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2. Bundesliga

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Gegen den Jahn lebt die Hoffnung auf den dritten Sieg in Serie

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Zumindest die Fans begleitete während den vergangenen beiden Wochen die Erinnerung an das unglaubliche Wendemanöver von Hamburg auf Schritt und Tritt. Trainer und Mannschaft haben nach einer längeren Genussphase aber längst den Hebel wieder umgelegt und sind fokussiert auf die letzte Märzaufgabe, die am Samstag das Heimspiel gegen Jahn Regensburg vorsieht (Anstoß 13Uhr am Bölle).

Ein dritter Sieg am Stück wäre natürlich der perfekte Wiedereinstieg nach der Länderspielpause und würde die aktuell 32 Punkte betragende Saisonpunktebilanz in eine Dimension aufstocken, die dann vor den noch folgenden sieben Rundenpartien der berühmten halben Klassenerhaltmiete gleichgestellt sein dürfte. Es muss ja diesmal kein aufregendes 3:2-Resultat wie gegen die Nordlichter HSV und Kiel sein. Hauptsache, die Erfolgsgeschichte unter der noch jungen Regie von Dimitrios Grammozis geht weiter.

Als der Sportverein letztmals einen „Dreierhattrick“ auf dem Zweitligaboden feiern durfte, war auch der Jahn involviert. Am Ende der vergangenen Spielzeit sorgte der in Regensburg uraufgeführte Mittelakt (3:0-Auswärtstriumph) des fulminanten Schlussspurts dafür, dass die Lilien eine Woche später gegen Aue auf dem letzten Drücker den Klassenerhalt protokollierten. Nach der optimalen Ausbeute gegen die Waterkant-Herausforderer hoffen alle blau-weißen Protagonisten, einen zitternden Showdown zum Rundenkehraus zu vermeiden und schon beizeiten die nächste Versetzungsurkunde für die weitere Zweitligaaufenthaltsberechtigung zu unterschreiben.

Die anreisenden Gäste mit ihrem Vordenker Achim Beierlorzer sind mit fünf Punkten mehr ausgestattet und werden deshalb – falls nicht gerade in der Oberpfalz der Himmel auf den Kopf fällt – auch im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg überaus souverän den prinzipiell nie gefährdeten Ligaverbleib bewerkstelligen. Im Hinspiel trennten sich die alten Rivalen 1:1. Joevin Jones markierte im ersten Durchgang die Führung, welche zehn Minuten nach dem Seitenwechsel eine letztendlich dokumentierte Egalisierung erfuhr.

Beide Seiten eint übrigens das Kunststück, den einstigen Dino respektive Aufstiegsfavoriten in seinem Volksparkstadion während der laufenden Runde eindrucksvoll demontiert zu haben. Die „Enkel des Turnvaters“ landeten in der Vorrunde einen sensationellen 5:0-Coup auf der hanseatischen Traditionswiese, während der 98er-Paukenschlag zwar nicht von der Deutlichkeit des Scores, dafür aber bezüglich Dramaturgie und Intensität ähnlich spektakulär war. Wer nach einer Viertelstunde 0:2 bei einem kickenden Schwergewicht im Hintertreffen liegt, sich eigentlich chancenlos ohne noch größeren Flurschaden in die Pause rettet und dann so eine in der gesamten kickenden Republik Aufsehen erregende Aufholjagd hinlegt, der darf sich zweifellos ein nachhaltiges Erfolgserlebnis ans blau-weiße Revers heften.

Ein gewichtiger Anteil am Aufschwung gebührt sicherlich auch dem neuen Übungsleiter, der seinem gegen Kiel abgelieferten Profitrainer-Premierensieg in Hamburg vergoldete, auch weil er bereits im ersten Abschnitt personelle Maßnahmen anordnete, als es von Nöten war (der die Defensive stabilisierende Yannick Stark für den überfordert wirkenden Joevin Jones) und offensive Qualitäten aus seinem Team heraus kitzelte, die vor allem dem überragenden Marvin Mehlem zum Anschlusstreffer bzw. später zur Lucky Punch – Siegbude unmittelbar vor dem Abpfiff beflügelte.

Es ist also schon eine Grammozis-Handschrift zu erkennen. Zwei Siege aus den ersten drei Begegnungen seiner coachenden Aktivenlaufbahn sind selbstredend zufrieden stellend hinsichtlich Einstandserwartung und Reputation. Ausruhen auf den Lorbeeren darf sich der Grieche allerdings genauso wenig wie die gesamte Mannschaft. Nachlegen gegen den Jahn, gegen den man seit 1951 (alte Zweite Liga Süd) in unregelmäßigen Abständen auf den verschiedensten Fußballetagen die Klingen kreuzt, lautet jetzt die „Zauberformel“. Falls diese funktioniert, kann man an die Adresse des Abstiegsgespensts signalisieren: „Bei uns brauchst Du in dieser Saison nicht mehr auftauchen!“

Alle Partien vom 27. Zweitligaspieltag:

Fr 29.03. 18.30

FC St. Pauli – MSV Duisburg, 1. FC Magdeburg – 1. FC Heidenheim

Sa 30.03. 13.00

SV Darmstadt 98 – Jahn Regensburg, VfL Bochum – Hamburger SV, Union Berlin – SC Paderborn 

So 31.03. 13.30

FC Ingolstadt – SV Sandhausen, 1. FC Köln – Holstein Kiel, Spvgg Greuther Fürth – Arminia Bielefeld

Mo 01.04. 20.30

Erzgebirge Aue – Dynamo Dresden

Letzte Änderung amFreitag, 29 März 2019 08:18
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