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2. Bundesliga

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„Remiskönige“ starten mit einem 1:1 ins neue Jahr

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Ein Kombinationslichtblick kurz vor der Pause genügte dem SV Darmstadt 98, um am Mittwochabend zum Auftakt des Zweitligajahres 2020 sein Minimalziel zu erreichen. Das 1:1 nach einer leistungsmäßig überschaubaren Partie bei Holstein Kiel war das vierte Unentschieden hintereinander und bereits die zehnte Punkteteilung insgesamt in dieser Saison. Keine andere Mannschaft hat öfters remisiert.

Holstein Kiel – SV Darmstadt 98  1:1

Kiel: Gelios, Neumann, Wahl, Thesker, Van den Bergh, Meffert, Mühling, Özcan (81. Ignjovski), Iyoha (64. Baku), Lee (87. Lauberbach), Reese

SVD: Schuhen, Herrmann, Dumic, Höhn, Holland, Paik (38. Schnellhardt), Palsson, Kempe, Mehlem, Skarke (66. Stark), Dursun (86. Platte)

Tore: 1:0 Thesker 30. 1:1 Dursun 45.

Zuschauer: 9600

Eine absehbare Startelfveränderung gegenüber der letzten Aufgabe vor der Winterpause (2:2 gegen den HSV) vollzog Coach Grammozis vor dem Anpfiff im hohen Norden. Victor Palsson rückte nach abgesessener Sperre wieder in die Anfangsformation. Die ersten zehn Minuten zeigten sich die Lilien sehr präsent und schienen durch schnelles Anlaufen der gegnerischen Abwehrreihen den Hausherren den Schneid abzukaufen. Leider erwies sich diese Eröffnungseinschätzung als Trugbild für den weiteren Matchverlauf, denn Kiel übernahm bald das optische Kommando und beschränkte den SV98 relativ rasch auf Defensivarbeit.

Bis zur 30. Minute konnte der südhessische Gast noch die „Null“ halten (auch weil Lee mit einem Pfostenknaller Pech hatte und Iyoha den Nachschuss kläglich versiebte), aber nach einer halben Stunde klingelte es im Kasten von Goalmann Schuhen. Patrick Hermann fabrizierte an alter Wirkungsstätte einen Querschläger, den Lee zurück in den Sechzehner bugsierte. Der aufgerückte Verteidiger Thesker durfte schließlich zwischen zwei Gegenspielern den Ball per Kopf ins Netz platzieren.

Die verdiente Führung der Störche stornierte der SV98 (Grammozis reagierte bereits zuvor mit der Einwechslung von Schnellhardt für Paik auf die nachlassende Performance seiner Schützlinge) unmittelbar vor der Halbzeit – und das praktisch aus dem sprichwörtlich heiteren Himmel. Tobi Kempe versendete den Ball nach einem Freistoß zu Tim Skarke, der geistesgegenwärtig eine sehenswerte Hackenweiterleitung Richtung Serdar Dursun auf´s Parkett zauberte. Der Darmstädter Frontstürmer bedankte sich für die geniale Szenerie, indem er rigoros zum schmeichelhaften Ausgleich vollendete und endlich seine erste Auswärtsbude 19/20 erzielte.

Im zweiten Abschnitt verflachte das Duell. Auch die Kieler konnten jetzt nicht mehr ihr Forchecking abrufen, so dass gefährliche Strafraumsituationen absolute Mangelware blieben. Mit der zweiten und letzten Torgelegenheit pro Sportverein hätte Marvin Mehlem in der 77. Minute beinahe die perfekte Chancenauswertung gekrönt, doch frei vor dem Kieler Gehäuse nagelte er die Kugel weit über den Kasten. In der Endphase feierte Verletzungspechvogel Felix Platte noch sein  Comeback (Debüt in dieser Spielzeit) und kurz vor dem Kehraus musste Torsteher Schuhen beherzt eingreifen, um den wenig später besiegelten 22. Saisonpunkt zu retten.

Damit warten die Lilien jetzt seit fünf Runden auf einen „Dreier“, sind allerdings aufgrund der Unentschiedenserie auch vier Begegnungen am Stück unbezwungen. Die Klassementverbesserung von Zwölf auf Elf sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Pulk des brenzligen Areals immer kuscheliger wird. Aufgrund der Siege der beiden „Kellerkinder“ Wehen und Dresden rückt das Feld noch enger zusammen, weshalb am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (Kick-off 13Uhr30 am sich mit „neuem Outfit“ präsentierenden Bölle) ein Sieg absoluter Entspannungsbalsam wäre…

 

Letzte Änderung amMittwoch, 29 Januar 2020 23:29
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