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Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau

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Spt. 24: Ginsheim hält Verfolger auf Abstand

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Im Kampf um den Relegationsplatz musste der TSV Trebur eine bittere Niederlage hinnehmen. VfB Ginsheim siegte in Trebur mit 2:1 und vergrößerte den Abstand auf Rang drei auf neun Punkte. Tabellenführer VfR Groß-Gerau siegte auch im neunten Spiel in Folge und kam bei der abstiegsbedrohten Olympia Biebesheim zu einem knappen 2:1-Erfolg. Neuer Tabellendritter ist RW Darmstadt, das sich durch ein 1:0 gegen FSV Schneppenhausen um zwei Plätze verbesserte. Die drittbeste Mannschaft der Rückrunde, Germania Pfungstadt, gewann das Duell der beiden Tabellennachbarn bei SKG Ober-Beerbach klar mit 3:0 und kletterte auf den sechsten Platz. Nicht mit Ruhm bekleckerte sich SKG Bickenbach, die beim FSV Raunheim trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 0:0 hinauskam. Für Raunheim bedeutete das Remis den zweiten Punkt in der laufenden Saison. Der SV Nauheim verteidigte durch das 1:2 in Büttelborn seinen neunten Platz. SKV Büttelborn verlor zwei Plätze und rutschte auf Rang zwölf ab. Für Concordia Gernsheim wird es nach der 4:2-Niederlage bei Opel Rüsselsheim und elf Spielen ohne Sieg langsam eng, trennt sie doch bereits sieben Punkte zu den Nichtabstiegsrängen. Der 1:0-Sieg war für SKG Stockstadt sehr wichtig, da er mit SG Arheilgen gegen einen direkten Konkurrenten gelang, und der Abstand zu den Abstiegsplätzen auf acht Punkte ausgebaut wurde.




TSV Trebur - VfB Ginsheim 1 : 2 (1:0)
[VfB] Mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdiente sich der VfB Ginsheim den Auswärtssieg beim TSV Trebur und bleibt damit nach der Winterpause ungeschlagen.
Der TSV Trebur bestimmte in der 1. Halbzeit zunächst eindeutig das Geschehen auf dem trotz blendendem Sonnenschein tiefen und kräfteraubendem Rasen. Bereits in der 4. Minute musste Ginsheims Torwart Groß bei Ortegas Flatterball aufmerksam zupacken. Aber mit der zweiten gefährlichen Situation vor dem Gästetor konnte Trebur dann in Führung gehen. Einen weit auf den langen Pfosten geschlagenen Freistoß konnte Faccinetti nach innen köpfen und dort staubte Rauser aus kurzer Entfernung ab. Danach verflachte die Partie zusehends, da Ginsheim nun in seiner Deckungsarbeit besser stand und keine Treburer Torchancen mehr zuließ. Aber nach vorne gelang dem Tabellenzweiten lange Zeit auch nichts, Treburs Feldmann brauchte in den ersten 30 Minuten keinen einzigen Torschuss zu parieren. Ein erstes Zeichen setzte dann Florian Trippel in der 32. Minute mit einem 20m-Flachschuss, der knapp am Pfosten vorbeizischte. Vor der Halbzeitpause war dann nochmals Aufregung im Treburer Strafraum bei zwei gefährlich von Tim Kettenring getretenen Eckbällen.
In der Halbzeitpause belebte Trainer Holger Kurth mit der Einwechslung von Stürmer Stefan Jovanovic für Abwehrspieler Robin Giesel deutlich die Ginsheimer Offensive. Diese Maßnahme sollte sehr schnell Früchte tragen, konnte doch Jovanovic sofort den ersten wirklich gefährlichen Angriffszug einleiten. Sein Rückpass auf Julian Klupp nutzte der zu einem wuchtigen Direktschuß, den Feldmann nur mit schneller Reaktion wegfausten konnte. Nur eine Minute später viel der Ausgleichstreffer, den Julian Klupp mit schönem Solo im Strafraum und folgendem Lattenschuss einleitete. Mannschaftskapitän Erik Völckers köpfte den Abpraller aus 8 m ins Treburer Netz. Von nun an war das Spiel offen, auch weil der kräftezehrende tiefe Rasen nun auch deutliche Spuren bei der Defensivarbeit beider Mannschaften zeigte. So konnte sich Sebastian Pommer durch 4 Treburer durchsetzen, scheiterte mit seinem anschließenden Linksschuss aber an Feldmann. Für Trebur tauchte Facchinetti vollkommen frei vor Groß auf, setzte die Direktabnahme einer Linksflanke aber aus 5m über den Kasten. Dem eingewechselten und damit noch richtig frischem Andreas Frosch gelang in der 77. Minute der Siegtreffer. Von Erik Völckers auf den Weg in den Strafraum geschickt überwand er mit einem schnellen Linksschuss Torwart Feldmann. In der Folgezeit kam Trebur trotz Feldüberlegenheit nicht mehr zu herausgespielten Torchancen und auch Ginsheim konnte die sich ergebenden Konteransätze nicht mehr nutzen. Letzter Aufreger war dann ein Kullerball vor Ginsheims Tor nach einer Ecke, den Oliver Handler von der Linie bugsierte.

