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2. Bundesliga

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0:3 – Innerhalb einer Viertelstunde bringt sich der SV98 um den Lohn

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Der kölsche Angstgegner hat mal wieder unheilvoll am Bölle vorbeigeschaut. Trotz einer überragenden ersten Halbzeit, in der die Gäste aus Müngersdorf mehrfach den Beistand der Vornamensspenderin ihres Düsseldorfer Erzrivalen in Anspruch nehmen mussten, schaute der SV Darmstadt 98 am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Köln mal wieder vollends in die Röhre, weil man sich während der zweiten Hälfte  eine fünfzehnminütige „Blackoutphase“ erlaubte.  

SV Darmstadt 98 – 1. FC Köln  0:3

SVD: Heuer Fernandes, Rieder, Franke, Sulu, Holland (84. Hertner), Stark, Medojevic, Heller, Wurtz (80. Mehlem), Jones, Boyd (86. Platte) 

FC: T. Horn, Schmitz, Jorge Mere, Czichos, Risse, Höger (80. Özcan), Hector, Schaub (67. Koziello), Drexler, Cordoba (89. Guirassy), Terodde

Tore: 0:1 Terodde 55. 0:2 Czichos 66. 0:3 Cordoba 70.

Zuschauer: 17400 (ausverkauft)

Ausgerechnet vor dem schweren Heimmatch gegen die Geißböcke brach neben dem gesperrten Tobias Kempe mit Serdar Dursun (Muskelverletzung) ein weiterer Leistungsträgereckpfeiler erstmals in dieser Saison weg. Außerdem fanden sich Hertner und Mehlem auf der Ersatzbank wieder, so dass 98-Coach Dirk Schuster im Vergleich zum zurückliegenden Einsatz in Bochum gleich vier Startelfveränderungen vornahm. Für das angesprochene Quartett rückten Holland (zurück nach abgesessener Sperre), Stark, Wurtz und Boyd in die Anfangsformation.

Im ersten Durchgang trauten die Fans im rappelvollen Bölle ihren Augen nicht. Nicht der angereiste Favorit machte die Musik, sondern der heimische Außenseiter. Von Beginn an traten die Lilien mutig die Flucht nach vorne an und wussten sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu überzeugen. Nur am Erspielen von glasklaren Möglichkeiten haperte es. Ansonsten gab es rein gar nichts auszusetzen, wie der Sportverein seinen hochdotierten Kontrahenten dominierte. Das 0:0 zur Pause schmeichelte dem „Effzeh“, der sich über einen Rückstand nicht hätte beschweren dürfen.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete Köln die Partie ausgeglichener, obwohl der Hausherr fortan elanvoll mindestens auf Augenhöhe agierte. Mit einer einzigen Aktion kippte dann das Spiel. Im FC-Sechzehner verpasste Boyd um Haaresbreite die Führung und im direkten Gegenzug klingelte es auf der anderen Seite. Nach einem schnellen Konter köpfte der Zweitligatoppknipser Simon Terodde unhaltbar ein und untermauerte ungeachtet des Matchverlaufs gnadenlos den Unterschied zwischen einem Spitzenteam zu einer Mannschaft des Tabellenmittelfelds.

Von diesem Schock erholte sich der SV98 prinzipiell nicht mehr. Anders sind die einfachen Gegentore zum 0:2 & 0:3 nicht zu erklären. Beim zweiten Nadelstich segelte der Ball nach einer Ecke ohne blau-weißen Abwehreinsatz vor die Füße des abstaubenden Czichos und der dritte FC-Streich resultierte aus einer zu kurzen Rückgabe Frankes, die Cordoba entschlossen zu seinen Gunsten ausnutzte. Damit war das Duell nach bereits 70 Minuten durch. Den Rest der so lange offenen Auseinandersetzung entpuppte sich als ein einziges „Dahinplätschern“. Ergo gingen die Lilien zum neunten Mal (bei zwei Unentschieden) gegen den Geißbock leer aus. 

Neben der guten Performance bis zum 0:1 bleibt so nur das Comeback des lange verletzten Felix Platte positiv haften (Kurzeinsatz in der Schlussphase). Der Vorsprung nach unten ist glücklicherweise (bislang zumindest) noch nicht geschmolzen. Mit zwei Niederlagen in Serie im Gepäck tourt der Sportverein am nächsten Samstag in die deutsche Hauptstadt und bestreitet bei den Eisernen von Union die nächste schwere Auggabe gegen eine Toppauswahl der Liga.

 

Letzte Änderung amSamstag, 24 November 2018 19:14
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