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2. Bundesliga

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Holland-Einfädelung rettet dem SV98 einen Punkt

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Der erste Heimsieg seit September 2017 lässt weiter auf sich warten. Am Samstagnachmittag trennte sich der SV Darmstadt 98 vom zuletzt so schwächelnden FC Ingolstadt 1:1, was den Gästen tabellarisch eher half als den fortan auf der vorletzten Stufe zitternden Lilien. Tobi Kempe sicherte nach einem 0:1-Pausenrückstand mit einem verwandelten Strafstoß immerhin den Fortbestand der kleinen Serie von jetzt drei ungeschlagenen Begegnungen.

SV Darmstadt 98 – FC Ingolstadt  1:1

SVD: Heuer Fernandes, Höhn, Sulu, Großkreutz, Kamavuaka, Holland, Stark (46. Rosenthal), Kempe, Jones, Ji, Boyd (82. Atik)

FCI: Nyland, Matip, Wahl, Levels, Gaus, Christiansen, Schröck, Kittel, Leipertz (74. Lex), Pledl (90. Otavio), Hartmann

Tore: 0:1 Leipertz 18. 1:1 Kempe 67. FE

Zuschauer: 14000

Mit drei Startelfveränderungen versuchte 98-Coach Dirk Schuster, das Unternehmen erster Heimsieg unter seiner Comeback-Regie zu forcieren. Nach abgesessenen Sperren kehrten Immanuel Höhn und Kevin Großkreutz in die blau-weiße Mannschaft zurück. Außerdem ersetzte Terrence Boyd den verletzten Felix Platte im Sturmzentrum.

Nach einer zerfahrenen und vom Kampf bestimmten Anfangsphase machte sich das spielerische Übergewicht der Schanzer langsam bemerkbar. Der aufgrund von drei zuletzt kassierten Niederlagen ebenfalls im Gefahrenboot sitzende Bundesligamitabsteiger kickte den versierteren Ball und ging verdient in Führung. In der 18. Minute brannte den 98er-Fans der Kittel, als der gleichnamige FCI-Kreativspieler mustergültig seinen Teamkollegen Leipertz bediente und dieser abgezockt zum 0:1 einlochte.

Die geschluckte Pille stieß dem Sportverein lange bitter auf. Im ersten Durchgang fanden die Lilien mit einer Ausnahme keine Antwortmöglichkeit. Nach einer halben Stunde köpfte Boyd die Kugel in Folge einer hohen Großkreutz-Hereingabe an den linken Pfosten. Auch wenn sie hochkarätig war, blieb dies die einzige Ausgleichschance vor dem Seitenwechsel.

Coach Schuster reagierte zur Pause und schickte Jan Rosenthal für den gelb-rot gefährdeten Yannick Stark auf das Bölle-Grün. Und in der Tat steigerten die 98er ihre Offensiv-Bemühungen, was Mitte der finalen Hälfte mit der Egalisierung belohnt wurde. Allerdings benötigte der Sportverein hierfür das (wir nennen es mal) „Geschick“ von Fabian Holland, der im Sechzehner unbedingt den Kontakt zu seinem Gegenspieler Wahl suchte. Schiedsrichter Siewer ahndete den „Zusammenprall“ als Foul am blau-weißen Außenverteidiger und deutete trotz allen verständlichen Gästeprotesten auf den Punkt. Glücklicherweise aus Lilien-Sicht existiert in der Zweiten Liga halt kein Videobeweis.

Tobi Kempe übernahm die Verantwortung und zimmerte in „Johan Neeskens – Manier“ den Ball ins Netz. In der Schlussphase hatte Ji sogar den Siegtreffer auf dem Schlappen, scheiterte jedoch an Keeper Nyland. Auf der anderen Seite leistete Fortuna den Hausherren erneut ein wenig Beistand, als Lex und Hartmann mit ihren Abschlussversuchen das Ziel verfehlten.

So wanderte nach zuletzt drei Pleiten gegen den oberbayrischen „Angstgegner“ wenigstens ein Unentschieden auf das 98er-Konto, weshalb das definitiv rettende Ufer immer noch vier Zähler entfernt ist. Zwei Punkte sind es noch zum Relegationsrang, wobei die dort kauernden Erzgebirgler aus Aue am Sonntag bei Union Berlin noch zulegen können. Die nächsten drei von noch acht verbleibenden Partien lotsen den Sportverein jetzt gegen die Topp Drei der Rangliste (Nürnberg, Düsseldorf, Kiel). Los geht diese schwere Matchtrilogie am Sonntag (18.03.) mit dem Klassiker beim alten Erzrivalen im Frankenland, wo die Lilien noch nie gewinnen konnten. Aber wie heißt es so schön: Es gibt immer ein erstes Mal…     

Medien

Letzte Änderung amSonntag, 11 März 2018 01:09
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