Torfolge: 1 : 0 Rauser (14.), 1 : 1 Völckers (49.), 1 : 2 Frosch (77.)

Aufstellung VfB Ginsheim: Achim Groß -- Sebastian Pommer, Bernd Fiedler, Oliver Handler, Robin Giesel (46. Stefan Jovanovic) - Tim Kettenring (73. Marco Kurek), Erik Völckers, Florian Trippel, Domenico Lombardo -- Julian Klupp (64.Andreas Frosch), Jürgen Marker - 2. TW Udo Kaltenbach

Zuschauer: 180




SKG Ober-Beerbach - RSV Germania Pfungstadt 0:3 (0:1)
[RSV] Mit einem in der Deutlichkeit überraschenden 3:0-Erfolg triumphierten die Bezirksligakicker des RSV Germania im Derby beim geographischen- und tabellarischen Nachbarn  SKG Ober-Beerbach und setzten ihre Siegesserie beeindruckend fort. 
Spielertrainer Rafael Sanchez, der in der Woche seinen Vertrag um ein Jahr für die kommende Spielzeit verlängert hat, sah aufgrund der zuletzt positiven Ergebnisse und Leistungen keinen Grund, die Startelf zu verändern und schickte zum dritten Mal in Folge die gleiche Anfangsformation auf das Feld. Gastgeber Ober-Beerbach kämpfte um seine wohl letzte Chance, noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen und begann sehr offensiv. Zwei gute Möglichkeiten in der ersten Viertelstunde resultierten allerdings aus Pfungstädter Schnitzern beim Defensivverhalten. Zuerst bugsierte Eric Huxhorn mit dem Rücken das Leder um Haaresbreite am eigenen Kasten vorbei und Hysein Güler donnerte bei einem Rettungsversuch den Ball gegen das Lattendreieck. Zwischen diesen beiden glücklichen Momenten lag die Führung für den Rasensportverein. Nach einer Ecke von Cem Ayguen schraubte sich der aufgerückte Libero Sanchez am höchsten und köpfte unhaltbar in die Maschen ein. Die Hausherren zeigten sich von dem Rückstand geschockt und verstrickten sich planlos im konsequent verteidigenden RSV - Abwehrverbund.
Nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff war die Begegnung praktisch gelaufen. Einen Zusammenprall des SKG-Torwarts mit einem Kollegen nutzte Güler gnadenlos aus und staubte zu seinem vierten Treffer im dritten Match seit seinem Wechsel nach Pfungstadt ab. In der Folge trat die Germania beim so hoch gehandelten Gastgeber mit Ausnahme eines abgeklärteren Abschlusses während den zahlreichen Kontern wie eine Spitzenmannschaft auf: Hinten sicher stehend (Ober-Beerbach besaß in Durchgang Zwei keine reale Einschusschance mehr), das Mittelfeld schnell überbrückend und in der Offensive gut variierend. Das 3:0 des eingewechselten A-Jugendlichen Bilen Yagiz kurz vor dem Ende war nur die logische Folge einer rundum überzeugenden Mannschaftsdarbietung.
Durch diesen nicht unbedingt erwarteten Coup überflügelte der RSV den Gegner und schob sich auf die sechste Position vor. Nach dem Ausbau des positiven Laufes (letzte sechs Partien fünf "Dreier" und ein Remis, drei Siege am Stück nach der Winterpause) sind die Anfang Dezember noch vorhandenen Abstiegssorgen endgültig weggewischt. Der Blick darf nun weiter nach oben gerichtet werden. Leider sind die zwölf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz Zwei eine wohl zu große Hypothek für eventuelle Hoffnungen. Aber Rang Drei ist allemal drin (nur drei Zähler entfernt). Mit einem Erfolg gegen den Fünftplatzierten TSV Trebur am kommenden Sonntag (Anstoß 15Uhr am Grünen Steg) würde der Rasensportverein mindestens eine weitere Position im Klassement empor klettern.

