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2. Bundesliga

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Erneut 1:1 gegen den Jahn – Verpassen einer höheren Führung mündet im Remis

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Wie im Hinspiel trennte sich der SV Darmstadt 98 auch am Samstagmittag von Jahn Regensburg 1:1. Eine Stunde lang bestimmten die Lilien das Geschehen, aber nach der überfälligen Führung kamen die Gäste aus der Oberpfalz auf und entführten am Ende nicht unverdient einen Punkt vom Bölle. Damit ist der SV98 seit drei Runden ungeschlagen und festigte sein Polster zur Abstiegszone.

SV Darmstadt 98 – Jahn Regensburg  1:1

SVD: Heuer Fernandes, Herrmann, Franke, Höhn, Sirigu (75. Moritz), Palsson, Mehlem (87. Wurtz), Stark, Heller, Kempe (77. Jones), Dursun

Jahn: Pentke, Saller, Correia, Föhrenbach, Nachreiner (66. Stolze), Geipl (89. Fein), Thalhammer, George, Adamyan, Grüttner, Al Ghaddioui (61. Nietfeld)

Tore: 1:0 Dursun 55. 1:1 Geipl 69.

Zuschauer: 10390

 

Beierlorzer: Es war ein intensives Spiel, wo beide Teams am Ende den Sieg wollten. Nach einer super Aktion von uns bekommen wir einen Konter. Darmstadt hatte die klareren Straßen.

Grammozis: Ich habe ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Das 1:1 nehmen wir mit. Hätten aber gewinnen müssen. Nacj dem 1:1 hatte ich etwas Angst.

 

 

Die bislang größte „Personalrotation“ für die Startelfnominierung in der noch blutjungen Profitrainerkarriere von Dimitrios Grammozis hatte zwei zwangsbedingte (Mathias Wittek fehlte erkrankt und Kapitän Fabian Holland brummte eine Gelbsperre ab) und einen freiwilligen (Joevin Jones fand sich auf der Ersatzbank wieder) Beweggrund. Im Vergleich zum Überraschungscoup vom Volksparkstadion rückten für dieses Trio Immanuel Höhn, Sandro Sirigu und Yannick Stark in die blau-weiße Anfangsformation. 

Der in den vergangenen beiden Partien gegen die Nordlichter Kiel und HSV ersichtliche spielerische und offensive Aufschwung wurde auch nach der Länderspielpause fortgesetzt. Zumindest in der ersten Halbzeit und der Anfangsphase des zweiten Abschnitts. Nach dem 1:0 von Dursun und der vergebenen Großchance von Heller zum 2:0 schaltete der SV98 dann vielleicht etwas zu früh den Verwaltungsschalter an, so dass der Jahn plötzlich die Initiative ergreifen und durch einen Sonntagsschuss am Samstagnachmittag den Ausgleich erzielen konnte. Weil Regensburg in der finalen Periode noch zwei, drei gute Chancen zur kompletten Matchwende liegen ließ, darf der SV98 mit dem einen Zähler gut leben, auch wenn über die komplette Distanz gesehen der dritte Sieg in Folge natürlich dicke drin war.

Durch energisches Pressing und schnelles Umschaltspiel nahmen die Lilien nach dem Anstoß schnell das Heft des Handelns in die blau-weiße Hand. Rasch summierten sich dadurch die guten Möglichkeiten auf dem Notizblock. Die überaus gerechte Führung vereitelte mehrfach Regensburgs Schlussmann Pentke, der sein ganzes Reflexrepertoire auspacken musste, um seine Mannschaft im Spiel zu halten. An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts. Der Hausherr drängte fortan auf das erlösende 1:0, für das sich dann Serdar Dursun in Folge eines perfekten Konters plus einer genau getimten Flanke von Marcel Heller verantwortlich zeigte.

Vorarbeiter Heller hatte wenig später das 2:0 auf dem Schlappen, doch alleine auf den Kasten zjulaufend wurde der Abschlusswinkel etwas zu spitz, so dass Pentke wiederum klären konnte. Diese Aktion blieb für eine längere Periode die letzte 98er-Offensivszene, weil der Jahn nach dem Rückstand die Scheuklappen ablegte und seinerseits mit viel Risiko den Vorwärtsgang einlegte. Ausgerechnet dem nicht gerade als Torschützen vom Dienst bekannten Andreas Geipl glückte dank einer strammen Volleyabnahme die Egalisierung. Nun witterten die Oberpfälzer Morgenluft und rochen selbst an der siegbringenden Bude. Heuer Fernandes´ Fußabwehr und eine Rettungstat von Höhn auf der Linie verhinderten, dass die Partie nicht vollends auf den Kopf gestellt wurde.

Sekunden vor dem Abpfiff hatten dann alle Lilienfans doch noch den Lucky Punch – Jubelschrei auf den Lippen, als Marcel Franke nach einer Ecke von Jones knapp am Kasten vorbei köpfte. Kurz darauf war Schicht im Schacht und das Remis reglementiert. Wie bereits geschildert, war ein „Dreier“ lange realistisch. Aber auch der finale Score sollte den Lilien helfen, das große Ziel „vorzeitiger Klassenerhalt“ baldigst zu erreichen. Erst recht, wenn die Leistungen so positiv abgerufen werden wie über weite Strecken der letzten drei unbezwungenen Begegnungen vorexerziert. Am nächsten Wochenende (Sonntag) steht die Hürde am Fürther Ronhof auf dem Darmstädter Abarbeitungsplan.

Letzte Änderung amSonntag, 31 März 2019 08:04
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