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Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau

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Spt. 25: Groß-Gerau stolpert über Ober-Beerbach

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Tabellenführer VfR Groß-Gerau musste sich nach neun siegreichen Spielen in Folge der SKG Ober-Beerbach mit 0:2 geschlagen geben und ermöglichte somit dem VfB Ginsheim aufzuschließen. Der VfB hatte bei seinem Heimspiel gegen SG Modau keine Mühe und siegte deutlich mit 9:0. Neuer Tabellendritter ist der FSV Schneppenhausen, der 1:0 gegen Opel Rüsselsheim gewann. Durch eine beachtliche Serie von sechs Siegen und einem Unentschieden aus den letzten sieben Spielen hat sich Germania Pfungstadt auf Rang vier vorgeschoben. Gegen Bezirksoberligamitabsteiger TSV Trebur gewannen die Germanen mit 3:1. RW Darmstadt unterlag dem SV Nauheim mit 4:2 und rutschte auf Platz fünf ab. Im Tabellenkeller gab es einige bemerkenswerte Ergebnisse. Die SG Arheilgen verschaffte sich durch das 3:1 gegen SKV Büttelborn etwas Luft im Abstiegskampf. Olympia Biebesheim setzte sich bei SKG Bickenbach mit 4:1 durch und Concordia Gernsheim gewann gegen Schlusslicht FSV Raunheim mit 4:0.




VfB Ginsheim - SG Modau 9:0 (2:0)
[VfB] Der VfB Ginsheim bleibt mit einem Kantersieg Tabellenführer Groß-Gerau auf den Fersen. Die Gäste aus Modau konnten die Partie nur in den Anfangsminuten ausgeglichen halten und waren in der 2. Halbzeit dem Ginsheimer Sturmwirbel nicht gewachsen.
Ginsheim zog vom Anpfiff an gegen den Tabellenvorletzten SG Modau ein schnelles Offensivspiel auf. Diesem Tempo waren die defensiv eingestellten Gäste nur in den ersten 20 Minuten gewachsen. Nachdem Jürgen Marker zwei Chancen nicht verwerten konnte, ein Kopfball ging übers Tor, sein 16m-Schuß faustete TW Ludwig zur Ecke, war es Stefan Jovanovic vorbehalten, für die ersten Treffer des Spiels zu sorgen. Beim 1:0 setzte er sich im Dribbling vorm Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und bezwang Modaus Torwart mit strammem Flachschuss ins lange Eck. Das 2:0 bereitete Marker mit geschicktem Kurzpass vor, Jovanovic hob den Ball über den herausstürzenden Ludwig. Dazwischen scheiterte Julian Klupp zweimal knapp am Torwart. Den einzigen Angriffszug Modaus in der ersten Hälfte entschärfte Torwart-Oldie Udo Kaltenbach, der den erkrankten Achim Groß vertrat, mit beherztem Herauslaufen.
In der zweiten Halbzeit bei nun stürmischem Regenwetter konnte Modau dem Ginsheimer Angriffswirbel immer weniger entgegensetzen und schwächten sich zudem selbst durch eine Gelb-Rote Karte gegen Helfmann. Einen Freistoß drosch Jovanovic zu seinem 3. Treffer in die Maschen, zuvor war Tim Kettenring kurz vor der Strafraumecke gelegt worden. Kettenring war auch Vorbereiter des 4:0, seine gefühlvolle Flanke versenkte Marker per Kopf ins untere Eck. Wiederum Marker erzielte aus kurzer Distanz das 5:0, diesmal auf schnelle Hereingabe des eingewechselten Andreas Frosch. Dann war der agile Frosch selbst an der Reihe, erzielte innerhalb von 20 Minuten einen Hattrick. Dem 6 : 0 ging ein präziser Pass Lombardos voraus, Frosch umkurvte TW Ludwig und brauchte dann nur noch einzuschieben. Seinen nächsten Treffer bereite Sturmpartner Klupp mustergültig vor, Frosch brauchte nur noch den Fuß in seinen Querpass zu halten. Und schließlich nahm Frosch einen Diagonalpass Marco Kureks in den Lauf mit und hatte Glück, dass nach einem Pressschlag mit dem herauseilenden Torwart der Ball ins Tor trudelte. Dazwischen erzielte Klupp ein Tor, das der Schiedsrichter wegen Abseitsstellung nicht anerkannte und Lombardo zog einen 18m-Schuß knapp über die Latte. Den Schlusspunkt setzte Kettenring in der letzten Spielminute, sein Kopfballaufsetzer nach Sven Hübners Flanke sprang unhaltbar in den Winkel.

