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Lilien schaukeln frühes Elfertor über die Zeit und marschieren in die zweite Pokalrunde

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Anders als vor ziemlich genau einem Jahr (1:3 in Regensburg) hat sich der SV Darmstadt 98 während der saisonalen Erstausgabe des DFB-Pokals nicht bei einem euphorisierten Zweitligaaufsteiger auf die Hörner nehmen lassen und übersprang am Freitagabend mit einem 1:0-Erfolg die hohe Hürde 1. FC Magdeburg. Das entscheidende Tor erzielte Tobi Kempe bereits in der dritten Minute per Foulelfmeter.

1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98  0:1

FCM: Brunst, Handke, Müller (81. Berisha), Rother, Lohkemper (62. Costly), Hammann, Butzen, Weil, Bülter (62. Osei Kwadwo), Niemeyer, Beck

SVD: Heuer Fernandes, Höhn, Franke, Sulu, Holland, Mehlem (83. Rieder), Medojevic, Kempe, Heller (90. + 3 Sirigu), Jones, Dursun (90. Boyd)

Tor: Kempe 3. FE

Zuschauer: 20170

Höhn für Sirigu und Mehlem für Stark lauteten die beiden personellen Startelfveränderungen, die Trainer Dirk Schuster an seiner alten Kickwirkungsstätte für den heißen Pokalabend in Magdeburg vorsah. Zu seiner aktiven Zeit verteidigte Schuster allerdings noch im alten Ernst Grube –Stadion. In der vor zwölf Jahren auf dem gleichen Areal aus dem Boden gestampften MDCC-Arena lief eine Mannschaft des SV98 erstmals auf.

Schneller als erwartet durften die Lilien das Debüttor auf dem ungewohnten Ground des Magdeburger Hexenkessels bejubeln. Nach einem hohen Ball in den Sechzehner tackelte Nico Hammann den enteilten Marvin Mehlem regelwidrig und der Schiedsrichter deutete sofort auf den Punkt. Standardspezialist Tobias Kempe übernahm wie gewohnt die Verantwortung und verlud souverän aus elf Metern FCM-Keeper Brunst. Dass dieser frühe Einschlag die einzige Bude der Partie bleiben würde, konnte zu diesem Zeitpunkte natürlich niemand prognostizieren.

Nach der Blitzführung zog sich der Sportverein etwas zu weit zurück und überließ den Hausherren die Initiative. Bis zur Pause hatte der einstige Europapokalsieger drei gute Chancen zum Ausgleich. Zweimal war Daniel Heuer Fernandes reaktionsschnell auf dem Posten und einmal spitzelte der sachsen-anhaltinische Goalgetter Christian Beck den Ball am Gehäuse vorbei, weshalb die Gästeführung zur Pause von einigen Schmeicheleinheiten garniert wurde.

Im zweiten Abschnitt verdienten sich die vom bestimmt nicht am Langen Lui aufgewachsenen SKY-Reporter gefühlte 98mal als „Darmsteder“ bezeichneten Südhessen allerdings den Cuptriumph. Die Lilien gingen nun entschlossen auf das zweite Tor. Die besten Gelegenheiten hierfür vergaben Kempe (Volleyabnahme knapp drüber) und Dursun (sein Kopfball zischte ebenfalls haarscharf am Ziel vorbei). So musste der Sportverein in der Schlussphase erneut die Gunst Fortunas bemühen, als Beck freistehend wiederum sein Visier nicht richtig eingestellt hatte und Handkes Kopfball ins Aus statt ins Netz zischte.

Wenig später pfiff der Referee ab und besiegelte im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit den Vorstoß in die lukrative zweite DFB-Pokalhauptrunde, für die der SV98 selbstredend auf ein attraktives Heimspiel hofft. Im Ligaalltag geht es am nächsten Freitag vor eigenem Publikum weiter, wenn die Zebras aus Duisburg ans Bölle galoppieren.

Letzte Änderung amFreitag, 17 August 2018 23:31
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