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Vorschau BOL DA 26. Spieltag : Ober-Ramstadt muss in Seckmauern punkten

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bensheim_aschaffenburg_160308_raaf.jpgNach der Winterpause hat sich Spitzenreiter FC Bensheim einen beachtlichen Speckbauch in Form von acht Punkten Guthaben angefuttert und galoppiert mit Riesensprüngen der ersten Landesligateilnahme seit 1970 entgegen. Indessen droht dem FC Ober-Ramstadt auf der untersten Stufe der BOL – Hierarchie im fünften Jahr der Mitgliedschaft der Schwanengesang.


                          Gebremste Euphorie in Bensheim vor dem Derby

Das 3:1 im Spitzenspiel bei RW Walldorf durfte man im Bensheimer Lager mit Fug und Recht als Meilenstein für Meisterschaft und Aufstieg bezeichnen. Zwar trat Ferenc Rott nach dem Triumph an der Okrifteler Straße in der für einen Trainer verständlichen Manier auf die Euphoriebremse, doch die Sprache der Mannschaft lässt beim neutralen Beobachter nichts auf ein Understatement schließen.. Seit zwanzig Runden sind die Überflieger vom Weiherhaus ungeschlagen und wollen spätestens Anfang Juni die Früchte ihrer Arbeit ernten. Bereits am Samstag empfangen die 07er den einstigen Titelanwärter Olympia Lampertheim. Die Gäste fahren nach der anhaltenden Talfahrt als krasser Außenseiter zum Bergstraßenderby. Während also Bensheim in der schnellst möglichen Gangart Richtung Championat unterwegs ist, trabt der FCA Darmstadt nur noch schleppend vor sich hin. Gegen den FV Hofheim schenkten die Arheilger eine 2:0-Halbzeitführung ab und müssen sich nach der bereits achten Punkteteilung wohl auf den Relegationsrang fokussieren. Der Truppe von Richard Hasa fehlt seit dem Jahreswechsel mit Ausnahme des 7:0 in Erzhausen die Leichtigkeit des Seins aus der Hinserie. Acht Punkte hinter dem Platz an der Sonne und deren sieben vor dem undankbaren dritten Rang lassen eine sofortige Landesligarückkehr nur über eine Teilnahme an den Aufstiegsspielen in der Saisonverlängerung realistisch belegen. In Fürth ist jetzt – ähnlich wie vor drei Wochen in Erzhausen – eine Trotzreaktion gefragt.

                                Duell der Ex-Oberligisten in Wald-Michelbach

Das Verfolgerduell (Vier gegen Drei) steigt im Überwald. Eintracht Wald-Michelbach ist nach der „Eroberung“ des Aschaffenburger Schönbuschs (3:2) neben Bensheim das stärkste Team seit der Beendigung der fußballlosen Weihnachtsära. Nach vier Siegen am Stück hat der ETW inzwischen Lampertheim überrundet und visiert nun den kommenden Gast aus Walldorf (vier Zähler entfernt) an. Das Ende der positiven Serie gegen Bensheim führte die Rot-Weißen auf den Boden der Tatsachen zurück. Eine erneute Niederlage bedeutet wohl das endgültige Aus aller Aufstiegsspekulationen. Nur noch ein Schatten seiner selbst ist Olympia Lampertheim. Noch am vierzehnten Spieltag führten die Spargelstädter das Klassement an. Zehn Runden später hecheln die Südhessen vor der kurzen Anreise ins Weiherhaus zwanzig Punkte dem FC Bensheim hinterher. Das 1:3 gegen Dieburg wurde vor einer Woche als vorläufiger Höhepunkt der Krise notiert. Im oberen Tabellenmittelfeld hat der VfB Ginsheim den FC Fürth als bestplatzierten Neuling abgelöst. Nun treten die Kicker von der Mainspitze beim Fast – Namensvetter und Tabellennachbarn aus Geinsheim an.

              Wegweisender Vergleich der Abstiegskandidaten im Odenwald

War das ein rabenschwarzer Spieltag am vergangen Wochenende für den FC Ober-Ramstadt : Beim Aufstand der Kellerkinder konnte sich die Truppe von Uwe Kuhl als einziges Team nicht beteiligen und purzelte nach dem 0:3 gegen Geinsheim (sechste Schlappe in Serie) auf den tristen Ligasockel ab. Durch die aus ihrer Sicht erschreckenden Resultate der Konkurrenz muss der FCO nun mit sechs Punkten Rückstand den der Nichtabstiegszone vorstehenden TSV Seckmauern beehren. In der Tat ein kleines Schicksalsspiel für das neue Schlusslicht, das nach dem Gastspiel im Odenwald in den nächsten Wochen auf die weiteren Abstiegsrivalen TSV Langstadt und Hassia Dieburg prallt. Nach diesen Prüfungen wird man orakeln können, welche sportliche Tendenz in Ober-Ramstadt künftig einschlägt. Der Aufsteiger aus dem Lützelbacher Stadtteil erkämpfte zuletzt ein 2:2 bei Dersim Rüsselsheim, wartet aber auch seit sechs Auseinandersetzungen auf einen Sieg. Nach den überraschenden Zugewinnen der Punktebilanzen letzte Woche wollen der FV Hofheim (in Unter-Flockenbach) und der SV Erzhausen (gegen Aschaffenburg) nun den erarbeiteten Bonus bestätigen. Im Ried ist zudem die vakante Trainerfrage für die nächste Spielzeit geklärt. Thomas Roth, seit 2001 in Diensten des TV Lampertheim (den er von der B-Klasse bis in die Bezirksliga Süd führte), beerbt ab dem kommenden Sommer den ausscheidenden Kurt Ziener. Während Hassia Dieburg nach der Überraschung in Lampertheim aufgrund des spielfreien Zustandes auf jeden Fall unter dem Strich verweilt, kann der TSV Langstadt durch einen Erfolg gegen Dersim Rüsselsheim dem gefährdeten Areal weiter enteilen.

Letzte Änderung amDonnerstag, 03 April 2008 16:34
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