log in

2. Bundesliga

A+ A A-

Kopie der Vorsaison - Torloses Remis gegen den VfL

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Siegesserie gerissen, aber den ungeschlagenen Lauf fortgesetzt: Wie vor rund um einem Jahr trennte sich der SV Darmstadt 98 am Samstag vom VfL Bochum mit einer letztendlich gerechten Nullnummer, verlor jetzt seit zehn Partien nicht mehr und verteidigte seinen Nimbus als einzige unbezwungene Rückrundenmannschaft der Zweiten Liga. 

SV Darmstadt 98 – VfL Bochum  0:0

SVD: Schuhen, Bader, Dumic, Rapp, Holland, Stark (74. Paik), Palsson, Kempe, Mehlem (83. Heller), Honsak (61. Platte), Dursun

VfL: Riemann, Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo, Tesche, Losilla, Janelt, Osei-Tutu, Blum (56. Zoller), Ganvoula

Zuschauer: 15130

Für den Auftrag „Nächstes Kapitel der Erfolgsstory“ nahm Coach Grammozis eine erwartete (Kapitän Fabian Holland kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück) und eine zwangsbedingte Personaländerung vor: Immanuel Höhn hatte sich im Abschlusstraining verletzt (wird nach einem Knöchelbruch leider längere Zeit ausfallen). Für ihn rückte Winterneuzugang Rapp in die Startelf.

Die Höhepunkte der ersten Hälfte registrierten die erwartungsfrohen Zuschauer am Bölle gleich in der Anfangsphase. Zunächst wurde ein Abschlussversuch von Honsak gerade noch von einem Bochumer Abwehrbein abgeblockt und im direkten Gegenzug verfehlte Blum um Haaresbreite sein anvisiertes Ziel. In der Folge neutralisierten sich die zwei Traditionsteams. Man merkte, dass beide Seiten vom System ähnlich gestrickt waren und sich defensiv kaum Fehler erlaubten, so dass bis zur Pause keine großartigen Möglichkeiten mehr herausspringen.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Trainer peu á peu mehr Risiko. Dies machte sich durch die Aktivierungen der Offensivkräfte Simon Zoller (VfL) und Felix Platte (SV98) bemerkbar. Das bislang selten dargebotene Modell einer Darmstädter Doppelspitze (Dursun plus Platte) wäre zwischen der 60. und 70. Minute beinahe von Erfolg gekrönt gewesen. Während dieser Periode schnupperten die Lilien vehement am vielleicht entscheidenden 1:0, doch entweder fehlten Zentimeter oder verhinderte eine rettende Gästeaktion den möglichen Einschlag.

In den Schlusssequenzen ebbten die heimischen Siegbemühungen wieder ab. Gegen Ende war der VfL sogar etwas mehr am Drücker, doch echte Einnetzchancen gestatteten die selbstbewusst aufräumenden Abwehrstrategen des Sportvereins den Ruhrpottkickern nicht mehr. So blieb es beim 0:0, mit dem man hier wie da prinzipiell gut leben kann.

Die Lilien sind jetzt wie erwähnt zehn Runden ungeschlagen und schraubten ihre Unentschiedenkontingent auf ein Dutzend (Ligarekord). Der 36. Saisonpunkt nährt zudem die Hoffnung, den Klassenerhaltsvertrag beizeiten zu unterschreiben – erst recht, falls auch am nächsten Samstag beim Tabellendrittletzten Karlsruher SC die Serie hält und im Wildpark gepunktet wird. 

Letzte Änderung amSamstag, 07 März 2020 18:30
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten