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Kreisliga A Darmstadt

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Hellas kann noch verlieren - Abstiegskandidaten siegen - VfR fällt auf 16 - Mühltaler Vereine mit wichtigen Erfolgen

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Am letzten Spieltag vor der Winterpause hat es auch den Spitzenreiter erwischt und die seine Serie von sieglosen Spielen riss. Die abstiegsbedrohten Traisaer entführten drei Punkte bei Hellas und auch Alsbach II siegte gegen die KSG Brandau. Im Verfolgerduell zwischen Germ. Pfungstadt und Roßdorf gab es keinen Sieger. Der Verlierer des Spieltages ist der VfR Eberstadt, der vom 12. auf den 16. Platz abfällt und auf einem Abstiegsplatz überwintert.

FC Alsbach II – KSG Brandau 2:0
Die Bergsträßter markierten in der 12. Minute die Führung durch Gencer. Schäfer erhöhte in der 32. Minute auf 2:0 und dies sollte auch der Pausenstand sein. Kurz nach Wiederanpfiff dezimierten sich die Hausherren mit einer roten Karte. Brandau drängte dann mehr und mehr auf den Anschlußtreffer doch im Abschluss ohne das nötige Glück und Zielstrebigkeit. Nach dreiminütiger Nachspielzeit war dann der FCA Sieg perfekt. Die Brandauer liegen nach der Niederlage auf Platz 6 während Alsbach durch die Sieg und die Siege der Konkurrenten auf den 15. Platz fällt.

SG Italia Weiterstadt/Schneppenhausen : DJK/SSG Darmstadt 1:3
Das Schlusslicht konnte die erste Hälfte ausgeglichen gestalten und ging durch Ioannidis kurz nach der Pause mit 1:0 in Führung. Ab der 70. Minuten schwanden die Kräfte und Hillinger konnte den Ausgleich erzielen. Nur vier Minuten später die Führung durch Geist. Den Schlusspunkt setzte dann Flemmer mit dem 1:3 in der 84. Minute.

Vikt. Griesheim II – SV Erzhausen 7:0
Nach einen 2:0 Pausenstand durch die Treffer von Hanilce (10.) und Stork (22.) legte die Viktoria in der zweiten Hälfte noch einmal nach und schraubte das Ergebnis auf 7:0 in die Höhe. Stork (46./90.), Ludwig, (55.), Pala (67./77.) waren für die Tore verantwortlich. Die Viktoria bleibt mit 5 Punkten Rückstand auf Distanz zu Hellas und drei Punkte auf Pfungstadt. Erzhausens Vorsprung auf die hinteren Plätze ist geschmolzen und man hat nur noch einen Punkt auf den Relegationsplatz und zwei auf die Abstiegsränge.

Hellas Darmstadt – SV Traisa 1:4 II
Vom Papier her war die Partie eine klare Angelegenheit. Der Spitzenreiter trifft auf einen Gegner der im Abstiegskampf steckt. Nach 28 Minuten schien alles seinen Lauf zu nehmen als Hellas Torjäger Lamaruggine das 1:0 erzielte. Der SVT gab nicht aufn und Aykir konnte nur drei Minuten später den Ausgleich erzielen. In der 66. Minute dann die Gäste Führung durch Kernchen die Dettelbacher nur drei Minuten später ausbauen konnte. Seinen Doppelpack schnürte Dettelbacher in der 4. Minute der Nachspielzeit mit dem 1:4. Durch die Niederlage büßte Hellas nur einen Punkte auf Pfungstadt ein und Traisa konnte sich entscheiden unten absetzten, da auch die Mitstreiter siegten.

VfR Eberstadt – TSV Nieder-Ramstadt 3:6
Im torreichsten Spiel des Tages siegte der Gast aus dem Mühltal im Abstiegsduell beim VfR Eberstadt mit 3:6. Die Gäste lagen bereits zur Pause mit 1:4 in Führung. Günay, Zachow (38./45.) und Aleksandrov (43.) trafen für die Allmann-Elf, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Caylak (30.). Nach der Pause traf Wypior zum 1:5 (69.) ins eigene Netz. Hauer konnte dann nach 78 Minuten auf 2:5 verkürzen und kurz darauf das 2:6 durch Birhimeoglu. Den 3:6 Endstand stellte erneute Bauer zwei Minuten vor dem Ende her. Der VfR fiel durch die Niederlage und die direkten Konkurrenten auf den 16. Platz zurück während Nieder-Ramstadt jetzt auf dem Relegationsplatz überwintert.

SKG Gräfenhausen – Germ. Eberstadt 2:0
Das Hinspiel hieß noch 11:2 für Eberstadt und heute wollte die SKG etwas Zählbares mitnehmen. Nach 27 Minuten dann die SKG Führung als Sahin abstauben konnte nachdem ein Mielnikiewicz Schuss nicht sicher genug entschärft werden konnte. Die beiden Protagonisten vom 1:0 waren auch beim 2:0 beteiligt. Mielnikiewicz startet auf links durch und legt ab auf Sahin. Dieser passt erneut quer auf den heranrauschenden Knauf, welcher in Bedrängnis in der 75. Minute zum 2:0 einschiebt. Die Germ. muss durch die Niederlage nun noch auf Platz 7 und profitiert von den Niederlagen von Hellas, Brandau. Die SKG verbucht einen wichtigen Dreier kann sich aber nicht viel darüber freuen, da auch Traisa und Nieder-Ramstadt siegten.