Torfolge: 0:1 Sanchez (8.), 0:2 Güler (51.), 0:3 Yagiz (88.)

Aufstellung SKG Ober-Beerbach: Rupp - Henninger - Hemmel (71. Ilhan), Helwig - Meyer, Goeksal (46. Helfmann), Müller, Graumann, Eberts (46. Bauer) - Frank, Ceylan

Aufstellung RSV Germania Pfungstadt: Schambach - Sanchez - Klauck, Huxhorn - Manzone, Fissel (67. Yagiz), Ayguen, Hübner, Benzler (59. Karatas) - Güler, Meixner (74. Hadi)

Gelbe Karten: Henninger / Fissel, Hübner

Zuschauer: 100




SKV Büttelborn - SV 07 Nauheim 1:2 (1:0)
[SKV] Auch im dritten Punktspiel in Folge im neuen Jahr blieb die Büttelborner Mannschaft ohne zählbaren Erfolg und nähert sich immer schneller der Abstiegszone. Einziger Lichtblick bei der neuerlichen Niederlage gegen Nauheim war die Tatsache, dass endlich die Einstellung im Team stimmte und dies macht Hoffnung auf eine Besserung in den nächsten Wochen. Denn nur über den Kampf wird die Mannschaft in der Lage sein, die spielerischen Defizite, die gegen Nauheim wieder deutlich zu Tage traten, in den Griff zu bekommen. Besonders im Offensivspiel haperte es erneut. Fehlende Ideen und zu langatmige Aktionen im Mittelfeld sowie Angreifer, die weit von ihrer Normalform entfernt sind, führten auch am vergangenen Sonntag dazu, dass die SKV kaum Durchschlagskraft besaß. Dennoch begann die Elf mit viel Elan und dominierte in den ersten zwanzig Minuten eindeutig. Für Gefahr sorgte das Büttelborner Team jedoch nur durch Weitschüsse, von denen David Eitles Versuch nur um Haaresbreite am Winkel vorbeischrammte. Als Nauheim in der 22. Minute im Anschluss an eine Freistoßflanke nur den Pfosten traf, schlich sich plötzlich Verunsicherung ins Büttelborner Spiel. Die Gäste witterten dadurch Morgenluft und kreuzten einige male gefährlich vor dem Gehäuse von Allan Kuberczyk auf. Zu ganz großen Chancen kamen sie dabei jedoch auch nicht, wirkten allerdings etwas zielstrebiger in ihren Angriffsaktionen als die SKV. Dennoch fiel der Führungstreffer auf der Gegenseite. Einen Freistoß aus zwanzig Metern hämmerte Thorben Deußer mit einem satten Flachschuss in die Maschen des Gästetores.
Mit diesem 1:0 ging es in die Pause und die Vorteile für die zweiten fünfundvierzig Minuten lagen eindeutig auf Seiten der SKV. Doch die Elf brachte einfach keine Sicherheit in ihr Spiel und machte viele Fehler. Eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten führte in der 53. Minute schließlich zum Nauheimer Ausgleich. Ein leichtfertiger Ballverlust an der Mittellinie, taktisches Fehlverhalten im defensiven Mittelfeld und inkonsequente Abwehrarbeit führten zu einer turbulenten Szene, an deren Ende dem auf der Torlinie stehende Stefan Ebert der Ball an die Hand geschossen wurde. Die Folge war nicht nur ein Elfmeter, den Nauheim zum Ausgleich nutzte, sondern auch die rote Karte für den Büttelborner Akteur. Sicherlich eine viel zu harte Entscheidung des Unparteiischen, denn es war ohne Frage kein absichtliches Handspiel zur Verhinderung eines Tores. Doch trotz Unterzahl konnte die SKV das Spiel in der Folgezeit absolut ausgeglichen gestalten, wobei sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld abspielte und beide Teams nur wenig Überzeugendes boten. Ein einziger Nauheimer Geistesblitz sowie eine Unaufmerksamkeit in der Büttelborner Deckung sorgte in der 76. Minute für die Entscheidung. Zwar konnte Torhüter Kuberczyk einen Schuss aus kurzer Distanz noch abwehren, doch brauchte Nauheims Gerhard den zurückspringenden Ball nur noch über die Linie zu schieben. Die SKV versuchte in den verbleibenden Minuten alles, um wenigstens noch einen Zähler zu erringen, doch waren die spielerischen Mittel einfach nicht ausreichend genug, um eine keineswegs überzeugende Nauheimer Mannschaft noch entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Einzig bei einem mächtigen Schuss des agilen Thorben Deußer sowie einer guten Möglichkeit für Taner Oezkan, der aus sechzehn Metern jedoch genau auf den Torhüter zielte, lag der Ausgleich in der Luft. Auf der Gegenseite trafen die Gäste kurz vor Schluss nach einem Konter noch einmal den Pfosten, so dass es schließlich beim 1:2 Endstand blieb, der die Situation für die Büttelborner Mannschaft weiter verschärfte.

