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2. Bundesliga

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Halt die Positivserie auch am Ronhof?

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Drei Spiele ungeschlagen und der Aufschwung unter dem neuen Trainer deutlich sichtbar: Da könnte doch die Brust des SV Darmstadt 98 breit genug sein, um erstmals seit Oktober 1980 endlich mal wieder einen Sieg auf dem traditionsreichen Ground der Spvgg Greuther Fürth einzufahren! Anstoß ist am Sonntag um 13Uhr30.

Vor 39 Jahren bescherten die „Legenden“ Peter Cestonaro und Rudi Collet dem SV98 den bis heute letzten Sieg auf dem Ronhof (2:1). Selbst als man in der Regionalliga gegen die zweite Fürther Mannschaft antreten musste (2008-2011), glückte kein „Dreier“. Der jüngste Vergleich im Frankenland zwischen den uralten Rivalen (seit 1950 laufen sich die Vereine ungeachtet längerer Auszeiten immer wieder über den Weg) endete kurz vor Weihnachten 2017 mit einem 1:1 und ist unvergessen, weil damals Dirk Schuster sein Trainercomeback feierte und Hamit Altintop sich mit einer unglaublichen respektive im Netz landenden Bogenlampe zum Ausgleich in der finalen Nachspielzeitsekunde von seinem einjährigen Darmstädter Intermezzo verabschiedete.

Ebenfalls 1:1 lautete der Score nach dem zurückliegenden 98er-Zweitligaeinsatz gegen den Jahn aus Regensburg. Der dritte Sieg en block wurde knapp verpasst und wäre verdient gewesen. Doch auch das Remis untermauerte den Fortbestand der Aufwärtstendenz, die bereits bei den 3:2-Paukenschlagen gegen die im Norden der Republik wohnenden Störche und (Ex-)Dinos unübersehbar war. Drei satte sieben Punkte auf das Konto spülende Partien sind die Lilien jetzt unbezwungen. Dank dieser kleinen Erfolgsserie beträgt der Vorsprung zur Abstiegszone neun Zähler und natürlich hofft jeder blau-weiß denkende Südhesse, dass dieses Guthaben auf den saisonalen Zielgeraden nicht mehr in Gefahr gerät.

Beim Schreiben dieser Zeilen belegte das Team von Dimtrios Grammozis den elften Tabellenplatz. Am späten Donnerstagabend werden die Lilien allerdings ohne „eigenes Verschulden“ auf die zwölfte Stelle abrutschen, weil sich Greuther Fürth und Dynamo Dresden zu einer Nachholverpflichtung treffen und nach dem Abpfiff einer der beiden Ranglistennachbarn vorbeiziehen wird. Für die Franken steht ergo am Sonntag das dritte Heimspiel binnen einer Woche auf dem Dienstplan (letztes Wochenende 2:2 gegen Bielefeld).

Seit Anfang Februar schwingt ein in Darmstadt wohlbekannter Übungsleiter das Trainingszepter am Ronhof. Stefan Leitl, der bis September 2018 noch die coachenden Geschicke des FC Ingolstadt dirigierte, löste Damir Buric ab, dessen Beurlaubung praktisch im Hinspiel seinen Ursprung hatte. Seinerzeit reiste die Spielvereinigung als stolzer Rankingzweiter ans Bölle und wurde durch ein 0:2 (Tore Tobi Kempe und Serdar Dursun) auf den Boden der Tatsachen geholt. Diese Niederlage löste eine ungeahnte Talfahrt aus, die schließlich in der Trennung von Buric und der Installation von Leitl mündete.

Die nicht erst seit dem Bundesligaabstecher 2015-2017 sich für die Lilien interessierenden Fans wissen selbstredend, dass Stefan Leitl seine Fußballschuhe zwischen 2004 und 2007 für den SV98 in der Regionalliga Süd schnürte (88 Spiele, 14 Tore). Das war übrigens die einzige Epoche, in der er für einen Fußballjob seiner bayrischen Heimat den Rücken kehrte. Nun verdient er also am Ronhof seine zweiten Zweitligatrainerbrötchen – und das beim Synonym der Zweitklassigkeit, denn die Spvgg Greuther Fürth (vor 1996 ohne den nervigen Mittelteil im Vereinsnamen) ist Spitzenreiter der ewigen Tabelle!

Alle Partien vom 28. Zweitligaspieltag:

Fr. 05.04. 18.30

Arminia Bielefeld – Erzgebirge Aue, Jahn Regensburg – VfL Bochum

Sa 06.04. 13.00

Holstein Kiel – FC St. Pauli, MSV Duisburg – FC Ingolstadt, SV Sandhausen – SC Paderborn

So 07.04. 13.30

Spvgg Greuther Fürth – SV Darmstadt 98, 1. FC Heidenheim – 1. FC Köln, Dynamo Dresden – Union Berlin

Mo 08.04. 20.30

Hamburger SV – 1. FC Magdeburg

 

Letzte Änderung amFreitag, 05 April 2019 12:33
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