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2. Bundesliga

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Erster Saisonheimsieg auf dem Wunschzettel

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Abseits der allgegenwärtigen Themen Corona, US-Wahl und Terror beschäftigen erfreulicherweise auch sportliche Aspekte den zur Zeit nicht gerade einfachen Alltag. Eine Woche nach dem nervenaufreibenden 4:3 in Karlsruhe konzentriert sich die Mannschaft des SV Darmstadt 98 auf das am Sonntag anstehende Heimspiel gegen den SC Paderborn (Anstoß 13Uhr30).

Trotz erneut fehlender Zuschauerunterstützung wollen die Lilien im dritten Anlauf endlich den ersten Sieg der laufenden Runde am Bölle einfahren. Nach den beiden vermeidbaren Unentschieden gegen Regensburg und St. Pauli soll der erhoffte Heimdreier den nächsten positiven Tabellensprung bewerkstelligen. Das gleiche Ziel schwebt allerdings auch den ostwestfälischen Gästen vor. Der Bundesligaabsteiger hat seinen Fehlstart (zum Auftakt zwei Niederlagen) dank sieben eingetüteten Zählern aus den vergangenen drei Matches inzwischen korrigiert und befindet sich ähnlich wie der südhessische Rankingnachbar in Lauerstellung für einen eventuellen Salto Richtung Spitzengruppe.

Fakt ist, dass beide Seiten gut in Form sind und dennoch einige Punkte überflüssig liegen gelassen haben. Zuletzt im Wildpark ereilte den SV98 - anders wie in den beiden Begegnungen zuvor - dieses „Schicksal“ nicht. Zwar wurde erneut eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben, doch wie vor einigen Wochen beim Nürnberger Club überschüttete Fortuna die Lilien und insbesondere Tobi Kempe in der Nachspielzeit mit ihrer Gunst. Der überragende Akteur war an allen vier 98-Buden beteiligt und komplettierte mit einem verwandelten Handelfmeter seinen Sahneauftritt im Badener Land.

Siege in Karlsruhe weisen für den Sportverein Seltenheitswert auf. Wenn aber ein solcher Triumph die insgesamt negative Statistik gegen den KSC aufhellt, hatte es am Saisonende „selige Konsequenzen“ zur Folge. 1973 wurden die Lilien Regionalligameister und 2015 glückte der Sensationsdurchmarsch in die Bundesliga. Man darf ergo gespannt sein, welches finale Szenario die jetzige Mannschaft für den Frühsommer 2021 plant…

Apropos Durchmarsch: Das Paderborner Ensemble ist in dieser „Disziplin“ sogar noch weitaus geeichter. Seit 2014 wechseln die Ostwestfalen praktisch permanent ihre Ligazugehörigkeit und stellten dabei eine ungewöhnliche Serie auf. Im angesprochenen Zeitfenster konstatierten sie bei der Saisonabschlussfete entweder den zweiten (Aufstieg) oder den achtzehnten Platz (Abstieg). Den einzigen Klassenerhalt während dieser kuriosen Ära „feierte“ der SCP 2017 in der Dritten Liga – aber nur, weil 1860 München ein Stockwerk höher keine Lizenz erhielt und auf den bayrischen Regionalligalevel dezimiert wurde.

In der zurückliegenden Runde bereicherten die Ostwestfalen ein zweites Mal die Bundesliga. Allerdings währte die Beletage-Präsenz erneut nur ein Jahr. Heuer ziehen die Schützlinge vom beliebten und schon seit April 2017 in der Verantwortung stehenden Coach Steffen Baumgart in Liga Zwei ihre Kreise und hoffen, dass sich das aus ihrer Sicht höchst unstabile Pendel diesmal wieder gen Rang Zwei bewegt.

Gegen Paderborn hat der Sportverein noch eine „kleine“ Rechnung offen. Beim letzten Duell im Dezember 2018 bezogen die Lilien kurz vor dem Verschmausen der Weihnachtsgans eine empfindliche 2:6-Klatsche in der Benteler-Arena, nachdem das Hinspiel noch 1:0 pro 98 endete, wobei Serdar Dursun gleich beim Debüt im blau-weißen Zweitligatrikot sein erstes von bis dato 31 Einlochungen erzielte.

Jene beiden Partien waren zudem Matchpremieren gegen den SC Paderborn in seinem seit 1985 existierenden Klubformat. Der SV98 kickte allerdings schon 82/83 gegen einen der beiden Vorgängervereine, welcher den kultigen Namen TuS Schloß-Neuhaus trug. Auch „sellemols“ erlebten die heutzutage auf die TV-Verkonsumierung beschränkten Fans Heimerfolge. Für die 1:3-Schlappe im Hermann Löns – Stadion revanchierten sich die Lilien am Bölle mit einem 7:0-Scheibenschießen, zu dem Bodo „Ballermann“ Mattern den Löwenanteil beisteuerte (vier Tore). 

Alle Partien vom 7. Zweitligaspieltag:

Fr. 06.11. 18.30

SV Sandhausen – Eintracht Braunschweig, 1. FC Heidenheim – Wü+rzburger Kickers

Sa 07.11. 13.00

Hannover 96 – Erzgebirge Aue, VfL Bochum – Spvgg Greuther Fürth, 1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 

So 08.11. 13.30

SV Darmstadt 98 – SC Paderborn 07, Jahn Regensburg – VfL Osnabrück, FC St.- Pauli – Karlsruher SC 

Mo 09.11. 20.45

Holstein Kiel – Hamburger SV

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 05 November 2020 14:46
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