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Hessenliga

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Schreibt Viktoria Griesheim die aktuelle Erfolgsstory fort?

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Mit dem Rückenwind eines vor Wochen nicht für möglich gehaltenen Positivlaufs empfängt Viktoria Griesheim am Samstag zur dreizehnten Saisonligaverpflichtung den KSV Baunatal. Ein erneuter „Dreier“ würde dem Sportclub den sensationellen Serienausbau auf fünf Siege in Folge bescheren.

Nur zwei Hessenligisten glückte das Kunststück, während der zurückliegenden englischen Woche die perfekte Beute von neun Zählern einzufahren. Dass diese beiden Vereine Neuling RW Walldorf und eben der SCV sind, hatte sicherlich vor dem Start dieses Terzettmatchmarathons niemand auf der Rechnung. Was die Mannschaft von Richard Hasa für Nervenschlachten inklusive Happyend abliefert, erinnert stark an ein Sammelsurium von Hitchcockinszenierungen. Alle fünf Saisonsiege wurden mit nur einem Tor Unterschied errungen und standen stets bis zum erlösenden Abpfiff auf der Kippe. Jüngstes Beispiel war das 3:2 am vergangenen Sonntag in Hanau, als man einen 1:2-Rückstand drehte und in der Nachspielzeit von der Gunst eines verschossenen Gastgeberelfmeters profitierte.

Momentan macht Griesheim seinem „Vereinsvornamen“ alle Ehre (schließlich fungiert Viktoria in der römischen Mythologie als Sieggöttin) und erhält noch zusätzlichen Beistand von Glücksgöttin Fortuna. Diese adäquate Mischung plus natürlich die immense Leistungssteigerung des Teams gegenüber den ersten Rundenpartien sorgte für den Aufschwung, der den Sportclub mit einem Vorsprung von drei Zählern aus der Abstiegszone katapultierte. Falls vor vier Wochen jemand orakelt hätte, dass nach dem zwölften Spieltag sechzehn Punkte in der Bilanz stehen und man gleichauf mit dem schwächelnden Aufstiegskandidat Hessen Kassel rangiert, wäre er wohl zu einem Flug über das Kuckucksnest eingeladen worden.

In der Auswärtstabelle belegt Griesheim sogar den zweiten Platz, denn der meiste Proviant wurde in der Fremde gehortet. Am Samstag ist „allerdings“ wieder Heimspiel-Time. Dass es auch zu Hause funktioniert, unterstrich ja der letzte Auftritt am Hegelsberg (2:1 gegen Dreieich). Mit drei Zählern Rückstand zum SCV kommt der bislang weiter hinter den Erwartungen zurück gebliebene KSV Baunatal in die Zwiebelstadt. Der einstige Zweitligist dürfte ergo sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um seine Abwärtstendenz zu stoppen. Der letzten Sieg gegen die Nordhessen ist datiert vom Mai 2018, als man sich nach einem erzitterten 2:1 den Klassenerhalt sicherte. Falls der nächste Siegstreich die SCV-Vita bereichern soll, muss Griesheim wieder alle Tugenden aktivieren – und wohl auch auf den Fortbestand des Spielglücks hoffen.

An der Tabellenspitze vollzog sich am vergangenen Wochenende ein „Machtwechsel“. Etwas überraschend hat der FC Eddersheim den eigentlich ganz oben vermuteten Protagonisten den Rang abgelaufen und grüßt erstmals vom Hessenligagipfel. Im Heimspiel gegen TuS Dietkirchen soll diese glänzende Momentaufnahme verteidigt werden. Die Verfolger Eintracht Stadtallendorf (gegen TG Friedberg) und SG Barockstadt (gegen Hanau 93) haben auf dem Papier ebenfalls lösbare Aufgaben vor der Brust. Auch der Job des zuletzt zweimal sieglosen VfB Ginsheim am Sonntag gegen Schlusslicht FSV Fernwald scheint machbar, doch einen Grund zum Unterschätzen gibt es selbstredend nicht. Zum gleichen Zeitpunkt wartet der kecke und inzwischen auf die vierte Rankingsprosse gekletterte Aufsteiger RW Walldorf mit dem Hochgefühl von drei hintereinander eingetüteten „Dreiern“ auf den unberechenbaren SC Dreieich. 

Alle Partien vom 13. Hessenligaspieltag:

Sa 12.10. 15.00

Eintracht Stadtallendorf – Türk Gücü Friedberg 14.00, SG Barockstadt – FC Hanau 93 14.00, KSV Hessen Kassel – SV Steinbach 14.00, Rot-Weiß Hadamar – SC Waldgirmes, Viktoria Griesheim – KSV Baunatal

So 13.10. 15.00

VfB Ginsheim – FSV Fernwald, SV Neuhof – FV Bad Vilbel, Rot-Weiß Walldorf – SC Hessen Dreieich, FC Eddersheim – TuS Dietkirchen

Letzte Änderung amSonntag, 13 Oktober 2019 21:09
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