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Kreisliga D Darmstadt

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KLD DA: VfR Eberstadt II läßt abreißen

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Der 10. Spieltag der Kreisliga D kann als Salami-Spieltag beschrieben werden, da er an vier Spieltagen ausgetragen wird. Die finale Begegnung zwischen TUS Griesheim und Roßdorf wird erst am kommenden Donnerstag ausgetragen.


Bereits am Dienstag siegte Spitzenreiter TSG 1846 mit 8:4 in Nieder-Ramstadt und am Donnerstag kehrte Hellas mit einem 4:0 Erfolg aus Gräfenhausen zurück. Somit blieben für Sonntag fünf Spiele übrig. Die meisten Treffer gab es beim Gastspiel von Bursa in Eschollbrücken, dass die Hausherren mit 7:2 gewannen. Knapp mit 4:3 siegte Rohrbach gegen Malchen und Brandau konnte sich 4:2 in Braunshardt durchsetzten. Knapp mit 3:2 siegte St. Stephan gegen Messel. Das einzigste Remis sahen die Zuschauer bei GW Darmstadt im Spiel gegen VfR Eberstadt. Durch das Remis wuchs der Vorsprung von den 46ern auf drei Punkte an.

TSV Braunshardt - KSG Brandau II 2:4 (1:1)
Der Tabellenvorletzte aus Brandau brachte kaum eine handvoll an zielorientierten Torschüssen auf das TSV-Gehäuse – und gewann die Partie dennoch mit 4:2 (1:1). Wie kam diese unglückliche Niederlage der ‚Bräuschter' zustande? Diese Frage konnten sich selbst die Braunshardter nach dem Schlusspfiff nur schwerlich beantworten, denn das Dargebotene ließ sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Aber wenn der Wurm erst mal drin ist, so wie in dieser Saison, dann wollen auch einfachste Dinge nicht gelingen. Der TSV Braunshardt demonstrierte in der Anfangsphase Selbstvertrauen und zog mit breiter Brust ein klug durchdachtes Spiel auf. Die Bälle wurden clever aus der Zentrale in alle Richtungen verteilt, so dass erste Möglichkeiten nicht lange auf sich warten ließen; alleine das alt bekannte Manko des Verwertens trat neuerlich in Erscheinung. Die Zweitvertretung der KSG Brandau befreite sich nach 20 Minuten erstmals zögerlich aus Braunshardts Umklammerung und kam besser ins Spiel, ohne jedoch torgefährlich zu wirken. Umso überraschender gelang den Gästen dann in der 34. Spielminute mit einem herrlichen Schuss aus der Drehung von der Strafraumgrenze der Führungstreffer. Braunshardts Nummer eins konnte an diesem Sonntagsschuss, der nicht der letzte seitens der KSG bleiben sollte, nichts mehr retten. Braunshardts Antwort indes kam nur vier Minuten später, indem ein Ball auf Höhe des Fünfmeterraumes mit Übersicht parallel zur Torlinie auf den freistehenden Mitspieler gepasst wurde, der die Kugel im Spreizschritt zum 1:1 versenkte. Braunshardts ruhiges, besonnenes und zielorientiertes Angriffsspiel war von Beginn der zweiten Halbzeit erneut auszumachen, bis ein katastrophaler Fehlpass im Spielaufbau die aufrückende TSV-Verteidigung zum tatenlosen Zusehen bei Brandaus neuerlichen Führungstreffer verdammen ließ (50.). Doch erneut ließ sich der Gastgeber nicht entmutigen und spielte souverän sein Angriffsspiel in Richtung 2:2 Ausgleich herunter. Dem Mühen folgte nach 72 Minuten der neuerliche Lohn, indem die KSG-Abwehr mit einem sehenswerten Pass in die Schnittstelle der Innenverteidigung ausgehebelt wurde und ein trockenplatzierter Flachschuss den Weg in die Maschen fand. Den ‚Bräuschtern' merkte man nunmehr deutlich an den Führungstreffer regelrecht erzwingen zu wollen. Doch das was folgte, scheint sich wie ein roter Faden durch diese Spielzeit beim TSV zu ziehen, denn aufs Neue gerieten die Hausherren durch einen Konter in Rückstand (81.). Dennoch wäre zum dritten Male der Ausgleich für den TSV möglich gewesen, denn die Hausherren entwickelten ein Powerplay, wie man es ansonsten nur vom Eishockey kennt. Dass sich somit zwangsläufig Möglichkeiten zum Kontern für die schwarz-gelben Brandauer ergeben würden, wurde völligst zu Recht billigend in Kauf genommen. Einer jener schnellen Entlastungsangriffe brachten dann auch mit dem zweiten Sonntagsschuss den 4:2 Endstand. Auf der halblinken Seite nahm der Brandauer Stürmer aus ungefähr 35 Metern genau Maß und schloss erfolgreich über den zu weit vorm eigenen Gehäuse posierten TSV-Keeper traumhaft ins Kreuzeck ab (88.). Die Gründe für Braunshardts heutige Niederlage? Keine Ahnung, denn eigentlich hatte man das Spiel im Griff. Eigentlich wurde die gesamten 90 Minuten fast alles richtig gemacht. Einsatz, Moral und das spielerische Element stimmten über weite Strecken beim TSV. Erklärungsnotstand.
Letzte Änderung amSonntag, 03 Oktober 2010 23:54
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