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2. Bundesliga

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Am Millerntor reißen die Erfolgsserien

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Am Freitagabend musste der SV Darmstadt 98 im Rahmen des zweiten Zweitligaspieltags einige Dämpfer einstecken. Nach saisonübergreifend einem Dutzend ungeschlagenen Partien setzte es mal wieder eine Niederlage. Das 0:2 beim FC St. Pauli bedeutete zudem die erste Pleite gegen den Kiezklub seit Juli 1992. Dadurch dürfen sich die Gastgeber über einen optimalen Rundeneinstieg freuen, während der Sportverein nach zwei Begegnungen mit drei Punkten bilanziert ist.

FC St. Pauli – SV Darmstadt 98   2:0

St. P.: Himmelmann, Dudziak, Ziereis, Avevor, Buballa, Knoll, Neudecker, Flum, Buchtmann (90. Nehrig), Möller Daehli 77. Sobota), Allagui (73. Diamantakos)

SVD: Heuer Fernandes, Sirigu, Franke, Sulu, Holland (81. Boyd), Stark (64. Mehlem), Medojevic (90. Rieder), Kempe, Heller, Jones, Dursun

Tore: 1:0 Neudecker 52. 2:0 Buchtmann 85.

Zuschauer: 29140

Einen Katzensprung von der Reeperbahn entfernt feierte Marcel Heller nicht unerwartet sein Comeback im Lilientrikot. Nach einem zwölfmonatigen Aufenthalt in der Augsburger Puppenkiste schickte Dirk Schuster den Flügelflitzer, der vor Wochenfrist gegen Paderborn noch gesperrt war, umgehend in die Startelf. Seinen zuvor letzten 98er-Einsatz bestritt „MH20“ im Mai 2017 beim abschließenden Bundesligaspiel vor der Rückversetzung in Liga Zwei (2:2 in Mönchengladbach, wobei Heller in der Schlussminute den Ausgleich zum Endstand erzielte). Für den heimgekehrten Offensivspieler musste Marvin Mehlem weichen. Ansonsten vertraute der Darmstädter Coach der gleichen Aufstellung wie beim 1:0-Saisonauftaktsieg gegen den SCP.

Nach leichten Anpassungsschwierigkeiten biss sich der SV98 in das Duell der beiden alten Rivalen hinein. St. Pauli vermasselte in Person von Flum noch eine gute Chance, ehe sich die Gäste endgültig anmeldeten. Die gewohnte Standardstärke hätte beinahe zur Führung verholfen, aber St. Pauli-Keeper Himmelmann kratzte einen Kopfball von Aytac Sulu per Glanzparade über den Balken. Auch Serdar Dursun vergab in Folge des optisch schönsten Vorstoßes einen Treffer. Sein Abschluss war zu unplatziert, so dass Himmelmann erneut abwehren konnte.

Zur Pause ging das torlose Remis in Großem und Ganzen in Ordnung. Nach dem Seitenwechsel warfen die Lilien allerdings nicht mehr ihre Defensivstabilität in die Waagschale - warum auch immer. Zu viel Passivität und ein Stellungsfehler mündeten im 1:0 des völlig blank stehenden St. Pauli – Kickers Neudecker. Danach entpuppten sich die Ausgleichsbemühungen als zu halbgar, um echte Torgefahr herbeizuführen. Lediglich bei einem Kopfball von Marcel Franke roch es einigermaßen nach einer Egalisierung. Auf der anderen Seite „verschenkte“ Kiez-Stürmer Allagui die vorzeitige Entscheidung. Deshalb durften die 98er bis in die Schlussphase auf den Lucky Punch für ein Erfolgserlebnis hoffen, ehe ein ganz schwaches Zweikampfverhalten von Medojevic Neudecker zum Flanken einlud und Buchtmann abstaubbereit die Vorleistung einlochte.

Damit war das Ding durch und der Sportverein musste letztendlich einen verdienten Rückschlag akzeptieren. Die erste Niederlage seit Februar (1:2 gegen Kaiserslautern) werden Dirk Schuster und seine Mannschaft jetzt verarbeiten und sich auf die nächste Aufgabe vorbereiten. Die führt den blau-weißen Tross am nächsten Freitag zum Debüt nach Magdeburg, wo man in der ersten DFB-Pokalhauptrunde gefordert ist. Der Ligareigen geht in vierzehn Tagen mit einem Heimmatch gegen die Duisburger Zebras weiter.  

Letzte Änderung amSamstag, 11 August 2018 23:22
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