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Hessenliga

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Mit Rückenwind zum „Angstgegner“

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Den in Friedberg hingelegten Befreiungsschlag möchte Viktoria Griesheim am Samstag im Rahmen der nächsten Hessenligarunde bei RW Hadamar natürlich gerne vergolden. Allerdings empfängt der Hausherr am Rande des Westerwalds seine südhessischen Gäste mit einer für den Sportclub unschönen Referenz. 

Seit der Installation dieser Paarung auf der Hessenligaplattform anno 2012 versuchte es der SCV geschlagene dreizehn Mal, Hadamar in die Knie zu zwingen. Immer vergebens, denn neben sieben Unentschieden kassierte man sechs Niederlagen. Eine davon setzte es beim Hinspiel am Hegelsberg (0:2). Jetzt folgt also der vierzehnte Anlauf für einen Debütdreier, wobei Griesheim angesichts der tabellarischen Außenseiterrolle zumindest vor dem Anpfiff wahrscheinlich ein achtes Remis unterschreiben würde.

Beide Seiten eint die positive Tatsache, dass am vergangenen Spieltag die jeweilige Ergebniskrise beendet respektive der erste Sieg in diesem Jahr eingefahren wurde. Hadamar fand in Bad Vilbel den Ausgang aus der Talsohle (2:1) und sitzt wieder auf dem vierten Platz (angesichts des enormen Rückstandes nach ganz oben dürfte aber der Aufstiegszug ohne rot-weißes Ticket abfahren), während der Sportclub bei Türk Gücü Friedberg endlich am 2019-Punktezuschussprogramm teilnahm und seinen drei Pleiten währenden Minuslauf stoppte.

Der Auswärtserfolg beim Neuling, mit dem man im Klassement jetzt wieder gleichauf rangiert, war natürlich Gold wert, nachdem zuvor die drei ersten Duelle nach der Winterpause gegen direkte Kontrahenten in die Hose gingen. Griesheim ist wieder über dem Strich positioniert (Elfter) und kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft bewerkstelligen. Dass es eng wird, steht dennoch außer Frage. Bis vielleicht auf das schon relativ abhängende Schlusslicht Spvgg Neu-Isenburg (bereits zehn Zähler zum rettenden Ufer schwach) dürfen alle Klubs noch auf ein Happyend hoffen. Hochspannung ist für das letzte Saisondrittel garantiert.

Das gefährdete Areal beginnt schon ab Stufe Acht und dort residiert der VfB Ginsheim, der also so etwas wie den „Spitzenreiter der Abstiegszone“ darstellt. Die Kicker vom Altrhein haben sich dieses „Status“ durch ein 1:0 über Barockstadt Fulda erarbeitet und fahren am Samstag mit Revanchegelüsten für die im Hinspiel erlittene 1:5-Klatsche sicherlich nicht chancenlos zum seit der Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs schwächelnden respektive sieglosen SC Waldgirmes. Die Woche für Woche auf dem Fahrplan blinkenden „Usus-Sechspunktevergleiche“ im Ligaverbleibfight steigen diesmal zwischen dem FC Ederbergland und dem Hünfelder SV sowie FC Eddersheim und Türk Gücü Friedberg.

In Neu-Isenburg kommt es zur David contra Goliath – Konfrontation des heimischen Trägers der roten Laterne mit dem einsam das Feld anführend Spitzenreiter FC Gießen, dessen Traum vom „Double“ unter der Woche platzte (Knockout im Hessenpokalhalbfinale nach einem verlorenen Elfmeterschießen beim Ligakollegen KSV Baunatal). Die beiden Primusverfolger prallen im Topphit des Spieltages aufeinander und dabei lastet der Druck vor allem auf dem KSV Hessen Kassel. Sieben Zähler beträgt das aktuelle Defizit zum Relegationsplatz Zwei, den das jetzt im Auestadion auflaufende Team von Bayern Alzenau seit Monaten fest abboniert hat. Fürwahr ein wegweisendes Match. Den Löwen hilft prinzipiell nur ein Sieg, um die Wiederaufstiegshoffnung am Leben zu erhalten.  

Alle Partien vom 26. Hessenligaspieltag:

Sa 23.03.

Rot-Weiß Hadamar – Viktoria Griesheim 14.00, KSV Hessen Kassel – Bayern Alzenau 14.00, FC Ederbergland – Hünfelder SV 15.00, SG Barockstadt Fulda – FV Bad Vilbel 15.00, SC Waldgirmes – VfB Ginsheim 15.00, Buchonia Flieden – KSV Baunatal 15.00

So 24.03.

Spvgg Neu-Isenburg - FC Gießen 15.00, FC Eddersheim – Türk Gücü Friedberg 15.30

Spielfrei: FSC Lohfelden

Letzte Änderung amFreitag, 22 März 2019 10:50
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