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2. Bundesliga

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Im Sturm steckt der Wurm

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Die sportliche Abwärtsspirale des SV Darmstadt 98 geht in die nächste Runde. Am Freitagabend verloren die Lilien in einer ausgeglichenen Partie nach einer kassierten „Murmelbude“ 0:1 beim 1. FC Heidenheim und jagen jetzt seit fünf Spielen vergeblich einem Sieg hinterher. Auf der Ostalb setzte sich auch die „Auswärtsphobie“ fort: Drei Niederlagen in Serie ohne eigenen Torerfolg.

1. FC Heidenheim – SV Darmstadt 98 1:0

FCH: Müller, Busch (48. Multhaup), Mainka, Theuerkauf, Beermann, Griesbeck, Kerschbaumer, Dorsch, Schnatterer (76. Schimmer), Leipertz, Kleindienst (89. Hüsing)

SVD: Stritzel, Herrmann, Dumic, Höhn, Holland, Paik (78. Ozegovic), Palsson (68. Stark), Schnellhardt, Heller (63. Mehlem), Skarke, Dursun 

Tor: Leipertz 59.

Zuschauer: 10800 

Für die siebte Saisonprüfung vertraute 98-Coach Dimi Grammozis weitgehend der „FCN-Startelf“. Die einzige Änderung war Victor Palsson für Marvin Mehlem – also eine zumindest auf dem Papier etwas defensivere Variante. 

In der ersten Hälfte war der Vergleich FCH vs. SVD – beschreiben wir es wohlwollend – von gegenseitigem Respekt geprägt. Beide Seiten scheuten das Offensivrisiko und waren in erster Linie auf Torsicherung bedacht. Der SV98 erarbeitete sich zwar Mitte bis Ende der Halbzeit mehr Spielanteile, aber bis auf einen vom FCH-Keeper parierten Schuss des Ex-Heidenheimers Skarke brandete kaum Gefahr für den gastgebenden Kasten auf.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 10800 Zuschauer ein ähnliches Bild. Das „Golden Goal“ dieser Begegnung fiel dann praktisch „aus heiterem Himmel“ in der Abenddämmerung. Leipertz schlenzte die Kugel eher zufällig ins Eck. Höchstwahrscheinlich hatte er eine andere Ballverwertung als seine das Match entscheidende Außenristvollstreckung geplant.

Daraufhin mussten die Lilien ihre Mühlen öffnen und forschten nach dem Ausgleich. Es gab auch zwei, drei gute Chancen zu vermelden, aber im Abschluss mangelte es an der finalen Konsequenz. Auch die während der Endphase herausgeholte Brechstange half nicht mehr. „Joker“ Ozegovic hatte zweimal das 1:1 auf dem Schlappen, aber einmal fehlte das Glück (fulminanter Knaller an die Latte) und kurz darauf rettete Goalie Müller seinen Farben den knappen Vorsprung.

So blieb es beim aus Gästesicht ergebnistechnisch enttäuschenden 0:1, weshalb der SV98 mit nur sechs Zählern aus den ersten sieben Saisonbegegnungen selbstredend nicht zufrieden sein kann und fortan im abstiegsgefährdeten Tabellenareal feststeckt. Die nächste Möglichkeit für einen Befreiungsschlag bietet sich den Lilien am Samstag (28.09.) im „blau-weißen Kellerduell“ beim VfL Bochum.     

 

Letzte Änderung amFreitag, 20 September 2019 22:13
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