Torfolge: 1:0 (23.), 2:0 (36.), 3:0 (50.) alle Jovanovic, 4:0 Marker (54.), 5:0 Marker (58.), 6:0 (65.), 7:0 (75), 8:0 (86.) alle Frosch, 9:0 Kettenring (90.)

Aufstellung VfB Ginsheim: Udo Kaltenbach -- Sebastian Pommer (62. Robin Giesel), Bernd Fiedler, Oliver Handler, Sven Hübner - Tim Kettenring, Markus Braumann (57. Marco Kurek), Jürgen Marker, Domenico Lombardo -- Stefan Jovanovic (57. Andreas Frosch), Julian Klupp - weiter standen zur Verfügung: Florian Trippel, 2. TW Mike Winkler

Zuschauer: 60




SG Arheilgen - SKV Büttelborn 3:1 (0:0)
[SKV] Im freien Fall befindet sich zur Zeit die Mannschaft der SKV Büttelborn, die sich immer schneller den Abstiegsplätzen nähert. Nur noch vier Zähler trennen die Elf nach der vierten Niederlage in Folge vom Relegationsrang und in Anbetracht des derzeitigen Leistungsniveaus und der kommenden Aufgaben muss wirklich mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Es ist einfach unerklärlich, dass eine Mannschaft, die in den Wochen vor Weihnachten nur so vor Siegeswillen strotzte und dies auch auf dem Platz in entsprechende Ergebnisse umsetzte, plötzlich nichts mehr zustande bringt. Sicherlich, in Arheilgen musste Trainer Pertot gleich auf fünf Stammkräfte verzichten, die Platzverhältnisse waren alles andere als gut und in zwei Situationen hätte der Unparteiische durchaus auf Strafstoß für die SKV entscheiden können. Doch sind dies nur Fakten, um der Chronistenpflicht genüge zu tun und sollten nicht als Begründung für die erneut enttäuschende Vorstellung herangezogen werden. Zwar konnte man dem Team das Bemühen nicht absprechen, doch blieb vieles nur Stückwerk. Besonders im Aufbauspiel hakt es zur Zeit ganz besonders. Bereits aus der Defensive unterliefen der SKV am vergangen Sonntag zahlreiche Fehlpässe, was sich auch im Mittelfeld fortsetzte und im Angriff endete. Kombinierte die Mannschaft in der Vorrunde noch sehenswert und scheiterte lediglich an ihrer mangelhaften Chancenverwertung, so spielt sie sich jetzt kaum noch Möglichkeiten heraus. Dies ist das eigentlich beklagenswerte an den Büttelborner Auftritten der letzten Wochen und wurde auch in Arheilgen wieder mehr als deutlich. Dabei bot sich gegen die keineswegs sattelfesten Gastgeber genügend Platz für Konterangriffe, doch was die SKV daraus machte, war mehr als kläglich. In vielen entscheidenden Szenen wurde der Ball verstolpert oder es folgte ein Fehlpass. Durch Unkonzentriertheiten im Passspiel baute man auch den eigentlich harmlosen Gegner auf und ermöglichte diesem einige gefährliche Situationen.
In der schwachen und zerfahrenen Partie ging es zu Recht ohne Tore in die Pause, aus der Arheilgen mit etwas mehr Schwung als die SKV kam. Die ohne Frage ebenfalls limitierten Bemühungen der Gastgeber wirkten zielstrebiger und entschlossener, als die viel zu langsamen und unsicheren Aktionen der Büttelborner Elf. Beim gegnerischen Führungstreffer in der 59. Minute machte Torhüter Kuberczyk, der in der ersten Hälfte noch mit einer glänzenden Reaktion einen Rückstand verhindert hatte, keine gute Figur, weil ihm ein eigentlich harmloser Schuss über die Hände ins Netz rutschte. Doch nur zwei Minuten später konnte Tommi Baum nach einem der wenigen sehenswerten Angriffe der SKV den Ausgleich markieren und die Mannschaft schien dadurch neuen Auftrieb zu bekommen. Der sich andeutende Aufschwung erhielt aber nur weitere zwei Minuten einen Dämpfer, als die Gastgeber unbedrängt über die Außenposition zum Zug kamen und die anschließende Flanke von einem sträflich freistehenden Angreifer ins Netz bugsiert wurde. Dieser Treffer bedeutete bereits die Entscheidung, weil die SKV in der verbliebenen Spielzeit zwar optisch überlegen, jedoch viel zu planlos und ohne Durchschlagskraft agierte. Zwei gute Schusschancen von Oliver Nold und Marco Pertot, waren die einzige Ausbeute, wobei der Erstgenannte nur um Haaresbreite das Tor verfehlte, während Marco Pertots Schuss vom Torhüter pariert wurde. Für die Gastgeber ergaben sich in der Schlussphase immer öfter gute Kontermöglichkeiten, mit denen sie jedoch recht leichtfertig umgingen. Aufgrund der Büttelborner Angriffsschwäche konnten sie sich dies jedoch leisten und eine Minute vor Ende der Partie gelang ihnen nach einem Freistoß sogar noch das 3:1. Für die SKV hat sich mit dieser Niederlage die Situation bedrohlich zugespitzt und es sollte auch dem letzten Akteur klar geworden sein, dass nun mit größter Entschlossenheit gegen den Abstieg gekämpft werden muss.

