jetzt macht es sich bezahlt, dass der Großteil der Fußballer bereits über viele Jahre zusammenspielt. Mit zehn Akteuren arbeitet der Coach zwischen vier und sieben Jahren zusammen, wobei 60 Prozent aus dem Kader seit 2003 im Team sind. Vonderschmitt setzt seine Schützlinge angesichts des neuen Favoritenstatus nicht unter Druck und möchte einfach nur erfolgreich spielen.
Allerdings muss der SVG sein Auftaktprogramm verschieben. Orkan „Xynthia“ hat am Darmstädter Müllersteich seine Spuren hinterlassen. U.a. wurde ein Zaun Richtung Straße zerstört und verhinderte wegen der Verkehrsgefährdung die geplante Partie bei der DJK/SSG.
Wald-Michelbach will so schnell wie möglich Fehlheim überflügeln Der VfR Fehlheim versucht auch in der Restrückrunde sein beeindruckendes Gruppenligadebüt fortzusetzen und als Zünglein an der Waage in der Aufstiegslotterie zu fungieren. Das Erreichen des Relegationsranges respektive einem Durchmarsch wäre eine Sensation für den Newcomer. Ob dies möglich ist, wird schon das anstehende Heimmatch gegen Neuling SKG Ober-Beerbach offen legen. Die Eintracht peilt nach den Turbulenzen der Vorrunde (doppelter Trainerwechsel) mindestens Platz Zwei an, schielt aber auch noch mit einem Auge auf die Pole Position. Ein „Dreier“ am Sonntag bei den Lorscher Turnern ist auf jeden Fall fast schon Pflicht und wäre eine entsprechende Motivation für den Verfolgerschlager in einer Woche gegen Fehlheim. Pfungstadt fährt ohne zwei Stammspieler zum Ligaschlusslicht Die restlichen Teams sollten aufgrund der angesprochenen Ausgewogenheit zunächst den Blick realistisch auf den Strich im unteren Tabellendrittel richten. Auch der Rasensportverein aus Pfungstadt darf trotz einer ausgeglichenen Bilanz und einer einstelligen Ranglistenplatzierung die Zügel nicht schleifen lassen und gastiert zum Punktspielauftakt 2010 beim FSV Schneppenhausen. Mit Stephan Bode (SG Dornheim) und Rückkehrer Bilen Yagiz (RW Darmstadt) hat die sportliche Leitung in der Fußballpause den Kader substanziell verstärkt, um eine direkte Konfrontation mit dem Ligakeller zu vermeiden und schnellstmöglich den sicheren Hafen anzusteuern. Trainer Aktan Ak muss jedoch im Weiterstädter Stadtteil auf die rotgesperrten Fabricio Almeida-Keth und Robert Schmidt verzichten. Aber auch der Gastgeber, der (noch) die rote Laterne mit sich herumträgt, schlug während der zweiten Transferperiode zu und sorgte vor allem mit der Verpflichtung von Giuseppe Messinese (von Viktoria Aschaffenburg) für Aufsehen. Der höherklassig erfahrene Goalgetter soll den Aufsteiger so schnell wie möglich auf eine rettende Position ballern. Nervenkitzel pur im Tabellenkeller Auch in den noch nicht erwähnten Vergleichen an diesem Sonntag geht es um wichtige Zähler zur Manifestierung des Standortes Gruppenliga. Scheinbar gesichert rangieren die Teams aus Hofheim (jetzt in Unter-Flockenbach) und Dieburg (zu Gast bei Rot-Weiß Walldorf). Doch in dieser Saison, in der entweder Alfred Hitchcocks oder Edgar Wallaces Erben das Gruppenligadrehbuch beeinflusst haben müssen, könnte es bei eventuellen Niederlagen sogar für die beiden Aufsteiger noch einmal brenzlig werden und die Rechenaufgabe zur Ermittlung der Differenz auf die Gefahrenzone in den Fokus rücken. Der FC Fürth versucht beim VfB Ginsheim etwas Produktives aus seiner Außenseiterrolle zu gewinnen und am Schönbusch klatschen mit der U23 von Viktoria Aschaffenburg und der SG Dornheim zwei Sorgenkinder direkt aufeinander. |
|




