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Hessenliga

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Turbulentes 3:3 – Griesheim stürzt den Wintermeister vom Thron

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Mit einem lachenden und weinenden Auge resümierte Viktoria Griesheim das erste Hessenligaheimspiel 2016. Lachend, weil man erneut eine Toppleistung ablieferte respektive mit Teutonia Watzenborn-Steinberg ein absolutes Spitzenteam am Rande der Niederlage hatte, und weinend aufgrund des spät kassierten Ausgleichs durch einen Elfmeter, der zwar berechtigt war, aber wegen einer zuvor falschen Einwurfentscheidung eigentlich gar nicht entstehen durfte.

Trotz der Egalisierung kurz vor Torschluss am Hegelsberg musste Watzenborn-Steinberg den Platz an der Sonne an Mitaufsteiger RW Frankfurt abtreten. Die Roten setzten sich 3:1 in Alzenau durch und führen nun mit einem Zähler Vorsprung das Klassement an. Im Verfolgerfeld des Führungsduos nutzte der TSV Lehnerz durch ein 4:2 über SF Seligenstadt seine Chance, während ET Stadtallendorf völlig überraschend beim Schlusslicht Spvgg Oberrad leer ausging (0:2). Im Osthessenkracher bzw. Klassenerhaltsderby triumphierte Borussia Fulda 1:0 „um die Ecke“ bei Buchonia Flieden. Viktoria Griesheim bleibt nach dem sehr respektablen Remis auf Ranglistenstufe Neun und besitzt einen Proviantvorrat von vier Punkten zur Abstiegszone.

Bayern Alzenau – Rot-Weiß Frankfurt  1:3

Tore: 0:1 Akgöz 37. 0:2 Fließ 44. 0:3 Prasler 87. 1:3 Tautorat 90.

Zuschauer: 300

TSV Lehnerz - Sportfreunde Seligenstadt  4:2

Tore: 1:0, 2:0 Reith 54., 56. beides FE 3:0 Mistretta 73. 3:1 Leis 83. 3:2 Hofmann 85. 4:2 Vogt 87.

Zuschauer: 150

Buchonia Flieden – Borussia Fulda  0:1

Tor: 0:1 Schmeer 37.

Zuschauer: 1500

Besonderes: Rot Jaksch (Fulda) 82.

Viktoria Griesheim – Teutonia Watzenborn-Steinberg  3:3

Tore: 1:0 Starck 2. 1:1 Weinecker 27. 1:2 Parson 49. 2:2 Jung 58. 3:2 Firat 69. 3:3 Weinecker 88. FE

Zuschauer: 230

Never change a winning Team: Trainer Angelo Barletta schickte für das schwere Jahresheimdebüt gegen den Klassenprimus exakt die gleiche Anfangsformation ins Rennen, die vor Wochenfrist in Vellmar optimal in die Restrückrunde startete. Und der Sportclub knüpfte vom Fleck weg auch vor eigenem Publikum an die gute Performance von Nordhessen an. Ehe sich der Branchenführer versah, schaute er verdutzt aus der Wäsche. Bereits in der zweiten Minute setzte sich Jean-Marie Starck durch und überraschte Keeper Dauth mit einem Sechzehnmeterschuss ins lange Eck. Eine Unaufmerksamkeit in der viktorianischen Defensive genügte den Gästen dann, um in Person von Dennis Weinecker das 1:1 zu markieren. Bis zur Pause besaß Griesheim trotz des Dämpfers die besseren Chancen. So scheiterte Kevin Olali z.B. an Schlussmann Dauth.

Während der Halbzeit musste der im ersten Abschnitt über Schwindel klagende Schiedsrichter ausgetauscht werden. Einer der beiden Assistenten übernahm den Job und nach einer Fahndung wurde auch Ersatz für die Außenlinie gefunden. Vier Minuten nach dem Wiederbeginn legte der Favorit seinerseits vor. Erst köpfte Szymanski an den Pfosten und eine Sekunde später nickte der erst zur zweiten Hälfte eingewechselte Gino Parson den Abpraller zum 1:2 ein. Doch wer nun unkte, dass dem Sportclub ähnlich wie beim 1:6 verlorenen Hinspiel nun die Felle davonschwimmen würden, wurde durch die überragenden Antworten der Hausherren rigoros aufgeklärt. Voller Selbstvertrauen düpierten die Hausherren den ob so einer Gegenwehr völlig überraschten Gast und wendeten die Partie. Kevin Jung und Serkan Firat (vierte Bude im zweiten Match nach den Winterferien) drehten den Score auf 3:2 und hätte Griesheim nicht weitere gutklassige Einnetzgelegenheiten liegen gelassen, wäre die Partie beizeiten entschieden gewesen.

So aber rappelte sich die Teutonen noch einmal auf und bliesen zur Schlussoffensive. Zwei Minuten vor dem Kehraus entschied der „Ersatzreferee“ auf Einwurf pro Watzenborn-Steinberg. Das war allerdings eine falsche Deutungsweise, denn eigentlich hätte ein Kicker der Viktoria einwerfen müssen. Pech, dass diese Auslegung im (berechtigten) Elfmeterpfiff mündete. Eugen Schiffmann kam bei seinem Abwehrversuch im Sechzehner um Sekundenbruchteile zu spät und brachte Parson zu fall. Den Strafstoß nutzte Weinecker zum 3:3-Endstand, der für die Teutonen dennoch den Verlust der Pole Position kostete, während Griesheim ungeachtet des Ärgernisses kurz vor ultimo erneut stolz sein durfte, eine klasse Vorstellung auf dem Hessenligaparkett dargeboten zu haben. 

Rot-Weiß Hadamar – FSC Lohfelden  2:2

Tore: 1:0 Özdemir 32. 1:1 Bayrak 43. 2:1 Eigentor Latifi 60. 2:2 Bayrak 77. FE

Zuschauer: 220

1. FC Eschborn – OSC Vellmar  0:0

Zuschauer: 80

Besonderes: Gelb-Rot Topcu (FCE) 90.

Spvgg Oberrad – Eintracht Stadtallendorf  2:0

Tore: 1:0 Park 62. 20 Worcester 90.

Zuschauer: 120

Besonderes: Rot Szymanski (ET) 82.

KSV Baunatal – SC Hessen Dreieich  2:2   (So)

Tore: 0:1 Amani 1. 1:1 Lee 34. 1:2 OLpper 56. 2:2 Bravo-Sanchez 67.

Zuschauer: 200

Spielfrei: SV Wiesbaden

Letzte Änderung amSonntag, 28 Februar 2016 21:44
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