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2. Bundesliga

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Dritter Ligasieg in Serie steht auf dem 98er-Wunschzettel

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Nach der vierzehntägigen Länderspielpause will der SV Darmstadt 98 nahtlos an die gute Form und die positiven Ergebnisse vor der Punktspielunterbrechung anknüpfen. Am Samstag (Anstoß 13Uhr) sind die Lilien auf dem berühmten Papier in der Favoritenstellung, wenn das aktuelle Tabellenkellerkind SV Sandhausen an der Nieder-Ramstädter Straße vorstellig wird.

Eine andere Voreinschätzung lassen die ersten vier Saisonergebnisse nicht zu. Während die 98er drei ihrer vier Rundenpartien plus das Pokalmatch in Magdeburg ohne Gegentor gewannen (nur das 0:2 auf St. Pauli tanzte bislang aus der Positivreihe), vermeldet das Ensemble aus der 15000-Seelengemeinde nahe Heidelberg einen klassischen Fehlstart. Immerhin glückte Sandhausen nach drei Auftaktpleiten (1:7 Tore) durch ein torloses Remis gegen Union Berlin beim zurückliegenden Auftritt das erste kleine Erfolgserlebnis, was den Lilien übrigens zum Sprung auf den zweiten Ranglistenplatz verhalf.

Ein großes Dankeschön für diesen „Zulieferdienst“ sollte der SVS am Bölle allerdings nicht erwarten, wo der blau-weiße Hausherr natürlich seinen überaus ordentlichen Saisoneinstiegslauf fortsetzen und sich in der Ranking-Wohlfühloase festbeißen möchte. Die von Coach Dirk Schuster montierten Rädchen (sicher stehende Abwehr, schnelles Umschaltspiel und Effizienz im Torabschluss) sollen erneut greifen und der Konkurrenz signalisieren, dass mit dem SV98 wieder in den Beletage-Sphären der Zweitklassigkeit zu rechnen ist. Auf jeden Fall will die Mannschaft den vor rund einem Jahr erlebten Absturz (Sturz in den Keller trotz einer geglückten Rundenouvertüre) heuer vermeiden und für das Ziel „sorgenfreie Spielzeit“ den nächsten Grundstock legen.

Der am Rand des Hardtwalds im Rhein-Neckar-Kreis wohnende SV Sandhausen breitete sich nach zuvor prinzipiell jahrzehntelanger Fußballbeschränkung innerhalb Baden-Württembergs (zumindest Deutscher Amateurmeister 1978 & 1993) ab 2007 überregional aus. 2012 wurde der Premierenaufstieg in die Zweitklassigkeit gefeiert und seitdem verteidigen die Kurpfälzer gegen das traditionsreiche Establishment hartnäckig ihre sportliche Aufenthaltsberechtigung im Bundesligaunterbau. Jahr für Jahr zeigen sie dem Abstiegsgespenst eine lange Nase und "ärgern" den Favoritenpulk.

Vor diesem „gallischem Engagement“ muss man den Hut ziehen, auch wenn die Erfolgsgeschichte von den heimischen Zuschauern nur unzureichend honoriert wird. Bezüglich Attraktivität respektive Zugkraft lässt der SVS arg zu wünschen übrig und gilt als graue Maus der Liga. Im Heimspielzuschauerschnitt ist das feste Abonnement der roten Laterne permanent sicher und auswärts die Anzahl der Mitreisenden überspitzt ausgedrückt an den Fingern beider Hände abzuzählen.

Trotz der geringen geographischen Distanz sind Blau-Weiß und Schwarz-Weiß erst zum fünften Mal zusammen in einer Spielklasse notiert (Regionalliga 95/96, Dritte Liga 11/12 & Zweite Liga 14/15 sowie 17/18). Als Hauptursache hierfür dienen die Landesgrenze Hessen / Baden-Württemberg und die lange SVS-Restriktion auf der Oberligabildfläche. Die Bilanz ist ausgeglichen (je drei Siege bei zwei Unentschieden). Wenn diese Statistik am Samstag ab ca. 15Uhr wieder der SV98 anführt, wäre der blau-weiße Serienausbau gewährleistet…

Alle Partien vom fünften Zweitligaspieltag:

Fr 14.09. 18.30

Jahn Regensburg – Dynamo Dresden, Union Berlin – MSV Duisburg

Sa 15.09. 13.00

SV Darmstadt 98 – SV Sandhausen, Hamburger SV – 1. FC Heidenheim, Spvgg Greuther Fürth – Holstein Kiel  

So 16.09. 13.30

1. FC Köln – SC Paderborn, VfL Bochum – FC Ingolstadt, Erzgebirge Aue – FC St. Pauli

Mo 17.09. 20.30

1. FC Magdeburg – Arminia Bielefeld

Di 18.09. 18.30

Dynamo Dresden – Hamburger SV  (Nachholspiel)

Letzte Änderung amDonnerstag, 13 September 2018 08:04
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