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2. Bundesliga

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Zähe Nullnummer am Bölle

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Das Beste zuerst: Der SV Darmstadt 98 blieb am Freitagabend nach dem schmeichelhaften 0:0 gegen Dynamo Dresden auch im siebten Heimspiel unter der Trainerregie von Dimi Grammozis ohne Niederlage und im (saisonübergreifend) dritten Heimmatch hintereinander ohne Gegentor. Der fünfte Punkt im vierten Ligaeinsatz der laufenden Runde dürfte allerdings keinen Eintritt in die blau-weiße Hall of Fame erhalten.

SV Darmstadt 98 – Dynamo Dresden  0:0

SVD: Stritzel, Egbo, Dumic, Höhn, Holland, Stark, Palsson, Heller (76. Kempe), Mehlem, Skarke (90. Schnellhardt), Dursun (82. Wurtz) 

Dresden: Broll, Wahlquist, Nikolaou, Burnic, Müller, Löwe, Ebert (82. Kreuzer), Horvath (76. Stor), Ehlers, Atik (70. Klingenburg), Jeremejeff

Zuschauer: 14610

„Never change a loosing Team“: Entgegen der nach deftigen Niederlagen oft praktizierten Personalrochaden vertraute Coach Grammozis überraschend der am Montagabend in Osnabrück enttäuschenden Startelf und schickte mit der klaren Ansage für eine Wiedergutmachung die gleiche Mannschaft auf das Bölle-Grün.

Schon direkt nach dem Anstoß merkte man dem Heimteam an, dass die Pleite an der Bremer Brücke Spuren hinterlassen hat. Der SV98 beschränkte sich auf Abwehrarbeit und überließ dem Gast aus Sachsen die Matchkontrolle. Zumindest auf die den Raum in der Gefahrenzone eng machende 98er-Defensivabteilung war wieder Verlass. Nach vorne ging allerdings herzlich wenig. Die Ausnahme bildete eine Dursun in Szene setzende Stafette, die sich jedoch als viel Rauch um nichts entpuppte: Erstens scheiterte der Frontstürmer an Keeper Broll und zweitens hatte der Schiedsrichter korrekterweise auf Abseits entschieden.

Die überlegenen Dresdner Ballbesitzanteile wurden im weiteren Verlauf immer offensichtlicher und gegen Ende der ersten Hälfte mehrten sich die Chancen für den einstigen DDR-Meister. Die größte Gelegenheit vereitelte 98-Goalie Florian Stritzel geistesgegenwärtig kurz vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel gestalteten die Lilien das Spiel peu á peu offener und bei einem am Winkel vorbei rauschenden Kopfball von Palsson fehlte ein wenig der Beistand von Fortuna. Während der Schlussphase war Dynamo dem goldenen Tor erneut näher und in der 81. Minute hätte es beinahe geklingelt. Jeremejeff konnte einmal den gut aufgelegten Stritzel überwinden und hatte Pech, dass die Kugel nur den Pfosten küsste und in die auffangbereiten Hände des Schlussmanns zurücktrudelte.

Nach einer vierminütigen Zugabe pfiff Schiedsrichter Jöllenbeck die für Zweitligaverhältnisse auf übersichtlichem Niveau absolvierte Begegnung ab. Über den hüben wie drüben dokumentierten einen Zähler konnte sich der SV98 sicherlich mehr freuen als die sächsischen Landeshauptstädter, die intensiver an einem „Dreier“ rochen. Vielleicht stärkt ja der Teilerfolg das nach Osnabrück angekratzte Darmstädter Selbstbewusstsein, um nach einer Woche Trainingsarbeit am nächsten Freitag beim SV Sandhausen offensiv und kreativ wieder produktiver in die Pötte zu kommen.

Letzte Änderung amFreitag, 23 August 2019 21:24
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