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2. Bundesliga

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Erste Saisonnullnummer bringt den Klassenerhalt wieder ein Stück näher

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Das Spiel gegen den VfL Bochum riss einen nicht gerade vom Hocker. Doch der SV Darmstadt 98 fügte am Ostersonntag in seinem fünftletzten Saisoneinsatz erneut ein Puzzleteil für den vorzeitigen Ligaverbleib ein. Nach dem ersten torlosen Remis seit fast genau einem Jahr (0:0 bei Holstein Kiel) beträgt vor den abschließenden vier Partien der Vorsprung zum Relegations- bzw. ersten direkten Abstiegsplatz zehn respektive elf Punkte.

SV Darmstadt 98 – VfL Bochum  0:0

SVD: Heuer Fernandes, Herrmann, Höhn, Holland, Palsson, Stark, Moritz, Heller (82. Sirigu), Kempe (72. Wurtz), Jones (60. Mehlem), Dursun

VfL: Riemann, Baumgartner (82. Ganvoula), Fabian, Hoogland, Kokovas, Losilla, Eisfeld (66. Tesche), Pantovic, Saglam, Lee, Hinterseer

Zuschauer: 10590

Es müsste also schon mit dem Teufel, den wir über Ostern natürlich nicht weiter erwähnen wollen, zugehen, falls die Lilien noch in den Abstiegsstrudel geraten. Bereits am kommenden Wochenende könnte der Vertrag für die dritte Zweitligarunde hintereinander unterschrieben werden – entweder aus eigener Kraft am Freitagabend beim Spitzenreiter und „Angstgegner“ 1. FC Köln (der erste Sieg über den Geißbock wäre doch eine perfekte Klassenerhaltseintütung…) oder dank „Schützenhilfe“ von Dresden (in Ingolstadt) und Fürth (in Magdeburg).

Gegen den VfL gaben sich die Gelbsperrenprotagonisten die Klinke in die Hand. Der zuletzt in Magdeburg wegen der Kartenflut pausierende Yannick Stark rückte für Mathias Wittek (sah an der Elbe den fünften Saisonkarton) in die Startelf. Unmittelbar vor dem Anstoß machte das über dem Bölle tönende Vereinslied „Die Sonne scheint“ seinem Text alle Ehre. Gut und gerne 25 Grad warf das Thermometer aus, weshalb die Fans sogar vermehrt mit dem Radel ans altehrwürdige Stadion pilgerten.

98-Coach Dimitrios Grammozis war gegen seinen langjährigen Ex-Klub natürlich besonders motiviert und hatte seine Mannschaft in der ersten Hälfte auf aggressives Forchecking getrimmt. Kampf und Leidenschaft stimmten, weshalb man den Gast aus dem Revier beherrschte und überlegen agierte. Einzig die ganz klaren Torchancen fehlten. Diesbezüglich hatte der VfL sogar in Person von Goalgetter Hinterseer die Nase vorne, der aber im gewohnt souveränen Keeper Heuer Fernandes seinen Meister fand.

Nach einer halben Stunde ebbten die Offensivbemühungen ab, was wohl auch dem „Hitzeeinbruch“ geschuldet war. Auch im zweiten Durchgang ging nach vorne nicht mehr viel. Bochum hatte zwar noch einen Hochkaräter (erneut mangelte es Hinterseer am Zielwasser, als er aus kurzer Entfernung den Ball über den Kasten drosch), doch schnell deutete sich an, dass beide Seiten mit einem Unentschieden leben konnten und wollten. So plätscherte die Partie ohne weitere Highlights dem Abpfiff entgegen und wurde mit einem gerechten Endergebnis ins Register eingetragen.

Damit ist der VfL Bochum endgültig am rettenden Ufer angelangt und die Lilien schwimmen nach dem zweiten Spiel in Folge ohne Gegentor diesem Ziel kraftvoll entgegen – auch weil der 1. FC Magdeburg wiederum leer ausging (0:1 beim Jahn). Das eingangs erwähnte Guthaben sollte reichen, obwohl es rechnerisch noch nicht in trockenen Tüchern ist. Vielleicht, weil man am nächsten Freitag ausgerechnet in Müngersdorf den Sack zumachen möchte…  

 

Letzte Änderung amSonntag, 21 April 2019 18:07
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