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Hessenliga

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Unbequeme Aufgabe beim Schlusslicht in Mittelhessen

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Zum ersten von drei aufeinander folgenden Auswärtsspielen gastiert Viktoria Griesheim am Samstag beim Aufsteiger FSV Fernwald. Sicherlich ein undankbarer Job, weil angesichts der mageren Punktebilanz des Trägers der roten Laterne so mancher Tabellenanalyst einen Zugewinn für den Sportclub erwartet.

Doch so einfach ist es natürlich nicht, auch wenn die anreisende Mannschaft von Trainer Richard Hasa zwölf Punkte mehr als sein Gastgeber gesammelt hat und im Auswärtsranking auf einem stolzen fünften Tabellenplatz rangiert. Man kann nur warnend den Zeigefinger heben, weil der FSV nach einem völlig missglückten Hessenligawiedereinstieg und einem Trainerwechsel inzwischen seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt hat und in den vergangenen Wochen eine ansteigende Formkurve aufweist.

Erst vor einer Woche feierte Fernwald beim Vorholtermin gegen Türk Gücü Friedberg den ersten Heimsieg (5:2), ehe es letzten Sonntag im Kellerduell beim SV Steinbach einen ärgerlichen Rückschlag setzte (2:3 nach 2:1-Führung). Statt die rote Laterne seinem Gastgeber zu überreichen, ist der Rückstand ergo weiter angewachsen. Doch der von vielen hoffnungslos abgeschlagen eingeschätzte FSV wird mit Sicherheit nicht die Flinte ins Korn werfen und glaubt noch an seine Klassenerhaltschance. Für eine Unterschätzung besteht ergo nicht der geringste Anlass.

Vor wenigen Monaten stieg der nahe Gießen beheimatete Klub nach einer fünfjährigen Abstinenz wieder ins hessische Kickoberhaus auf, dem man schon von 2005 bis 2014 nonstop angehörte, ehe aus wirtschaftlichen Gründen eine freiwillige Rückgliederung in die Gruppenliga folgte. Dort wurde 2017 die Beförderung Richtung Verbandsliga klar gemacht und am Ende der Spielzeit 18/19 glückte wie erwähnt das Hessenligacomeback.

Zwischen 2012 und 2014 standen sich die kommenden Duellanten viermal gegenüber, wobei die Viktoria einen Sieg verbuchte. Allerdings am Hegelsberg (2:1). Ergo hat der SCV in Fernwald noch nie gewonnen. Nach dem nächsten knappen Erfolgserlebnis gegen Dietkirchen (das 3:2 war der fünfte Sieg aus den letzten sieben Partien) hofft Griesheim für die Distanzwahrung zur Abstiegszone natürlich auf weiteres Zubrot. Das Erreichen dieses Ziels wäre enorm wichtig. Vor allem wenn man in Erinnerung ruft, dass im Anschluss die schweren Dienstausflüge zu den Ligatoppadressen nach Eddersheim und Fulda auf dem Fahrplan stehen.

Ebenfalls am Samstag muss Rot-Weiß Walldorf bei den wieder in Schwung gekommenen Kasseler Löwen antreten und tourt ungeachtet der relativen Tabellennachbarschaft nur als Außenseiter ins Auestadion. Diese Paarung kommt einer echten Reaktivierung gleich, denn die beiden Opponenten kreuzten während der Saison 93/94 letztmals die Hessenligaklingen. Erst am Sonntag ist der VfB Ginsheim gefordert und erhält Besuch vom zuletzt schwächelnden SC Waldgirmes (lediglich ein „Dreier“ aus den vergangenen sieben Matches). Allerdings entpuppte sich der SCW bislang als „Altrhein-geeicht“ und gestaltete beide Prüfungen beim Mitaufsteiger von 2017 erfolgreich (4:2 & 5:1).

Alle Partien vom 16. Hessenligaspieltag:

Fr 01.11. 19.30

SC Hessen Dreieich – Eintracht Stadtallendorf, FV Bad Vilbel – Türk Gücü Friedberg

Sa 02.11. 14.30

KSV Hessen Kassel – Rot-Weiß Walldorf 14.00, KSV Baunatal – SV Neuhof 14.00, FSV Fernwald – Viktoria Griesheim, FC Hanau 93 – Rot-Weiß Hadamar, TuS Dietkirchen – SG Barockstadt 17.00

So 03.11.

VfB Ginsheim – SC Waldgirmes 14.30, FC Eddersheim – SV Steinbach 15.30

 

Letzte Änderung amFreitag, 01 November 2019 11:12
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