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2. Bundesliga

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3:0 - In der zweiten Hälfte bändigt Marcel Heller die Zebras

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Der SV Darmstadt 98 hat auch sein zweites Rundenheimspiel ohne Gegentor gewonnen. Am Freitagabend mussten sich die Lilien-Fans gegen den MSV Duisburg bis zur 68. Minute gedulden, bis „Heimkehrer“ Marcel Heller mal so richtig den Knoten platzen ließ. Nach seinem 1:0 legte Heller auch noch die restlichen beiden Tore auf und war somit „Man of the Match“ beim 3:0-Erfolg über die Zebras.

SV Darmstadt 98 – MSV Duisburg  3:0

SVD: Heuer Fernandes, Höhn, Franke, Sulu, Holland, Mehlem (73. Wurtz), Medojevic (90. Stark), Kempe (87. Kamavuaka), Heller, Jones, Dursun 

MSV: Davari, Bomheuer, Wiegel, Fröde. Wolze, Oliveira-Souza (69. Gyau), Neumann, Stoppelkamp, Sukuta-Pasu, Tashshy (75. Verhoek), Schnellhardt

Tore: 1:0 Heller 68. 2:0 Dursun 74. 3:0 Kempe 86.

Zuschauer: 15170

Dirk Schuster vertraute die Wunschvorgabe zweiter Sieg im zweiten Saisonheimspiel exakt der gleichen Startaufstellung an, die in Magdeburger Hexenkessel die Pokalerstrundenkastanien ohne Brandverletzungen aus dem Feuer holte. Im Duell der blau-weißen Traditionsvereine entwickelte sich in den ersten 35 Minuten ein etwas fades „Mau-Mau – Gekick“ – zumindest was die Offensivszenerie betraf. Man merkte beiden Teams an, dass ihnen die Produktion von Torgefahr nicht leicht fiel. Kein Wunder, denn die Lilien hatten in den beiden vorausgegangenen Ligabegegnungen erst ein Mal ins Schwarze getroffen (Dursun zum goldenen 1:0 gegen Paderborn), während die Zebras noch gar nicht den Ball über die Linie befördern konnten.

Gegen Ende der ersten Hälfte fielen dann die Scheuklappen herunter. Den Anfang machte MSV-Stürmer Sukuta-Pasu, der freistehend aus zwei Metern die Kugel weiter über den Kasten drosch. Der SV 98 beantwortet diese Großchance mit zwei Aluminiumtreffern von Dursun binnen 120 Sekunden. Zunächst lenkte der Frontangreifer eine Flanke von Jones gegen die Latte und wenig später riss MSV-Keeper Davari nach einer eigentlich verunglückten Abnahme Dursuns die Pranke hoch, so dass die Pille wiederum nur gegen die obere Abgrenzung zischte. Sulu komplettierte noch vor dem Pausengong den Darmstädter Hochkaräterhattrick und köpfte lediglich Zentimeter über das Gehäuse.

Im zweiten Abschnitt ließen die Höhepunkte wieder länger auf sich warten, ehe Marcel Heller zur Schlussoffensive blies. Und wie: Der Flügelflitzer war nun in seinem Element, so wie man ihn aus den Durchmarschjahren kannte. Nachdem eine Dursun-Bude wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde, führte wenig später die zweite enge Situation zur bahnbrechenden Führung. Dursun verlängerte mit dem Kopf, die Pfeife des Schiris blieb diesmal stumm, Heller hatte freie Bahn, umkurvte den Goalie und schob zum 1:0 ein.

Damit war dem Zebra der Zahn gezogen. Sechs Minuten nach der Erlösung tauschten Heller und Dursun die Rollen. Diesmal bereitete Heller vor und Dursun „wampte“ den Ball mit seinem Bauch in die Maschen. Die resignierenden respektive nun die rote Laterne um den Hals tragenden Zebras mussten sogar noch einen dritten Einschlag hinnehmen. Erneut tanzte Heller einen Sirtaki mit den Meiderichern, bei denen er sich in der Spielzeit 08/09 seine ersten Zweitligameriten verdiente. Hellers Hereingabe köpfte der blank im „Fünfer“ lauernde Tobi Kempe zum 3:0-Endstand ins Netz.

Durch den zweiten Heimtriumph sind die Lilien jetzt mit sechs Punkten aus zwei Partien notiert und wollen am übernächsten Sonntag (02.09.) auf der Ostalb beim 1. FC Heidenheim nun auch die ersten saisonalen Ligaauswärtsfrüchte ernten.

Letzte Änderung amFreitag, 24 August 2018 22:57
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