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Kreisliga B Darmstadt

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3.L. 38. Spieltag: 1:3 gegen Kiel – Lilien und Störche feiern gemeinsam

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Nach insgesamt neun Heimsiegen in Folge hat es den SV Darmstadt 98 am abschließenden Drittligaspieltag erstmals im Kalenderjahr 2014 zu Hause erwischt. Schwamm drüber, denn die blau-weißen Kicker weilten mit ihren Gedanken schon sichtlich bei den zwei Relegationspartien am kommenden Freitag und übernächsten Montag, während Holstein Kiel durch das 3:1 am Böllenfalltor ohne Schützenhilfeabhängigkeit seinen drittklassigen Fußballstandort verteidigen konnte.

SV Darmstadt 98 – Holstein Kiel  1:3

Aufstellungen:

SVD: Zimmermann, Berzel, Maas, Gorka, Stegmayer, Baier, Behrens, Heller (46. Ivana), Landeka (63. Biada), Sirigu, Stroh-Engel (59. da Costa)

Kiel: Riedmüller (52. Strähle), Hartmann, Wetter, Danneberg, Vendelbo, Herrmann, Siedschlag (76. Sykora), Breitkreuz, Gebers, Heider, Kazior (84. Schied)

Tore: 0:1 Hartmann 15. 1:1 Behrens 19. 1:2 Siedschlag 20. 1:3 Heider 85.

Zuschauer: 12500

Eine saisonale Ligarekordkulisse (12500 Fans) stimmte sich vor dem Anpfiff schon einmal auf die beiden bevorstehenden Highlights gegen Dynamo Dresden oder Arminia Bielefeld ein. Trainer Dirk Schuster musste beim Kehraus der sensationellen Drittligasaison auf die mehr oder weniger bereitwillig in Wiesbaden ihre zehnte gelbe kassierenden Aytac Sulu und Jerome Gondorf verzichten. Außerdem gönnte er dem leicht angeschlagenen Marcel Ivana zunächst eine Pause. Ansonsten schickte der Coach seine auf dem Papier stärkste Elf auf das Parkett des Stadions am Böllenfalltor. Für die Gäste aus dem hohen Norden Deutschlands stand ja noch der Klassenerhalt auf dem Spiel. Kiel benötigte ein Unentschieden, um aus eigener Kraft den Ligaverbleib einzutüten.

Nach einer Viertelstunde brandete Jubel im Storchennest auf. Keeper Jan Zimmermann wehrte in seinem finalen Drittligamatch für die Lilien einen hohen Ball zu  kurz vor die Füße von Manuel Hartmann ab und dieser netzte im zweiten Versuch zur überraschenden Gästeführung ein. Der Treffer war das Startsignal für eine turbulente Phase. Zunächst glich Hanno Behrens aus (spitzelte einen Kopfball von Stroh-Engel vor dem Keeper über die Linie), aber im direkten Gegenzug stand Tim Siedschlag völlig blank und brachte Holstein erneut nach vorne. Dadurch war der SV98 zunächst einmal irritiert und fand keine geeignete Route zur Durchquerung der Kieler Förde mehr. Außerdem merkte man den Hausherren an, dass die letzte Entschlossenheit fehlte. Kein Wunder im Hinblick auf den Relegationshinspielknüller am kommenden Freitag an der Nieder-Ramstädter Straße.

Auch die Auswechslungen von Marcel Heller und Dominik Stroh-Engel zu Beginn der zweiten Halbzeit untermauerten, dass der Darmstädter Fokus nicht unbedingt im Heimmatch gegen Kiel beheimatet war. Damit stand auch fest, dass der Drittligatorschützenkönig 13/14 mit 27 Treffern blau auf weiß verankert wird (Bestwert seit Gründung der Klasse). Auf dem Ground plätscherte das Geschehen vor sich hin, was der Stimmung auf den Rängen trotz des Nieselregens keinen Abbruch leistete. Die Anhängerschaft der Störche feierte spätestens nach dem 3:1 von Marc Heider den Klassenerhalt und die Lilien-Supporter gaben ihre Vorfreude über die nahenden Höhepunkte lautstark preis.

Die offizielle Saison ist für den SV98 also beendet. Zu Buche stehen 58:29 Tore, 72 Punkte und der dritte Tabellenplatz – eine wahrlich sensationelle Bilanz. Und jetzt kommt die Zugabe, auf die ganz Südhessen hinfiebert. Am Freitagabend ab 20Uhr30 stellt sich entweder sächsischer oder ostwestfälischer Besuch am Böllenfalltor vor, um das Relegationshinspiel für die Nominierung des 18. Zweitligisten auszufechten. Der entscheidende Rückfight steigt dann am Montag, dem 19. Mai in Dresden oder Bielefeld, die am morgigen Sonntagnachmittag untereinander den 98er-Gegner ausknobeln.

Heidenheim ist Meister – Elversberg steigt ab

Am finalen Spieltag fielen logischerweise auch die letzten Entscheidungen einer langen Saison. Nach drei sieglosen Partien sicherte sich der 1. FC Heidenheim durch einen 2:0-Heimerfolg über die Spvgg Unterhaching den Titel des Drittligachampions dank des besseren Torverhältnisses vor den Leipziger Bullen, die sich 3:1 bei den Stukis am Degerloch durchsetzten. Beide Klubs standen ja schon im Vorfeld als Neuerwebungen der 2. Liga fest. Die Darmstädter Lilien wollen in den beiden Relegationsbegegnungen ja auch noch das Aufstiegskunststück vorführen. 

Den vierten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals ergatterte der SV Wehen Wiesbaden dank einem 1:1 in Rostock und weil Osnabrück parallel nicht über ein torloses Remis in Regensburg hinauskam. Im Tabellenkeller war die Suche nach dem dritten Absteiger schnell geklärt. Der SV Elversberg geriet auf der roten Erde des BVB II rasch ins Hintertreffen, verlor 0:3 und begleitet Burghausen bzw. Saarbrücken eine Etage hinunter in die Regionalliga.

1. FC Heidenheim – Spvgg Unterhaching   2:0

Tore: 1:0 Niederlechner 2:0 Morabit 31.

Zuschauer: 11000

Jahn Regensburg – VfL Osnabrück  0:0

Zuschauer: 3500

Chemnitzer FC – VfB Stuttgart II   0:0

Zuschauer: 5000

Borussia Dortmund II – SV Elversberg   3:0

Tore: 1:0 Jordanov 17. 2:0 Harder 37. 3:0 Väyrynen 70.

Zuschauer: 800

Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden  1:1 

Tore: 0:1 Jänicke 1. 1:1 Kucukovic 72.

Zuschauer: 9500

1. FC Saarbrücken – Rot-Weiß Erfurt   0:1

Tor: Pfingsten-Reddig 57. FE

Zuschauer: 2500

Stuttgarter Kickers – RB Leipzig   1:3

Tore: 0:1 Röttger 36. 0:2, 0:3 Poulsen 45., 69. 1:3 Badiane 90.

Zuschauer: 4100

Hallescher FC – Wacker Burghausen  2:4

Tore: 1:0 Furuholm 5. 1:1 Hauk 7. 1:1 Altenstrasser 46. 1:2 Burkhard 58. FE 1:3 Taffertshofer 63. 2:2 Sembolo 72. 2:4 Kulabas 80.

Zuschauer: 7500

MSV Duisburg – Preußen Münster  0:1

Tore: 0:1 Eigentor Bollmann 24.

Zuschauer: 14500

Letzte Änderung amSamstag, 10 Mai 2014 19:38
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