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2. Bundesliga

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Anders als vor Jahresfrist relaxter Saisonausklang für Lilien und Veilchen

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Wie in der Vorsaison beschließt der SV Darmstadt 98 mit einem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am Sonntag die ausklingende Zweitligarunde 18/19. Anstoß am Bölle ist um 15Uhr30. 

Während vor zwölf Monaten das Espenlaubzittern aufgrund der vakanten künftigen Ligazugehörigkeit hüben wie drüben nicht zu übersehen war, dürften sich die hoch kochenden Emotionen diesmal auf die Verabschiedung von einigen Spielen (allen voran natürlich Sandro Sirigu, der den sensationellen Weg von Liga Drei in die Beletage maßgeblich mitbestritten hat) reduzieren, weil beide Seiten ihre Klassenerhaltshausaufgaben längst vor dem Showdown gelöst haben.

Wer erinnert sich nicht an den Thriller vom 13. Mai 2018, als Lilien und Veilchen im Rahmen eines hochdramatischen Kampfes um den Zweitligafortbestand, in den noch mehr Vereine involviert waren, an der Nieder-Ramstädter Straße punktgleich aufeinander prallten? Aue präsentierte sich griffiger im Gegensatz zum einige Male das Glück beanspruchenden SV98 (u.a. beim von Bregerie erst hinter der Linie geklärten Abschluss und einem nicht geahndeten Handspiel von Felix Platte im eigenen Sechzehner), ehe Tobi Kempe vier Minuten vor dem Abpfiff mit seiner goldenen Bude für kollektive Erlösung in den heimischen Reihen sorgten.

Dagegen stürzten die Erzgebirgler durch diese späte Bude auf den Relegationsrang ab und legten aufgrund den aus ihrer Sicht falschen Schiedsrichterentscheidungen zweimal Protest ein, der aber naturgemäß jeweils abgeschmettert wurde. Während die Lilien also am rettenden Ufer blühten, gingen die Sachsen mit reichlich Wut im Bauch in die Saisonverlängerung gegen den Drittliga-Dritten KSC, den sie schließlich dank einem 0:0 im Wildpark und einem 3:1 zu Hause bezwangen und dadurch den Zweitligastandort verteidigten.

Sicherlich sind die Ereignisse bei dem einen oder anderen Gästeprotagonisten nicht vergessen, obwohl der Sportverein keinerlei Schuld am damaligen Tohuwabohu trug. Doch der folgende Relegationstriumph sowie der gemeinsame Erfolg, in der aktuellen Runde dem Abstiegsgespenst lange vor dem Zieleinlauf eine lange Nase zu zeigen, sollten die Wogen inzwischen geglättet haben. Auch heuer gehen die beiden Rivalen als Tabellennachbarn ans Werk – mit dem kleinen, aber feinen bzw. beruhigenden Unterschied, dass keine Versetzungsgefahr mehr droht.

Aue (12. des Ranking) würde mit dem ersten Auswärtssieg am Bölle (bislang sahen die Veilchen bei ihren ersten zwei Auftritten im südhessischen Fußballtempel kein Land und konnten noch nicht einmal einen Treffer erzielen) den Sportverein (11.) im Endklassement überflügeln. Auf der anderen Seite versucht die gastgebende Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis nach dem Kehraus der Positivserie (0:3 in Ingolstadt), mit einem „Dreier“ den VfL Bochum (10.) noch zu überholen, der zu Hause die aufstiegswilligen Eisernen aus Berlin empfängt. Eine einstellige Tabellenstufe (also Neunter) dürfte wohl nicht mehr zu erreichen sein, weil Bielefeld drei Zähler voraus ist und zudem über das bessere Torverhältnis verfügt.

Anhand dieser Rechenexempel merkt man, dass prinzipiell nur noch die „berühmte Goldene Ananas“ auf der Agenda steht. Zum Glück, denn die vor Jahresfrist exerzierte Hin und Her - Nervenschlacht braucht kein Mensch, auch wenn es für den SV98 gütlich endete (im Nachhinein ja ebenfalls für Aue). Ein entspannter Saisonausklang ohne Einnahme von Kreislauftropfen haben die schon so oft ihr Herz strapazierenden Fans in Blau und Weiß auch mal redlich verdient. Ein erhoffter saisonaler Good Bye – Dreier soll den Start ins lange Sommerloch bzw. die Vorfreude auf attraktive Comebacktourneen Richtung altbekannter Traditionsstätten (Bremer Brücke, Wildpark, Maschsee und Valznerweiher) beseelen…

Alle Partien vom 34. und letzten Zweitligaspieltag:

So 19.05. 15.30

SV Darmstadt 98 – Erzgebirge Aue, Hamburger SV – MSV Duisburg, Arminia Bielefeld – Holstein Kiel, Jahn Regensburg – SV Sandhausen, VfL Bochum – Union Berlin, 1. FC Heidenheim – FC Ingolstadt, Dynamo Dresden – SC Paderborn, Spvgg Greuther Fürth – FC St. Pauli, 1. FC Magdeburg – 1. FC Köln

Letzte Änderung amDonnerstag, 16 Mai 2019 10:57
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