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Gruppenliga Darmstadt

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BOL DA 29. Spieltag : Angeschlagener Spitzenreiter beim Fast - Absteiger

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[www.die3raafs.de]
Biegt der schon als sicherer Meister abgestempelte Tabellenführer aus Bensheim in Ober-Ramstadt wieder in die Erfolgsspur ein? Diese Frage stellen sich die Verantwortlichen der Nullsiebener nach dem unerwarteten Rückschlag am vergangenen Samstag.


          Bensheim in Ober-Ramstadt auf rasche Wiedergutmachung aus

Die Gazetten glaubten ob der Kunde von der 0:3-Abfuhr gegen Dersim Rüsselsheim an einen Übermittlungsfehler. Zu unrealistisch präsentierte sich das Endergebnis im Weiherhaus. Doch die Nachricht entsprach der Wahrheit : Der seit Monaten in überragender Form auftrumpfende Landesligaspirant kassierte die erste Heimniederlage und die zweite überhaupt in der Saison. Kam die Mannschaft nach der spielfreien Pause aus dem Rhythmus oder lag es am Umzug auf den Kunstrasen im Sportpark West (Das Hauptfeld im heimischen Stadion war nach anhaltenden Regenfällen gesperrt) ? Auf jeden Fall bot Bensheim eine uninspirierte Leistung und verlor gegen eine starke anatolische Gemeinschaft auch in der Deutlichkeit völlig zu Recht. Von diesem Nackenhieb will sich Bensheim aber nicht aus der Bahn werfen lassen, zumal der FCA Darmstadt gestern sein Nachholspiel vergeigte. Vielleicht kommt der kommende Gastgeber aus Ober-Ramstadt jetzt gerade recht für die Bensheimer Wiedergutmachungsgelüste. Der FC will beim quasi Absteiger mit einer Trotzreaktion alle Mutmaßungen eines eventuellen Durchhängers ad acta legen. Dem FCO ist in punkto Ligaverbleib nicht mehr zu helfen. In der finstersten BOL - Abteilung unterlag das Schlusslicht auch in Dieburg und schluckte die neunte Niederlage in Serie. Trainer Uwe Kuhl hat sich wohl schon mit dem Unvermeidbaren abgefunden und testete bei der Hassia schon einige talentierte Nachwuchshoffnungen. Gegen den gereizten Spitzenreiter muss der künftige Bezirksligist wohl alle Kräfte bündeln, um nicht als Operlamm vor den eigenen Zuschauern rasiert zu werden.

             Beendet der SV Dersim auch die Wald-Michelbacher Serie ?

Das Match vom Landesligaabsteiger FCA Darmstadt fiel am Sonntag aus und wurde gestern nachgeholt. Nach dem 2:3 am Schönbusch verpassten die Arheilger eine Annäherung an Bensheim und müssen jetzt zusehen, das Siebenpunktepaket auf den dritten Platz zu Hause am Gehmer Weg gegen den SV Geinsheim zu verteidigen. Das Verfolgerquartett, bestehend aus Walldorf, Wald-Michelbach, Rüsselsheim und Lampertheim, kämpft bis Rundenende im Prinzip nur noch um die Ehre sowie natürlich für Einsatz- und Siegprämien. Dabei gastiert die einzig verlustpunktfreie Elf dieses Jahres aus dem Überwald beim türkischen Überraschungsteam vom letzten Spieltag. Aufatmen durften die Olympioniken aus der Spargelstadt, denen in Erzhausen endlich der Debütdreier 2008 gelang. Nach dem Stopp des elend langen Minuslaufes möchte sich der ehemalige Oberligameister durch einen neuerlichen Erfolg über den FC Fürth wieder an das Leistungsvolumen des Saisonbeginns annähern. Walldorf empfängt an der Okrifteler Straße die U23 der Aschaffenburger Viktoria. Wenn die Rot-Weißen die Unterfranken schlagen und der FCA erneut patzt, besteht vielleicht noch ein kleiner Hoffnungsschimmer auf die Relegation.

                  Dieburg darf Hofheim nicht aus den Augen verlieren

Im Stechen um den Klassenerhalt ist Ober-Ramstadt wie erwähnt außen vor. Dieburg (trotz der genutzten letzten Chance im Kellerduell) und Erzhausen bleiben die ersten Kandidaten für die weiteren Abstiegsränge. Dass sich das neu formierte Team von der Heinrichstraße, das sich überwiegend aus jungen Spielern der näheren Umgebung zusammensetzt, schwer tun würde in der Bezirksoberliga, war den Verantwortlichen von vornherein klar. Trotzdem sähe es vielleicht etwas besser aus, wenn nicht in dieser Saison auch noch der Verletzungsteufel zugeschlagen hätte. So fielen allein gegen Lampertheim vier Stammspieler aus: Viktor Sander, Gerard Schwarz, Jürgen Brüninghaus und Volkan Altan. Der SVE muss am Sonntag pausieren, während die Fußballer aus der Fastnachtshochburg beim stärksten Neuling VfB Ginsheim antreten. Die Mannschaft um Goalgetter Jürgen Marker kickt seit der Winterpause einen guten Ball (in 2008 ungeschlagen) und kann völlig relaxt die Planungen für die kommende Spielzeit forcieren. Eine Woche vor dem möglichen Abstiegsfinale gegen Hofheim muss die Hassia auswärts nachlegen, um den Anschluss nicht zu verpassen, denn die Riedkicker könnten mit einem Dreier gegen Langstadt auf sieben Punkte davonziehen. In Seckmauern ging die Truppe von Kurt Ziener zwar mit 1:4 ein, ist aber immer wieder für ein Ausrufezeichen gut. Unter-Flockenbach (2:1 in Geinsheim) und Langstadt (nur 0:0 gegen Ginsheim, aber zehn Punkte aus den letzten vier Partien eingefahren) rechnen fest mit dem Ligaverbleib. Dorthin unterwegs befindet sich auch Neuling Seckmauern nach den Big Points gegen Hofheim. Die Heimstärke vor den begeisternd mitgehenden Anhängern ist der vielleicht entscheidende Pluspunkt der Lützelbacher gegenüber der Konkurrenz. Wenn im Gorxheimer Tal jetzt auch noch die Auswärtsmisere (der TSV agiert in der Fremde meist zu ängstlich) behoben wird, können sich die Fans des Newcomers langsam auf ein Odenwalderby nächste Spielzeit gegen den SV Hummetroth freuen.

Letzte Änderung amFreitag, 25 April 2008 11:36
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