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2. Bundesliga

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Keine Zuschauer, keine Tore, keine Punkte – 0:2 beim KSC

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Manche Sachen ändern sich selbst im Corona-Zeitalter nicht. Der SV Darmstadt 98 sah beim Liga Zwei – Re-Start am Samstagnachmittag gegen seinen ausgewiesenen Angstgegner mal wieder alt aus und verlor in Karlsruhe 0:2. Damit mussten die Lilien trotz kompletter Nutzung des brandneuen Einwechselkontingents ihren ungeschlagenen Rückrundennimbus ad acta legen.

Karlsruher SC – SV Darmstadt 98  2:0

KSC: Uphoff, Thiede, Gordon, Pisot, Rossbach, Wanitzek, Fröde, Gondorf (84. Groiß), Stiefler (84. Rösler), Grozurek (61. Lorenz), Hofmann (90. Djuricin)

SVD: Schuhen, Herrmann (86. Heller), Dumic, Rapp, Holland, Palsson, Stark (86. Pfeiffer), Kempe, Paik (60. Honsak), Mehlem (60. Skarke), Dursun (75. Platte)

Tore: 1:0 Hofmann 67. 2:0 Wanitzek 90. + 6

Beim Blick auf die 98er-Startaufstellung im Wildpark konnte man kaum registrieren, dass der Ligawettkampf über zwei Monate pausiert hatte. Gegenüber dem letzten Spiel Anfang März gegen den VfL Bochum (0:0) nahm der am Saisonende scheidende Trainer Dimi Grammozis lediglich zwei Veränderungen vor. Herrmann und Paik rückten für Bader (angeschlagen) und Honsak (Bank) in die Anfangsformation. Ansonsten war das Ambiente natürlich total dem aktuellen Sicherheitskonzept geschuldet: Ein gähnend leeres Stadion und Hygienemaßnahmen en masse, um die Wiederaufnahme des Matchbetriebs zu gewährleisten.

Im ersten Geisterspiel des Sportvereins seit September 2009 (damals in der Regionalliga Süd 0:4 auf Giesings Höhen gegen die zweite Mannschaft von 1860 München) entwickelte sich die Partie wohl angesichts der ungewohnten Begleitumstände sehr zähflüssig. Der akut abstiegsgefährdete Gastgeber trug etwas mehr zum Offensivaktionismus bei. Die beste Einschussgelegenheit des ersten Durchgangs bot sich jedoch den Lilien. Nach guter Vorarbeit von Paik donnerte Yannick Stark in bester Position die Kugel deutlich über den Kasten.

Auch der Ex-Karlsruher Marvin Mehlem hatte zu Beginn der zweiten Hälfte  die Führung auf dem Schlappen, als sein Abschluss knapp das Ziel verfehlte. Mitte der zweiten Hälfte übernahm der KSC dann wieder die Initiative. Bereits beim Kopfball von Gordon auf die Lattenoberkante lag das heimische 1:0 in der Luft, ehe der „98er-Schreck“ Philipp Hofmann (raubte schon sowohl beim Hinrundenvergleich als auch beim wenig später ausgetragenen DFB-Pokalduell dem SV98 den gewünschten Profit)  nach einer Ecke zur Stelle war und den Ball über die Linie bugsierte.

Gegen Ende hin setzten die Lilien alles auf eine Karte und Coach Grammozis schöpfte sein neu geschaffenes Quantum an Einwechselspielern (fünf statt wie bisher drei) voll aus. Faste hätte einer der Joker in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt, aber Honsaks Kopfball rauschte über das Gehäuse. Praktisch im Gegenzug reglementierte Wanitzek den insgesamt gerechten Heimsieg.

Aufgrund der ersten Niederlage nach zehn Partien bzw. in der zweiten Halbserie büßte der SV98 im Klassement eine Position ein (jetzt Siebter) und sucht am nächsten Samstag zur „Bölle-Geisterspielpremiere“ gegen den FC St. Pauli nach der Rückkehr in die Erfolgsspur.   

 

Letzte Änderung amSamstag, 16 Mai 2020 15:55
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