Torfolge: 1:0 Orta (59.); 1:1 T. Baum (61.); 2:1 Castritius (63.); 3:1 Schuhmann (88.)
 
Aufstellung SKV Büttelborn: A.Kuberczyk; D.Eitle, O.Nold, J.Mortsiefer (83. T.Habann); T.Deußer, A.Bielow (34. A.Mortsiefer), E.Oliviero, T.Baum, T.Oezkan(69. M.Pertot);  R.Küllmer, S.König




FSV Schneppenhausen - Opel Rüsselsheim 1:0 (:)
[FSV] Nach der unglücklichen Niederlage in der Vorwoche bei Rot-Weiß Darmstadt II, bei der man das Spiel klar bestimmte, am Ende aber 0:1 unterlag, setzte man sich am vergangenen Sonntag (18.03.) gegen den SC Opel Rüsselsheim mit 1:0 durch.
Dabei zeigte sich der Gast aus Rüsselsheim stark verbessert gegenüber dem Hinspiel, in dem Schneppenhausen mit 10:0 Toren die Opelstädter klar deklassierte. In einer insgesamt gesehen aber schwachen Begegnung hätten die Rüsselsheimer einen Punkt verdient gehabt. In der Anfangsphase war der FSV optisch überlegen, kam aber zu wenig Zählbarem. Die erste gute Möglichkeit im Spiel besaß der Gast nach 30 Minuten, als Manfred Fleps aus aussichtsreicher halblinker Position am Schneppenhäuser Tor vorbeischoss. FSV Schlussmann Pavone wäre hier wohl chancenlos gewesen. Zwar boten sich auch für den FSV Gelegenheiten, zum Beispiel setzte Valle nach Mahrs Hereingabe das Leder über das von Weigel gehütete Opel-Tor. Für den Anspruch der Gastgeber war das Gebotene aber einfach zu wenig. Mit gütiger Mithilfe des Rüsselsheimer Schlussmanns fiel dann auch das Tor des Tages. Nach einer Rückgabe schießt Weigel Marcus Piedimonte an, der das Leder unter Kontrolle bringt und alleine auf das Gästetor zusteuert, im letzten Moment aber regelwidrig im Strafraum gebremst wird. Wie gewohnt sicher verwandelt Demirtas in der 41. den fälligen Strafstoß.
In der Pause setzte dann der große Regen ein. Mit zehnminütiger Verspätung startete die zweite Halbzeit, die wohl aber nur auf dem Rasen bleibende Spuren hinterließ. Ein kontrolliertes Spiel war auf dem komplett unter Wasser stehenden Platz so gut wie nicht mehr möglich. Erst gegen Ende der Begegnung, nachdem das Geläuf einigermaßen abgetrocknet war, entwickelten sich wieder ansehnliche Spielzüge. Dabei wäre sowohl der Ausgleich für Rüsselsheim, als auch der zweite Treffer für Schneppenhausen möglich gewesen. Unter anderem scheiterte zuerst Ioannidis mit seinem Freistoß (73.) aus 18 Metern wie auch kurz vor Schluss Grünewald aus kurzer Distanz an Gästetorhüter Weigel. Insgesamt gesehen eine eher schwache Begegnung, bei der wohl nur der dreifache Punktgewinn und ein über Wochen ramponierter Rasen in Erinnerung bleiben werden.

