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2. Bundesliga

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Läutet der SV98 am Millerntor das Wendemanöver ein?

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Seit fast zwei Wochen müssen alle blau-weißen Protagonisten, denen der SV Darmstadt 98 am Herzen liegt, mit dem unbefriedigenden respektive abstiegsreifen Tabellenplatz Siebzehn leben. Am zehnten Zweitligaspieltag bietet sich den Lilien beim FC St. Pauli, dem „Lieblingsgegner“ der vergangenen Jahre, die nächste Möglichkeit, das sieben sieglose Spiele beinhaltende Talfahrtprogramm zu stoppen. Anstoß am kultigen Millerntor ist am Samstag um 13Uhr.  

Die Bezeichnung „Lieblingsgegner“ bezieht sich auf die interne Statistik der letzten sieben Aufeinandertreffen, von denen der Sportverein nur eines verlor und üppige sechs Partien für sich entscheiden konnte. In diese Bilanz fallen u.a. drei 1:0-Triumphe: Die beiden einzigen „Dreier“ auf dem Heiligengeistfeld unweit der Reeperbahn und natürlich das unvergessene Saisonkehrausmatch im Mai 2015, als Tobi Kempes direkt verwandelter Freistoß das Bölle in ein Tollhaus verwandelte und den sensationellen Einzug ins Oberhaus protokollierte.

Auch das jüngste Meeting endete mit einem Triumph, obwohl darauf lange wenig hindeutete. Im ersten Ligaeinsatz 2019 führte St. Pauli an der Nieder-Ramstädter – Straße bis zur Schlussphase 1:0, ehe Heller und Dursun dank ihren spät erzielten Buden den Score noch in ein 2:1 drehten. Natürlich garantieren solch positive Rückblicke nicht automatisch ein neuerliches Erfolgserlebnis, zumal der sogenannte Kiezklub im Gegensatz zum SV98 vor der Länderspielpause ein Ergebnishoch verzeichnete und mit dem fortlaufenden Schema Heimsieg plus Auswärtsunentschieden sechs Mal in Folge ungeschlagen blieb. Diese Positivreihe katapultierte den FC aus den Niederungen empor auf die fünfte Position.

Nach dem Gesetz der aktuellen Serie wäre jetzt ergo wieder ein St. Pauli-Sieg vor eigenem Publikum an der Reihe. Das Erreichen dieses Gastgebertraumziels wollen die Lilien zwecks eigener Aufstockung des dringend benötigten Proviantzuwachses mit allen Mittel verhindern, damit der seit Wochen tabellarisch immer weiter abwärts deutende Tabellendaumen wieder in die Höhe schnellt. Nach der anhaltenden Sieglosverkettung trennt den Sportverein sogar nur noch ein Pünktchen von der roten Laterne. Im Falle einer Niederlage plus eines Wehener Sieghattricks droht der Mannschaft von Dimi Grammozis eine Degradierung auf die unterste Ligasprosse. Ein derartiges Worst Case – Szenario würde die im Umfeld ohnehin getrübte Stimmung vielleicht vollends kippen lassen.

Doch noch ist es nicht soweit und das verantwortliche Team hat es selbst in der Hand, das Ruder herumzureißen. Zwar reist der SV98 selbstredend nicht unbedingt als Favorit zum einstigen „Weltpokalsiegerbesieger“, aber in dieser ausgeglichenen Liga scheint alles möglich und deshalb lebt die Hoffnung, dass für ein Kehraus des Klassementsinkflugs endlich die blau-weißen Rädchen produktiver greifen (z.B. Minimierung der Abwehrpatzer und Maximierung der Durchschlagskraft im gegnerischen Sechzehner). St. Pauli wäre doch das geeignete Pflaster, dass beim Saisonresümee Ende Mai 2020 der Törn gen Hamburg als Wendemanöver von der Waterkant analysiert wird.        

Alle Partien vom 10. Zweitligaspieltag:

Fr 18.10. 18.30

Spvgg Greuther Fürth – Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue – 1. FC Nürnberg

Sa 19.10. 13.00

FC St. Pauli – SV Darmstadt 98, Jahn Regensburg – SV Sandhausen, SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Heidenheim

So 20.10. 13.30

VfB Stuttgart – Holstein Kiel, Hannover 96 – VfL Osnabrück, VfL Bochum – Karlsruher SC

Mo 21.10. 20.30

Arminia Bielefeld – Hamburger SV

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 17 Oktober 2019 08:00
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