Torfolge: 1:0 Th.Deußer (36.), 1:1 Tollkühn (53./Handelfmeter), 1:2 Gerhardt (76.)

Aufstellung SKV Büttelborn: A.Kuberczyk; D.Eitle, O.Nold, J.Mortsiefer; T.Deußer, A.Bielow, St.Ebert, M.Argentino (80.  P.Nießing), Ch.Boettcher; R.Küllmer (60. T.Oezkan), S.König (60. E.Oliviero)




RW Darmstadt II - FSV Schneppenhausen 1:0 (0:0)
[FSV] Im Spitzenspiel bei Rot-Weiß Darmstadt II musste der FSV Schneppenhausen am vergangenen Sonntag (11.03.) eine 0:1 Niederlage hinnehmen und hat sich bei nun zehn Punkten Rückstand wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Wie schon in einigen Spielen zuvor während der laufenden Saison scheiterte der FSV am eigenen Unvermögen. Von Spielbeginn an machte der FSV die Räume eng und ließ der Reserve von Rot-Weiß Darmstadt keine Möglichkeit konstruktiv nach vorne zu spielen. Der ballführende Akteur wurde sofort attackiert, das Ergebnis waren immer wieder ungenaue Zuspiele in die Spitze, die von der Schneppenhäuser Hintermannschaft abgefangen wurden. Im Spiel nach vorne ließen die Gäste allerdings das variantenreiche Angriffsspiel der letzten Partien vermissen. Dies lag nicht zuletzt an der Abwehr der Rot-Weißen, die nach Ginsheim die wenigsten Gegentore in dieser Saison zuließ. Deshalb muss man bemängeln, dass die vorhandenen Torgelegenheiten einfach zu leichtfertig vergeben wurden. Die beste Möglichkeit in Durchgang eins vergab Hadi, der mit seinem Schuss knapp am Darmstädter Tor vorbeizielte.
Nach dem Wechsel bot sich ein unverändertes Bild. Schneppenhausen bestimmte das Spielgeschehen, setzte sich in den entscheidenden Situationen aber nicht konsequent durch. Wie es dann meist kommt, erzielte Darmstadt mit einem der wenigen Gegenangriffe durch Götz (58.) die schmeichelhafte Führung für die Heimelf. Auch nach dem Rückstand war der FSV bemüht zumindest den Ausgleich zu erzielen und einen Punkt mitzunehmen. Doch mit Glück und Geschick brachten die Gastgeber den knappen Vorsprung über die Zeit.

Torfolge: 1:0 Götz (58.)

Aufstellung FSV Schneppenhausen: Sven Pavone, Remo Stümpel, Cengizhan Ayaz, Wilson Rufino, Erol Demirtas, Jürgen Brüninghaus, Rachid Hadi (68. Johnny Valle), Wolfgang Mahr, Georgios Ioannidis, Carsten Grünewald, Marcus Piedimonte (75. Miodrag Vucenovic)


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Letzte Änderung amFreitag, 30 März 2007 16:40
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