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Hessenliga

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Griesheim gastiert erstmals seit 2012 an der Okrifteler Straße – Ginsheimer Toppspiel in Fulda

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Nach den beiden Auftaktheimpleiten gibt Viktoria Griesheim im Rahmen der einzigen Hessenligasonntagspartie sein saisonales Auswärtsdebüt. Die Reisespesen werden sich in Grenzen halten, denn bei Aufsteiger Rot-Weiß Walldorf steht die Reaktivierung eines rund sieben Jahre brach liegendem „Derbys“ des Darmstädter Fußballbezirks an.

2:4 gegen Ginsheim und 0:2 gegen Fulda-Lehnerz: Der Sportclub hat den Rundenauftakt 19/20 ergebnistechnisch in den Sand gesetzt und muss ergo auf Anhieb wachsam sein, dass der Anschluss nicht flöten geht. Allerdings sollte man den Fehlstart nicht dramatisieren, weil die beiden bisherigen Gegner perfekt aus den Startlöchern gekrochen sind und deshalb auch die die ersten beiden Positionen der Rangliste belegen.

Die Hoffnung lebt vor dem ersten Dienstausflug der neuen Spielzeit, dass sich die Personallage entspannt und der Resultatsknoten platzt. Dass die Mannschaft von Trainer Richard Hasa von einem hoch motivierten Gastgeber erwartet wird, sollte jedem im viktorianischen Lager allerdings auch bewusst sein.

Walldorf ist nach einer 24jährigen „Hessenligaquarantäne“ wieder auf dem sportlichen Damm und mit Glanz und Gloria ins Oberhaus zurückgekehrt. 1995 durften sich die rot-weißen Fans letztmals am Oberhausfußball erlaben. Zwischenzeitlich war man sogar in die Kreisoberliga abgedriftet. Doch nun hat Coach Max Martin eine imposante Renaissance bewirkt. Martin, der bereits 2016 Viktoria Urberach in die Hessenliga dirigierte, zauberte in Walldorf nach Anfangsschwierigkeiten das gleiche Kunststück auf das Parkett. Diesmal glückte ihm sogar eine doppelte Beförderung, denn bis zum Frühjahr 2018 fristete RW noch ein Gruppenligadasein. Dann sorgte ein überragender Durchmarsch (binnen zwölf Monaten Gruppenliga- und Verbandsligameister) dafür, dass an der Okrifteler Straße wieder höherklassiger Fußball angeboten wird.

Der Neuling setzte seine aktuelle Erfolgsgeschichte auch in der Hessenliga unbeirrt fort. Beim Comebackheimspiel gegen den FC Eddersheim drehte Walldorf einen 1:2-Rückstand in ein umjubeltes 3:2. Auch der zweite Einsatz beim Mitaufsteiger SV Steinbach wurde ohne Niederlage überstanden (1:1), weshalb die Rot-Weißen mit vier Zählern aus zwei ungeschlagenen Spielen glänzend im Rampenlicht stehen.

Für die Sichtung des letzten Hessenligavergleichs zwischen den beiden Klubs müsste Marty McFly seinen DeLorean ins Jahr 1991 steuern. Nicht ganz so lange liegt das letzte Punktspielduell zurück. Im Laufe der Verbandsligasaison 11/12 verbuchte die Viktoria auf dem Weg zur Meisterschaft zwei „Dreier“. An der Okkrifteler Straße triumphierte Griesheim mit 3:1. Die Tore erzielten Jean-Marie Starck, Florian Muhl (damals wie heute im Kader) und Evripidis Zisopoulos bei einem Gegentreffer von Ali Ibrahimaj und die Trainer hießen Rainer Kolitsch (SCV) bzw. Kures Massali (RW). Während Griesheim seinerzeit aufstieg, wanderte Neuling Walldorf trotz zwei Relegationssiegen wegen einem nicht mehr korrigierbaren 1:3 gegen den FC Fürth wieder hinunter in die Gruppenliga. 

Der Blick in die Geschichte hilft den Zwiebelstädter allerdings wenig, um den negativen Tendenzbock umzustoßen. Falls die Resultatswende dennoch gelingen sollte, wäre es vor den nächsten beiden schweren Aufgaben in der Fremde beim VfB Ginsheim und RW Hadamar Balsam für die Seele und natürlich das Konto.

Apropos Ginsheim: Der VfB-Traumauftakt wird jetzt durch einen absoluten Tabellenleckerbessen gekrönt. Nach dem 4:2 am Hegelsberg überrollte das Team vom Altrhein Aufstiegsfavorit Hessen Dreieich nach einer beeindruckenden Vorstellung mit 5:2 und darf deshalb am Samstag beim Spitzenreiter Fulda-Lehnerz (ebenfalls zwei Siege) zum Tanz der beiden einzigen optimal gestarteten Hessenligamannschaften bitten. Eine weiße Weste muss also am Samstagabend in die Waschmaschine. Ginsheim ist es vor dem Kracher Eins vs. Zwei durchaus zuzutrauen, auch in der Barockstadt etwas zu reißen. In der vergangenen Spielzeit überraschte der VfB mit einem spektakulärem 4:4 in Osthessen und konnte den hoch gehandelten Rivalen sogar zu Hause bezwingen (1:0).

Alle Partien vom 3. Hessenligaspieltag:

Fr 09.08. 19.30

Rot-Weiß Hadamar – FC Eddersheim, SC Hessen Dreieich – FC Hanau 93

Sa 10.08. 15.00

Eintracht Stadtallendorf – FSV Fernwald 14.00, SC Waldgirmes – KSV Hessen Kassel, Türk Gücü Friedberg – TuS Dietkirchen, SG Barockstadt Fulda – VfB Ginsheim, SV Neuhof – SV Steinbach 17.00  

So 11.08. 15.00

Rot-Weiß Walldorf – Viktoria Griesheim

Verlegt auf 24.09: FV Bad Vilbel – KSV Baunatal (der KSV empfängt am Samstag im DFB-Pokal den VfL Bochum)

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 08 August 2019 21:30
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