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2. Bundesliga

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Lilien schaukeln in Unterzahl wertvollen Arbeitssieg über die Runden

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Das Ergebnishoch beim SV Darmstadt 98 hält an: Am Sonntagnachmittag rangen die Lilien den SV Sandhausen mit 1:0 nieder und sind jetzt nicht nur seit sieben Zweitligarunden ungeschlagen, sondern konnten den Vorsprung zum Relegationsplatz auf zunächst einmal beruhigende acht Punkte ausbauen. Eine Hauptrolle gebührte Immanuel Höhn, der erst zum Tor des Tages einköpfte und nur drei Minuten darauf die Ampelkarte sah. Seine Mitspieler verteidigten schließlich in der finalen halben Stunde das wichtige Hab und Gut.

SV Darmstadt 98 – SV Sandhausen  1:0

SVD: Schuhen, Bader, Dumic, Höhn, Holland, Stark (73. Pfeiffer), Palsson, Kempe, Paik (63. Rapp), Honsak, Dursun (60. Platte)

SVS: Fraisl, Diekmeier, Zhirov, Nauber, Dieckmann, Linsmayer, Paurevic (68. Frey), Scheu (77. Gislason), Halimi (65. Engels), Behrens, Bouhaddouz

Tor: Höhn 59.

Zuschauer: 14310

Besonderes: Gelb-Rot Höhn (SVD) 62.

98-Übungsleiter Dimi Grammozis sah keine Veranlassung für Personalveränderungen und schickte in der Hoffnung, gegen den Tabellennachbarn SV Sandhausen den zweiten Sieg in Serie einzufahren, seine Erfolgsstartelf von Dresden auf das Bölle-Grün.

Der Sportverein erarbeitete sich nach einem schönen Spielzug früh die Chance, in Führung zu gehen. Yannick Stark scheiterte allerdings mit seinem Abschluss an SVS-Goalie Fraisl. Als auch auf der anderen Seite Sandhausen eine eigene Vorlage verpasste (Linsmayer frei über das Gehäuse), gingen bis zum Ende des ersten Durchgangs die Highlightszenen auf Tauchstation. Es entwickelte sich ein kämpferisches Abnutzungsduell, den die Defensivabteilungen beherrschten, so dass zur Halbzeit ein logisches 0:0 registriert wurde.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Matchgeschehen. Hüben wie drüben konnten sich die Offensivreihen nicht entscheidend durchsetzen, ehe ein typischer 98er-Standard das Publikum am Bölle frohlocken ließ. Eckenspezialist Tobi Kempe zwirbelte den Ball in die Gefahrenzone, wo der aufgerückte Verteidiger Immanuel Höhn mutterseelenallein einköpfen durfte.

Der Weg auf die Siegerstraße schien nun geebnet, doch lediglich 180 Sekunden nach seinem erfolgreich platzierten Einschlag beendete Höhn vorzeitig seinen Dienst, weil ihm der Referee den gelb-roten Karton unter die Nase hielt. Die Lilien agierten ergo die letzte halbe Stunde mit nur zehn Mann. Zudem musste in Folge einer Nasenblessur mit Stark ein weiterer Abräumer verletzt das Terrain räumen -  weshalb die Spielanteile zwangsläufig zu Gunsten des SVS gedreht wurden.

Glücklicherweise für den SV98 entpuppte sich Sandhausen aber nicht als Meister der personellen Überzahl. Zwar gab es einige brenzlige Situationen zu überstehen, doch das vorbildlich fightende Kollektiv in Blau und Weiß rührte den nötigen Beton an, an dem sich die Kurpfälzer letztendlich die Zähne ausbissen. Nach über vierminütiger Nachspielzeit landete die fette Beute endgültig im Hausherrensack und das Grammozis-Team feierte den ersten Heimsieg seit Ende Oktober.

Dank den Big Points hüpften die Lilien auf eine einstellige Tabellenstelle (Neunter). Noch wichtiger ist natürlich die Guthabenvergrößerung zur Abstiegszone (wie bereits erwähnt jetzt acht Zähler), weshalb man relativ relaxt die nächsten Aufgaben angehen kann - auch hinsichtlich der wartenden schweren Aufgabe nächsten Sonntag beim wieder aufstrebenden Nürnberger Club. Vielleicht ist ja dann die Zeit reif, um erstmals in der Historie beim alten Erzrivalen zu gewinnen… 

Letzte Änderung amSonntag, 16 Februar 2020 17:44
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