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Hessenliga

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SCV-Paukenschlag am Hegelsberg – 4:0 gegen RW Walldorf dokumentiert den höchsten Saisonsieg

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Am drittletzten Spieltag vor der nahenden Winterpause sorgte Viktoria Griesheim für positive Furore. Ausgerechnet im Hessenligaderby zweier Konkurrenten des Darmstädter Fußballbezirks wuchs der Sportclub über sich hinaus und feierte mit einem unerwartet deutlichen 4:0 gegen den stärksten Aufsteiger RW Walldorf den mit Abstand höchsten Saisonsieg.

Dank diesem Coup nahm die Mannschaft von Coach Richard Hasa eine gelungene Revanche für die 2:6-Hinspielpleite und verbesserte sich mit fünf Punkten Vorsprung zur Abstiegszone auf den zehnten Tabellenplatz, während Walldorf zunächst einmal auf dem siebten Rang sitzen bleibt. Ebenfalls wichtige „Dreier“ für das Ziel Klassenerhalt sackten Türk Gücü Friedberg (2:1 in Dietkirchen), der KSV Baunatal (bereits am Freitag 2:0 gegen Bad Vilbel) und Hanau 93 (3:1 gegen Dreieich) ein.

Durch die Niederlage in Hanau hat sich der SC Hessen bis auf weiteres aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Von den Toppkandidaten, die um eine Beförderung in die Regionalliga buhlen, war am Samstag nur Hessen Kassel am Ball. Die Löwen meisterten ihre Pflichtaufgabe und setzten durch ein 4:1 über den SC Waldgirmes ihre seit Wochen anhaltende Aufholjagd produktiv fort.

Am Sonntag löste dann das Führungsduo seine Aufgaben ohne Kratzer. Branchenleader FC Eddersheim führt das Hessenligafeld nach dem 3:1 im Spitzenspiel gegen RW Hadamar weiterhin mit einem Punkt Vorsprung auf ET Stadtallendorf (2:0-"Pflichtsieg" beim Schlusslicht FSV Fernwald) an. Neben Hadamar verlor auch die SG Barockstadt den Kontakt zu den Aufstiegsrängen, weil der VfB Ginsheim mal wieder einen Sahnetag erwischte und zu Hause die Osthessen mit 3:1 in die Schranken wies. Das Kellerduell der beiden "SV-Neulinge" endete mit einem 2:1 für Steinbach gegen Neuhof.

KSV Baunatal – FV Bad Vilbel  2:0  (Fr)

Tore: 1:0, 2:0 Wolf 58., 67.

Zuschauer: 100

KSV Hessen Kassel – SC Waldgirmes  4:1

Tore: 0:1 Schneider 7. 1:1 Meha 21. 2:1, 3:1 Saglik 31. FE, 58. 4:1 Mogge 80.

Zuschauer: 1450

TuS Dietkirchen – Türk Gücü Friedberg  1:2

Tore: 1:0 Müller 18. 1:1 Hagley 28. 1:2 Solak 40.

Zuschauer: 150

Viktoria Griesheim – Rot-Weiß Walldorf  4:0

Tore: 1:0 Stange 23. 2:0 Bahssou 29. 3:0 Kazimi 60. 4:0 Stork 88. FE

Zuschauer: 150

3:2, 2:1 & 1:0: So lauteten die „Herzkasper-Scores“, mit denen der SCV vor dem heutigen Match seine sieben Saisonsiege einfuhr. Der achte Rundendreier fällt ergo total aus der Rolle, was die Griesheimer Protagonisten nach dem Kehraus natürlich nicht die Bohne interessierte. Auf solch ein klar protokolliertes Erfolgserlebnis musste die Viktoria bis zum neunzehnten Hessenligaspieltag warten. Ein Grund für das überraschende Resultat könnte das nebenan in der Grillhütte über die Bühne gehende traditionelle Schlachtfest sein. „An den Schlachtfestspieltagen waren wir schon in den letzten Jahren auch sportlich stets gut drauf“ erklärte SCV-Spielausschussvorsitzender Uwe Krichbaum mit einem Augenzwinkern.

Die Basis für den in dieser Höhe kaum einkalkulierten Triumph legten die überraschend vielen Walldorfer Ballverluste im Spielaufbau, welche der Hausherr gnadenlos effizient ausnutzte, sowie die sich überaus taktisch diszipliniert präsentierende Defensivabteilung. Auch ohne den gesperrten Abwehrchef Fabian Windeck hielt die SCV-Abwehr den Laden konsequent dicht und wenn die Kugel doch einmal durchflutschte, war der sichere Keeper Paul Jivan auf dem Posten.

Den Gästen von der Okrifteler Straße, denen zudem die verlorene Nachholverpflichtung vom Mittwoch gegen Hanau 93 (1:2) in den Knochen steckte und vielleicht auch in den Köpfen herumspukte, fiel auf der kreativen Schiene nicht viel ein. Die nett anzuschauenden Offensivvorträge wurden ohne Druck sowie dem letzten Biss abgespult. Diesbezüglich war Griesheim heute aus einem anderen Holz geschnitzt. Den ersten krassen Abspielfehler bestrafte Dario Stange und auch dem wenig später folgenden 2:0 durch Younes Bahssou ging ein krasses Missverständnis der Rot-Weißen voraus.

Nach dem Seitenwechsel lauerte der Sportclub fortan gewieft auf weitere Patzer, die der Aufsteiger unfreiwillig produzierte. Der nächste Profiteur war Ali Kazimi und mit dem 3:0 war das Ding am Hegelsberg bereits entschieden. Kurz vor dem Abpfiff wurde Kazimi im Sechzehner regelwidrig von den Beinen geholt und so trug sich auch noch der eingewechselte Pascal Stork durch einen verwandelten Foulelfmeter in die Liste des höchsten Saisonsieges ein. Danach konnte die Party beim viktorianischen Schlachtfest in der Grillhütte endgültig beginnen.  

FC Hanau 93 – SC Hessen Dreieich  3:1

Tore: 0:1 Streker 28. 1:1 Gogol 43. 2:1 Bari 73. 3:1 Franz 90.

Zuschauer: 120

FSV Fernwald – Eintracht Stadtallendorf  0:2  (So)

Tore: 0:1 Nolte 36. 0:2 Da Silva 83.

Zuschauer: 280

SV Steinbach – SV Neuhof  2:1  (So)

Tore: 0:1 Görner 26. 1:1 Kvaca 84. FE 2:1 M. Wiegand 90.

Zuschauer: 250

VfB Ginsheim – SG Barockstadt  3:1  (So)

Tore: 1:0 Thomasberger 21. 2:0 Özer 56. 3:0 Jakubovic 61. 3:1 Schaaf 72.

Zuschauer: 200

FC Eddersheim – Rot-Weiß Hadamar  3:1  (So)

Tore: 0:1 Burggraf 11. 1:1, 2:1 Akbulut 24. FE, 28. 3:1 Dechert 72.

Zuschauer: 300

 

Letzte Änderung amSonntag, 24 November 2019 22:04
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