Torfolge: 1:0 Demirtas (41./Foulelfmeter)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Kafetzis (71., Opel Rüsselsheim wg. wiederholtem Foulspiel)

Aufstellung FSV Schneppenhausen: Sven Pavone, Remo Stümpel, Cengizhan Ayaz, Wilson Rufino, Erol Demirtas, Jürgen Brüninghaus, Wolfgang Mahr, Georgios Ioannidis, Carsten Grünewald, Marcus Piedimonte (74. Jorge Lopez), Johnny Valle (68. Rachid Hadi) - weiter zur Verfügung: Piero Lauria, Miodrag Vucenovic, Andreas Mücke




RSV Germania Pfungstadt - TSV Trebur 3:1 (3:1)
[RSV] Viertes Spiel - Vierter Sieg: Der RSV Germania 03 setzte seinen beeindruckenden Lauf nach der Winterpause in der Bezirksliga West auch gegen den TSV Trebur fort und schickte die Gäste mit einem vollauf gerechten 3:1-Erfolg auf die Heimreise.
Pünktlich zum Anpfiff hatte der Wettergott ein Einsehen und schloss die zuvor weit geöffneten Regenschleusen. Trainer Rafael Sanchez vertraute dem Prinzip „Never change a winning Team“ und schickte zum vierten Mal die selbe Anfangsformation auf das schwer bespielbare Geläuf. In dem Duell zweier Teams aus dem oberen Tabellenmittelfeld verzeichnete der Mitabsteiger aus der Bezirksoberliga den besseren Start und ging folgerichtig in Führung. Eine Ablage von Hajo Facchinetti schlenzte TSV – Oldtimer Francisco Ortega gefühlvoll ins lange Eck. Doch mit dem raschen Ausgleich erfuhr der Matchverlauf eine Wende. Hysein Güler scheiterte zunächst mit einem strammen Linksschuss noch an Keeper Stephan Feldmann. Den Abpraller lenkte Daniel Fissel geistesgegenwärtig zum besser postierten Manuel Meixner weiter und dieser schob zum 1:1 ein. Die Germania bekam durch diese schnelle Antwort Oberwasser und nutzte die Treburer Verunsicherung konsequent aus. Meixners Flankenversuch landete am Torbalken, Güler staubte das zurücktrudelnde Leder in Goalgettermanier zum 2:1 ab und untermauerte seine klasse Torquote (fünfter Treffer im vierten Einsatz). Das I-Tüpfelchen war dem Spielertrainer vorbehalten: Noch vor der Halbzeit markierte Sanchez per Dropkick den Endstand und setzte einem überzeugenden ersten Durchgang die Krone auf. Ein Rädchen griff ins andere, das Mannschaftsgefüge passte in allen Teilen.
Die Geschichte des zweiten Abschnittes ist schnell erzielt. Der Regen kehrte in massivem Ausmaße zurück und ließ ein kontrolliertes Fußballspiel nicht mehr zustande kommen. Das Zufallsprinzip regierte auf dem malträtierten Rasen. Beide Seiten konnten sich aufgrund der schwierigen Verhältnisse keine Torchancen mehr erarbeiten. Höhepunkt der durchnässten Aktionen war noch die Ampelkarte für Fachhinetti, als er den Ball trotz der akustisch deutlichen Unterbrechung des Schiedsrichters ins verwaiste Gehäuse drosch. Die Germania brachte den vierten Sieg in Folge des laufenden Jahres problemlos über die Runden.
Leider wohnten nur rund 50 unentwegte Zuschauer dem ersten „Dreier“ seit gut zwanzig Jahren am Grünen Steg gegen den Heimangstgegner bei. Die katastrophalen äußeren Bedingungen und das gleichzeitig angesetzte Derby der zweiten Mannschaft beim Nachbarn TSV Pfungstadt verhinderten eine größere Kulisse. Die nunmehr 19 Punkte aus den vergangenen sieben ungeschlagenen Begegnungen belegen die ausgezeichnete Form des Rasensportvereins und schlagen sich im Klassement durch den Vorstoß auf die vierte Position nieder. Auch am nächsten Sonntag sollte beim designierten Absteiger SG Modau (Anstoß 15Uhr) einem Ausbau der erfreulich positiven Serie nichts im Wege stehen.

Torfolge: 0:1 Ortega (17.), 1:1 Meixner (20.), 2:1 Güler (24.), 3:1 Sanchez (38.)

Aufstellung RSV Germania Pfungstadt: Schambach – Sanchez – Klauck, Huxhorn – Fissel, Hübner, Manzone (71. Yagiz), Ayguen, Benzler (63. Karatas) – Güler, Meixner (73. Hadi)

Aufstellung TSV Trebur: Feldmann – Celik – Breul, Forg – Tittes, Rauser (63. Jemi), Hölz, Ortega (85. Wurm), Schenkel (70. Eckert) – Fuhlroth, Facchinetti

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot gegen Facchinetti (62./Trebur)

Zuschauer: 50

Schiedsrichter: Jung, Sandbach

Gelbe Karten: Huxhorn, Ayguen, Benzler – Feldmann, Rauser, Ortega, Eckert


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Letzte Änderung amFreitag, 30 März 2007 16:40
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