FC Ober-Ramstadt – TSG 1846 1:4
Die Gäste konnten durch Treffer von Schmidtner (26.) und Schüler (42.) mit 0:2 in die Pause gehen. Stoffle konnte in der 76. Miunte den Anschlusstreffer erzielen. Statt nachzulegen musste der FCO direkt im Gegenzug das 1:3 hinnehmen. Fünf Minuten vor dem Ende stellte Adedokun dann den 1:4 Endstand her. Die TSG hält durch den Erfolg den Anschluss und liegt sieben Punkte hinter Hellas und fünf hinter Pfungstadt.

Germnia Pfungstadt - SKG Roßdorf 2:2
Durch ein 2:2-Unentschieden gegen den unmittelbaren Verfolger SKG Roßdorf baute der RSV Germania 03 am Sonntagnachmittag seine ungeschlagene Serie auf acht Begegnungen aus und verabschiedete sich als Tabellenzweiter der Kreisliga A (würde am Rundenende Aufstiegsrelegation bedeuten) in die lange Winterpause. Nach dem Eintrudeln aller Ergebnisse des finalen Jahresspieltags konnte man das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge einordnen. Aufgrund der sensationellen 1:4-Heimpleite von Primus Hellas Darmstadt gegen Traisa II hätte die blau-weiße Mannschaft im Fall eines Heimsieges sogar als Tabellenführer überwintert. Auf der anderen Seite roch es nach den während der Vorrunde bitteren kassierten 2:3-Heimniederlagen gegen Hellas und Viktoria Griesheim II lange nach einem weiteren SGD Arena – Dämpfer gegen einen direkten Rivalen, ehe Hicham Hamdi die Ausgleichsbemühungen mit dem hochverdienten Ausgleich belohnte. Trainer Ben Talib veränderte beim 2015er-Kickkehraus seine Startelf gegenüber dem zurückliegenden 2:0 am Darmstädter Müllersteich auf einer Position: Für Deniz Karaca rückte Mohamed Louzari in die erste Elf. Trotz der zugkräftigen Paarungskonstellation Zweiter vs. Dritter und dem für den Dezember milden und trockenem Wetter war die germanische Fußballheimstätte wider Erwarten nicht ganz ausverkauft. Anscheinend hatten sich einige Fans doch für den Weihnachtsmarkt entschieden (eigentlich unveränderlich, weil Hilde Voss und Hanne Büttner im „Container“ die Heißgetränke wie immer schmackhafter, preiswerter und freundlicher als auf der Neppmeile kredenzten) oder die Frierwurzel gönnten sich vor dem glimmernden Ofen sitzend „König Drosselbart“ und „Frau Holle“ auf der Adventsmattscheibe. Egal: Die treuen Germanen hielten zunächst einmal bewegt inne (Schweigeminute zum Gedenken an Ursel Ley) und wurden dann schnell erwärmt. Beizeiten setzte sich der beste RSV-Saisontorschütze Antonio Lo Vasco am linken Flügel durch und vollstreckte den Ball platziert im langen Eck (zehnte Bude des Flügelflitzers). Die frühe Führung drückte die dominierende Anfangsphase der Hausherren aus. Wie aus heiterem Himmel glich Roßdorf zehn Minuten darauf aus. Mahad Abdi Ossable überwand Keeper Peter Dannenberg per Heber. Die unerwartete Egalisierung warf die Germanen etwas aus der Bahn. Plötzlich stockte der Spielfluss und kurz vor der Halbzeit verabreichte die vom ehemaligen RSVler Bernd Kuhl gecoachte SKG den nächsten Nadelstich. Einen gescheiten Pass in die Schnittstelle der Abwehrkette verlängerte Süleyman Euphraimidis mit der Pike ins Netz. Die zweite Hälfte begann mit wütenden Angriffsversuchen der Talib-Schützlinge, die selbstredend den Rückstand wettmachen und nicht mit einer Niederlage im Gepäck das klasse Halbjahr ausklingen lassen wollten. Marijan Burazin zwang Schlussmann Tobias Rückert zu einer unorthodoxen Handballtorwartparade (50.). Insgesamt entwickelte sich die Chancenerarbeitung allerdings mühsam, weil Roßdorf kompakt hinten drin stand. Man merkte, dass die SKG nicht umsonst die wenigsten Ligagegentore geschluckt hat. So musste ein Standard herhalten, um zumindest ein kleines Happyend zu feiern. Hicham Hamdi versenkte einen Freistoß aus rund achtzehn Metern direkt in die Maschen. Mit der Einwechslung von Eric Helfmann schraubte Ben Talib noch an einer kompletten Matchwende. Fast wäre dem Joker auch das 3:2 gelungen, aber seine Abschlussgranate zischte knapp über den Kasten. So blieb es beim 2:2, mit dem beide Partein zum Ausklang gut leben konnten. Der RSV schließt dadurch nach dem Neuaufbau in Folge des erlittenen Doppelabstiegs seine Zwischenbilanz mehr als zufriedenstellend ab: Position Zwei (54:23 Tore, 42 Punkte). Bei zwei Zählern Rückstand auf den Platz an der Sonne und drei Punkten Vorsprung zum Blechplatz Drei ist bei der Punktspielfortsetzung ab Ende Februar 2016 positiv wie negativ noch alles möglich. Bis dahin heißt es aber erstmal für die nächsten rund vier Wochen: Abschalten, Relaxen, Kräfte sammeln, Akku aufladen und die Seele baumeln lassen. Quelle: rsv-germania.de

Letzte Änderung amMontag, 14 Dezember 2015 09:44
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