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2. Bundesliga

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Nach souveränem 3:0 in Dresden liegt das Achtelfinalticket unter dem Weihnachtsbaum

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Vor der kickenden 2020-Abschlussverpflichtung gingen die Meinungen auseinander, ob der SV Darmstadt 98 in der zweiten DFB-Pokalhauptrunde beim in den zurückliegenden Wochen eine Etage tiefer bärenstark auftrumpfenden Gastgeber Dynamo Dresden als Favorit einzustufen ist. Ungeachtet dessen ließen sich die Lilien in der sächsischen Landeshauptstadt von nichts und niemand ins Bockshorn jagen und machten den Klassenunterschied mit einem hochverdienten 3:0-Erfolg deutlich.

Dynamo Dresden – SV Darmstadt 98  0:3

Dynamo: Broll, Knipping (63. Grosser), Stark (76. Kulke), Weihrauch, Ehlers, Hosiner (76. Diawusie), Becker, Meier, Kade (63. Stefaniak), Daferner (39. Sohm), Königsdörffer

SVD: Schuhen, Rapp (46. Pfeiffer), Holland, Höhn, Mai, Schnellhardt, Skarke (74. Herrmann), Paik (78. Berko), Mehlem, Kempe (86. Honsak), Dursun (74. Platte)

Tore: 0:1 Schnellhardt 25. 0:2 Paik 59. 0:3 Dursun 72.

Im letzten Pflichtspieleinsatz des denkwürdigen Corona-Jahres 2020 ersetzte der zuletzt gegen Würzburg gelb-rot-gesperrte Lukas Mai seinen Defensivkollegen Patric Pfeiffer. Ansonsten vertraute Übungsleiter Anfang in „Elbflorenz“ der Elf, die am letzten Samstag einen 2:0-Arbeitssieg gegen das Zweitligaschlusslicht eintütete. Gastgeber Dynamo, seines Zeichens dank sieben „Dreiern“ aus den vergangenen acht ungeschlagenen Partien souveräner Drittligaspitzenreiter, wurde von keinem geringeren als dem „Darmstädter Bub“ Yannick Stark auf die grüne Wiese des Rudolf Harbig – Stadions geführt.

Nach einer viertelstündigen Kennenlernphase ohne Torgefahr hüben wie drüben nahmen die 98er Fahrt auf und erspielten sich einige gute Chancen. Die Führung in der 25. Minute war schließlich folgerichtig. Im ersten Versuch scheiterte Dursun, doch der abprallende Ball fiel vor die Schlappen von Fabian Schnellhardt, der die Pille fulminant unter dem Dach versenkte. Auch im weiteren Verlauf bis zum Seitenwechsel rechtfertigte der selbstbewusst auftretende Sportverein den verdienten Vorsprung.

In der zweiten Hälfte blieben die Lilien am Drücker, ließen allerdings zunächst mehrfach das 2:0 liegen. Nach einer Stunde Matchdauer war es dann aber soweit – und das in einer mehr aus sehenswerten Version. Paik bereitete seinen eigenen Treffer mit einem Zuspiel auf Dursun vor. Der blau-weiße Goalgetter bedankte sich für diese Gunst, indem er die Kugel grandios per Hacke an den dann abschließenden Südkoreaner zurückschickte.

Die letzten Zweifel am Erreichen des Achtelfinals räumte Dursun nach Vorarbeit von Holland persönlich auf die Müllhalde, während der Drittligaprimus die Überlegenheit seines südhessischen Gastes neidlos anerkennen musste. Damit verabschiedet sich der SV98 mit drei Pflichtsiegen ohne jegliches Gegentor in die kurze Winterpause. Sicherlich eine Bilanz, die der blau-weißen Anhängerschaft in dieser schwierigen Epoche die besinnlichen Tage versüßen wird.

Die Mannschaft von Markus Anfang ist dann am 2. Januar in der Liga beim VfL Bochum wieder gefordert. Tags darauf wird jeder 98er sicherlich die ARD-Sportschau verfolgen, wo das Achtelfinale ausgelost wird. Vielleicht bietet sich ja dann Anfang Februar gegen einen machbaren Kontrahenten die Chance, zum zweiten Mal nach 1987 (0:1 gegen den HSV, wer ist Manfred Kastl?) ins DFB-Pokalviertelfinale einzuziehen…  

Letzte Änderung amDienstag, 22 Dezember 2020 23:14
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