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2. Bundesliga

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Zähe Nulldiät am Bölle

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Dass das erste Saisonheimspiel kein Offensivfeuerwerk versprechen würde, war angesichts der bekannten Defensivqualitäten des angereisten Kontrahenten prinzipiell schon im Vorfeld klar. Zudem scheiterten die Offensivkräfte des SV Darmstadt 98 bei ihren wenigen guten Chancen wie schon in Sandhausen an einem gut aufgelegten Keeper. Ergo mussten sich die Lilien nach einem torlosen Remis gegen Jahn Regensburg mit dem ersten kleinen Guthaben von einem Pünktchen zufrieden geben.

SV Darmstadt 98 – Jahn Regensburg  0:0

SVD: Schuhen, Herrmann (70. Bader), Mai, Rapp, Holland, Palsson, Honsak (70. Berko), Kempe, Mehlem, Skarke (62. Manu), Dursun

Jahn: Meyer, Hein (57. Saller), Nachreiner, Elvedi, Wekesser (90. Palionis), Besuschkow, Gimber, Vrenezi (77. Moritz), Makridis (77. Heister), Albers (90. Becker), Caliskaner

Zuschauer: 1741

Der beim Ligastart noch gesperrte Palsson für Pfeiffer und Skarke für Manu: Diese beiden personellen Startelfveränderungen veranlasste Coach Markus Anfang für sein Pflichtspieldebüt am Bölle. Der Auftrag an seine Mannschaft dürfte er vor dem Kick-off ungefähr so erläutert haben: Dem kampfstarken Jahn den Schneid abkaufen, um den ersten „Dreier“ auf das blau-weiße Konto zu transferieren. 

Es entwickelte sich im von norddeutschem Schmuddelwetter eskortierten Duell Südhessen vs. Oberpfalz von Beginn an die von vielen prognostizierte schwere Geburt. Der Jahn machte geschickt die Räume eng und dadurch den Lilien das Fußballleben schwer. Die einzige richtige Führungsmöglichkeit des Sportvereins im ersten Abschnitt vereitelte Schlussmann Meyer (21.). Ansonsten bissen sich die Lilien auf der Bölle-Baustelle am Regensburger Beton die Zähne aus.

Nach dem Wiederanstoß bot sich den 1741 „Auserwählten“, denen der Zutritt ins altehrwürdige Stadion gewährt wurde und die mit ein paar altbekannten „Schlachtliedern“ versuchten, ihr Team nach vorne zu peitschen, zunächst ein ähnliches Schema. Allerdings summierten sich die „dicken Dinger“ für den blau-weißen Platzhirsch. Honsak (52.) und Mehlem (58.) fehlten jedoch der entscheidende Biss und das Zielwasser, um das Runde ins Eckige zu bugsieren.

Die heimische Überlegenheit nahm nun immer mehr zu, aber das Gästetor blieb vernagelt. Auch Goalgetter Dursun fand in Goalie Meyer seinen Meister. Und in der Nachspielzeit musste das kleine, aber feine Publikum sogar die Luft anhalten, dass sogar der eine Zähler nicht über den Jordan ging. Dem Sekunden zuvor aktivierten Jahn-Akteur Becker gelang das „Kunststück“, frei vor dem Kasten den Ball vorbei zu dreschen.

Vom Spielverlauf und Leistungsvermögen hätten die Lilien nach zwei Saisonpartien das Optimum von zwei Siegen bilanzieren können. Hätte, hätte, Fahrradkette: In der Realität beträgt das aktuelle Guthaben lediglich ein Pünktchen und der ist in Anbetracht des Aufwandes, den besseren Chancen und des Ballbesitz-Plus sowohl in Sandhausen als auch gegen den Jahn beim ersten kleinen Fazitziehen sicherlich zu wenig.

Immerhin verteidigten die 98er ihre Serie, seit 2011 keine Niederlage im ersten Saisonheimspiel kassieren zu müssen (damals 0:1 bei der Drittligapremiere gegen Osnabrück). Am übernächsten Montag (05.10.) führt die dritte Rundenverpflichtung den Sportverein zum Evergreen – Match an den Valznerweiher nach Nürnberg.     

 

Letzte Änderung amSamstag, 26 September 2020 16:03
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