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Hessenliga

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Griesheim mittendrin am großen „Kellerspieltag“

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Ob solch eine dramatische Konstellation der Hessenligaspielplangestalter beim Tüfteln der Terminliste in Erwägung gezogen hat? Auf jeden Fall „kracht“ es am kommenden Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt, denn die acht letztplatzierten Vereine des Ranking kreuzen allesamt untereinander die Klingen. Darunter die Griesheimer Viktoria, die am Hegelsberg den FV Bad Vilbel empfängt.

Für den Sportclub ist es die fünfte „Sechspunktebegegnung“ hintereinander gegen einen unmittelbaren Rivalen auf der Jagd nach dem Ligaverbleib. Vor der Winterpause lief es gegen den FSC Lohfelden und den Hünfelder SV zweimal in Form der vollen Beute perfekt (jeweils Nachholverpflichtung), während die ersten beiden Aufgaben des neuen Jahres gegen die gleichen Herausforderer nicht nur sprichwörtlich in die Hose gingen. Ergo sitzt der Enttäuschungsstachel aktuell sehr tief im viktorianischen Lager. Der vor dem Weihnachtsurlaub erarbeitet kleine Vorsprung zur Abstiegszone ist aufgebraucht. Die Kellerkonkurrenz hat fleißig gepunktet und deshalb den SCV über- bzw. eingeholt oder sich gefährlich angenähert.

Aufgrund des erwähnten Aufpralls der momentan acht am meisten vom Absturz bedrohten Protagonisten werden am anstehenden Spieltag erneut mindestens vier „Wackelkandidaten“ zulegen. Neben Ederbergland vs. Friedberg, Flieden vs. Lohfelden und Neu-Isenburg vs. Hünfeld kommt es also in der Zwiebelstadt zum Duell Griesheim contra Bad Vilbel. Die anreisenden Gäste baden derzeit in den rettenden Gewässern, haben aber gegenüber dem Team von Coach Richard Hasa nur zwei Zähler mehr auf dem Konto. Mit einem „Dreier“ kann die Viktoria nach Adam Riese die Brunnenstädter wieder überflügeln.

Die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis ist nach dem doppelten Schlucken von bitteren Pillen natürlich riesengroß. Vielleicht platzt ja so wie im Hinspiel der Knoten. Damals legte Griesheim nach einem absoluten Saisonfehlstart gleich zwei Minusserien zu den Akten. Der 2:1-Sieg im Wetteraukreis (Tore Volk & Stork) bescherte nicht nur den Premierensieg der laufenden Runde, sondern auch den ersten Auswärtsdreier nach zuvor fast zwei Jahren Entzug dieses Hessenligagefühls in der Fremde.

Das sollte doch Mut einflößen, dass gegen Bad Vilbel erneut die Wende glückt, zumal der FV am vergangenen Samstag beim Klassenprimus FC Gießen böse unter die Räder geriet (0:7) und eventuell noch an den „Nachwehen“ dieser Abfuhr leidet. Auf der anderen Seite gewann der FV sein Eröffnungsmatch 2019 gegen Lohfelden 1:0. Also gegen den Kontrahenten, bei dem der SCV eine Woche später sang- und klanglos mit 0:3 die Segel streichen musste. Gute Nerven, wahrscheinlich viel Geduld und der unbedingte Wille für ein positives Resultat sind am Wochenende also gefragt. Nicht nur am Hegelsberg, auch auf den drei anderen Stätten der berühmten „Big Point – Vergleiche“.

Wenn soviel Zitterkandidaten sich intern gegenüberstehen, spielen zwangsläufig die Aufstiegsaspiranten auf ihrer separaten Bühne. Und so wirft der Plan die Hits zwischen Waldgirmes (7.) und Baunatal (6.), Barockstadt Fulda (5.) und Bayern Alzenau (2.) und vor allem Hessen Kassel (3.) und FC Gießen (1.) aus. Das Auestadion wird bei diesem Knaller wieder einmal mit einer vierstelligen Kulisse ins Rampenlicht rücken. Die achte Paarung führt den VfB Ginsheim zu RW Hadamar. Trotz der hohen Hürde hoffen die Fußballer vom Altrhein, dort nach dem in Baunatal erlittenen 0:1-Dämpfer wieder Punkteproviant zu horten.

Alle Partien vom 24. Hessenligaspieltag:

Sa 09.03. 15.00

KSV Hessen Kassel – FC Gießen 14.00, FC Ederbergland – Türk Gücü Friedberg, Buchonia Flieden – FSC Lohfelden, Viktoria Griesheim – FV Bad Vilbel, Rot-Weiß Hadamar – VfB Ginsheim, SG Barockstadt Fulda – Bayern Alzenau, SC Waldgirmes – KSV Baunatal

So 10.03. 15.00

Spvgg Neu-Isenburg – Hünfelder SV

Spielfrei: FC Eddersheim

 

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 07 März 2019 10:12
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