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2. Bundesliga

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In Ostwürttemberg hofft der SV98 auf eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs

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Nach einer (mal wieder) denkwürdigen Konfrontation mit dem 1. FC Nürnberg begibt sich der SV Darmstadt 98 zwei Mal hintereinander auf den Auswärtsprüfstand. Vor der Reise am 28.09. zum VfL Bochum versuchen die Lilien am kommenden Freitagabend beim 1. FC Heidenheim, die kleine Zweitliganegativserie von vier sieglosen Spielen zu beenden. Anstoß in der Voith-Arena ist um 18Uhr30.  

Es bleibt dabei: Heimduelle gegen den fränkischen Club hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Auch das jüngste Bölle-Meeting zwischen den beiden kickenden Kultvertretern wird in der Erinnerung haften. Vielleicht nicht ewiglich wie z. B. das siebenfach prämierte Muttertagskaffeekränzchen anno 1973, doch gewiss für einen längeren Zeitraum. Die Erzrivalen lieferten sich einen spektakulären Schlagabtausch mit einer Fülle von Chancen wie hüben wie drüben. Dass das hin und her wogende und beim Abpfiff insgesamt gerecht dokumentierte 3:3 noch von zwei (mit)entscheidenden Videobeweiseingriffen garniert wurde, passte zum Drama. Der inzwischen schon berühmt-berüchtigte „Kölner Keller“ revidierte die Auslegung des Schiedsrichters einmal pro und einmal contra SV98. So gesehen glich sich diese „Beeinflussung“ genau so aus wie das finale Ergebnis.

Ungeachtet dessen zeigten die Lilien nach den enttäuschenden Darbietungen vor der Länderspielpause die erhoffte Positivreaktion. Endlich lief das Bällchen ansehnlich durch die eigenen Reihen, was schon früh mit dem Torflautenkehraus (301 Minuten ohne eigenen Treffer) eine Belohnung fand. Auch die Moral stimmt zuversichtlich, denn sonst hätte man einen 1:2-Rückstand nicht in das zwischenzeitliche 3:2 gedreht. Damit erzielte der Sportverein in einem Match genau so viele Buden wie in den ersten fünf Saisonbegegnungen zusammen.

Der späte FCN-Ausgleich trübte natürlich die aufkommende Festtagsstimmung und setzte den sieglosen Lauf fort (aktuell vier Spiele ohne „Dreier“). Auf der Ostalb unternehmen die Mannen von Coach Dimi Grammozis nun einen neuen Anlauf für eine komplette Beuteverbuchung. Warum auch nicht? Es ist September und in diesem Monat vor einem Jahr glückte den 98ern nach mehreren vergeblichen Anläufen der Premierensieg in der Voith-Arena. Der damalige Neuzugang und inzwischen längst zu Hannover 96 abgewanderte Marcel Franke erzielte das Tor des Tages zum 1:0.

Beim Rückkampf am Bölle revanchierte sich allerdings der FCH mit einem 2:1 aus seiner Sicht. Jene Februarpleite ist immer noch als letzte Heimniederlage bilanziert. Während den bis dato folgenden neun Aufgaben im eigenen Wohnzimmer verlor der SVD nicht mehr – darunter die zurückliegenden acht Spiele unter der Übungsleiterregie von Grammozis.

Dass man in Ostwürttemberg eine hohe Hürde überspringen muss, steht außer Frage. Nach einem durchwachsenen Rundenauftakt sind die Ostalbprotagonisten um ihre Urgesteine Frank Schmidt (dienstältester Coach im Profigeschäft) und Marc Schnatterer (FCH-Offensivikone) in die Gänge gekommen, was das 2:2 am Nürnberger Valznerweiher und der 3:0-Heimerfolg gegen die Kieler Störche statistisch belegt. Für den Hausherr ist es also das zweite Heimmatch am Stück und für den Sportverein der erste von zwei Auswärtstests in Folge.

Traditionell verbindet die beiden Klubs prinzipiell rein gar nichts. Kein Wunder, wenn man die Geburtsjahre hier wie da zu Rate zieht. Während die Lilien seit 1898 bzw. in der aktuell immer noch „gültigen Version“ seit 1919 die sportliche Welt bereichern, gibt es den FCH erst seit Januar 2007 (Abspaltung der Fußballabteilung des Heidenheimer Sportbundes). Dennoch wandeln die Konkurrenten seit 2008 – von Ausnahmen selbstredend abgesehen – auf der identischen Fährte. Den Höhepunkt dieser „neu geschaffenen Annäherung“ bildeten zweifellos die gemeinsamen Aufstiegsfeierlichkeiten 2014 von der Dritten in die Zweite Liga: Heidenheim als Meister und der SV98 nach dem filmreifen Relegationswunder von der Alm…   

Alle Partien vom 7. Zweitligaspieltag:

Fr 20.09. 18.30

1. FC Heidenheim – SV Darmstadt 98, Holstein Kiel – Hannover 96

Sa 21.09. 13.00

VfB Stuttgart – Spvgg Greuther Fürth, 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC, SV Wehen Wiesbaden – Arminia Bielefeld, SV Sandhausen – VfL Bochum

So 22.09. 13.30

Hamburger SV – Erzgebirge Aue, VfL Osnabrück – FC St. Pauli, Dynamo Dresden – Jahn Regensburg

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 19 September 2019 12:21
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