log in

Gruppenliga Darmstadt

A+ A A-

Vorschau 23. Spieltag: FCA hofft auf Bensheimer Ausrutscher

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
ball.jpgAm ersten Spieltag 2008 verschaffte sich der FC Bensheim dank eines souveränen 4:0 über den SV Erzhausen und unerwarteter Schützenhilfe von Eintracht Wald-Michelbach einen zunächst komfortablen Vierpunktevorsprung an der Tabellenspitze vor dem eigentlichen Toppfavoriten FCA Darmstadt. Das dies kein Ruhepolster darstellt, ist den Bergsträßern bewusst. Schon am Sonntag in Fürth könnte sich das neugewonnene Guthaben schon wieder dezimieren.


Nach der erfüllten Pflicht gegen den Doppelabsteiger der vergangenen beiden Spielzeiten sorgte die Kunde vom Arheilger Ausrutscher im Überwald natürlich für verhaltene Freude am Bensheimer Weiherhaus. Aber 07-Trainer Ferenc Rott hob sofort den Zeigefinger und merkte an, dass das kleine Loch zwischen den beiden Landesligaspiranten noch keine Vorentscheidung darstellt und wird seine seit neunzehn Runden ungeschlagenen Überflieger mit der nötigen Akribie auf die hohe Hürde Fürth einstellen. Der Wiederaufsteiger aus dem Weschnitztal ist der mit Abstand stärkste Neuling (Rang Sieben), hat den frühzeitigen Klassenerhalt praktisch in trockenen Tüchern und wird den Liga – Dominant im Derby auf Herz und Nieren prüfen. Auf einen Patzer lauert nur der FCA Darmstadt, um das leichtfertig verlorene Terrain zurückzuerobern. Das 2:3 in Wald-Michelbach bedeutete ausgerechnet im Auftaktspiel des neuen Jahres die erste Saisonniederlage. Torjäger Mohammed Hosseini verpasste kurz vor dem Abpfiff durch einen verschossenen Elfmeter den Erhalt der Serie. Diesen nicht kalkulierten Rückschlag soll nun der VfB Ginsheim am Gehmer Weg büßen. Vorsicht und Respekt sind jedoch angebracht : Der Aufsteiger aus dem Mainspitzdreieck hat mit dem 3:0 gegen Ober-Ramstadt der gefährdeten Region bis auf weiteres ade gesagt und reist sehr selbstbewusst mit dem sportlichen Lebensgaranten Jürgen Marker (schon 19 Tore) in den Darmstädter Norden.

Durch das ohnehin schmeichelhafte 1:1 in Geinsheim dürfte Olympia Lampertheim wohl die letzte Chance verdattelt haben, um dem Spitzenduo noch einmal auf die Pelle zu rücken. Die Spargelstädter warten seit acht Auswärtsbegegnungen auf einen Sieg – eine für einen ehemaligen Meisterschaftsaspiranten katastrophale Bilanz, die auch nicht mit einem zu erwarteten klaren Erfolg im Adam Günderoth – Stadion gegen den TSV Seckmauern verschönt wird. Dersim Rüsselsheim kann im Prinzip die Saison ebenfalls abhaken. Ein 1:2 beim Schlusslicht Hofheim stand beim Punktspieldebüt des neuen Trainers Hüseyin Top einem höherem Anspruch kontraproduktiv gegenüber, auch wenn die Niederlage in den Schlussminuten höchst unglückliche Aspekte hatte. Gegen den SV Unter-Flockenbach möchte die anatolische Mannschaft beweisen, dass in ihr mehr Potenzial als beim Auftritt im hessischen Ried steckt. Nach der alles in allem verkorksten Runde gab Eintracht Wald-Michelbach gegen den FCA ein deutliches Lebenssignal von sich und darf sich auf die Fahne schreiben, dem Aufstiegskandidaten die erste Niederlage zugefügt und insgesamt vier von sechs möglichen Punkten abgeknöpft zu haben. Den positiven Schub will der ETW in einen weiteren Sieg in Erzhausen einfließen lassen. Rot-Weiß Walldorf erwartet nach der Absage in Seckmauern an der heimischen Okrifteler Straße die Elf aus Langstadt. Der TSV ist nach der 2:4-Heimpleite gegen Aschaffenburg II weiter auf dem absteigenden Ast und wird versuchen, beim ehemaligen Oberligisten ein positives Ausrufezeichen zu markieren.

Der Nervenknaller aus dem Zittergebiet findet in Ober-Ramstadt statt. Der FC ist durch das 0:3 in Ginsheim auf die vorletzte Stelle gepurzelt und erwartet jetzt Hofheim, das sich durch ein 2:1 gegen Rüsselsheim vor die Mannschaft von Uwe Kuhl auf den Relegationsrang gesetzt hat. Eine verloren geglaubte Partie wendete das einstige Schlusslicht mit einer großartigen Moral in den finalen Sequenzen und schöpft damit im Existenzkampf neuen Mut. Den exakt umgedrehten Effekt erlitt Hassia Dieburg. Der 1:0-Vorsprung gegen den FC Fürth hatte nur bis zur 88. Minute Bestand. Eine Ampelkarte und ein umstrittener Strafstoß mündeten in der Höchststrafe sprich dem 1:2-Schock. Bis am Wochenende steht beim neuen Besitzer der verhassten Roten Laterne Seelenmassage auf der Tagesordnung, um für das schwierige Gastspiel in Aschaffenburg frisches Selbstvertrauen zu tanken und mit einer entsprechenden Reaktion etwas Produktives aus der unterfränkischen Metropole zu entführen.
Letzte Änderung amDonnerstag, 06 März 2008 21:13
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten