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2. Bundesliga

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1:1 gegen Fürth - Pfosten und spät kassierter Ausgleich stehen nächstem Sieg im Weg

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In der 87. Minute ging für den SV Darmstadt 98 am Freitagabend die große Chance flöten, richtig ernsthaft in den Aufstiegskampf einzugreifen. Nach einer 1:0-Führung und einem von Felix Platte vergebenen Elfmeter verhinderte die Spvgg Greuther Fürth mit einem spät erzielten Ausgleich zum 1:1-Endstand den perfekten Abschluss der englischen Lilienwoche.

SV Darmstadt 98 – Spvgg Greuther Fürth  1:1

SVD: Schuhen, Bader, Rapp, Dumic, Holland, Palsson, Stark (75. Kempe), Heller (57. Manu), Schnellhardt (57. Paik), Honsak (57. Skarke), Dursun (46. Platte)

Fürth: Burchert, Sauer (66. Meyerhöfer), Jaeckel, Caligiuri, Raum, Seguin, Sarpei (66. Hillman), Ernst, Leweling (46. Hrgota), Green (84. Stefaniak), Keita-Ruel

Tore: 1:0 Schnellhardt 56. 1:1 Stefaniak 87.

Besonderes: Platte (SVD) schießt FE an den Pfosten 63.

Mit diesmal „nur“ drei Personalveränderungen strebte Coach Dimi Grammozis den Sieghattrick in der englischen Woche an. Im Vergleich zum 3:1 am Dienstag im Erzgebirge bereicherten gegen die fränkischen Gäste das altgediente 98er-Trio Fabian Holland, Yannick Stark und Marcel Heller die blau-weiße Startformation.

Wie erwartet erwies sich das Kleeblatt von Beginn an als unbequemer Herausforderer. Die Nummer Eins der ewigen Zweitligatabelle bestimmte während der Auftaktperiode das Geschehen und verlangte dem Hausherren ein Höchstmaß an Konzentration und Gegenwehr ab. Spätestens nach einer halben Stunde übernahm der SV98 dann das Kommando und wusste durch einige spielerische Kombinationen zu überzeugen. Die beste Gelegenheit entsprang aus einem Freistoß von Schnellhardt, den der zurückeilende Caligiuri von der Linie kratzte. Das torlose Remis zur Halbzeit entsprach definitiv den dargebotenen Leistungen der beiden auf Augenhöhe agierenden Teams.

Ein Bilderbuch-Konter mündete zehn Minuten nach dem Wiederantoß in der umjubelten Lilienführung. 75 Prozent des ersten Treffers der Partie gebührte Honsak aufgrund dessen starker Vorarbeit, die Schnellhardt mit seiner Premierenbude im 98-Trikot veredelte. Wenig später rasselte Paik mit Keeper Burchert zusammen. Nach langem Smalltalk mit dem Kölner Keller und eigener Sichtung am Monitor deutete der Referee auf den Punkt. Sicherlich eine knifflige Entscheidung.

Weil Kempe noch nicht und Dursun nicht mehr auf dem Bölle-Grün stand, übernahm der für Dursun eingewechselte Platte die Verantwortung und hatte Pech, dass der etwas zu platzierte Elfer vom linken Pfosten ins Feld zurück prallte. Nach der verpassten Vorentscheidung besaß der Sportverein weitere gute Gelegenheiten, um den Sack zuzuschnüren. Doch das Ding wollte partout kein zweites Mal ins gegnerische Netz und das wurde in der finalen Matchphase bestraft.

Die nie aufsteckenden Fürther bliesen zur Schlussoffensive. Zunächst konnte Goalie Schuhen noch reflexartig retten, doch gegen den Nachstocherer von Stefaniak war auch er machtlos (87.). Dadurch büßten die Lilien zwei Zähler ein, die vielleicht das Schwergewichtsduo VfB/HSV noch mehr unter Druck gesetzt hätten. Doch die Zweite Liga ist bekanntlich kein Wunschkonzert und man sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen. Der SV98 wird auch beim Kehraus des 29. Spieltags die beste Rückrundenmannschaft stellen und geht am übernächsten Samstag (06. Juni) beim Jahn in Regensburg auf die nächste Beutejagd.

 

Letzte Änderung amFreitag, 29 Mai 2020 22:34
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