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Hessenliga

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Kurz vor dem Weihnachtsurlaub Matchdoppelpack gegen einen „unbekannten“ Neuling

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Der kuriose Spielplan will es so, dass die Hessenligavereine im Verlauf der schon begonnenen Rückrunde an den beiden nächsten Wochenenden gegen ein und denselben Kontrahenten ihre letzten Einsätze vor dem Gang in die Winterpause bestreiten. Im Falle von Viktoria Griesheim heißt die doppelte Jahreskehrausaufgabe SV Neuhof.

Jeweils samstags (30.11., 07.12.) tritt der Sportclub erstmals in seiner Klubhistorie gegen den Neuling aus Osthessen an: Jetzt zunächst auswärts und in der Folgewoche dann zu Hause am Hegelsberg. Kein Wunder also, dass der SV Neuhof für die Viktoria praktisch ein unbeschriebenes Blatt darstellt. Allerdings machte der Newcomer vor langer Zeit schon einmal auf der heimischen Bundeslandbühne auf sich aufmerksam. 59/60 kickte der SVN für zwölf Monate in der 1. Amateurliga Hessen, einem Vorläufer der heutigen Hessenliga.

Danach verschwand der Verein zumindest für das südhessische Auge aus dem Blickfeld und meldete sich erst zum Ausklang der zurückliegenden Saison auf der überregionalen Bekanntheitstafel zurück. Als Vizemeister der Verbandsliga Nord nahm Neuhof an der Aufstiegsrelegation teil und qualifizierte sich souverän für die Hessenliga. Dort feiert man durch zwei „Dreier“ an den ersten vier Spieltagen gegen den FSV Fernwald einen gelungenen Einstieg, ehe der Tatsachenboden Tribut forderte und die Reise in den Tabellenkeller ging. Seit Mitte August glückte nur noch ein weiterer Sieg, so dass der Rückstand zum rettenden Ufer schon enorm ist.

In diesem Areal macht es sich der Sportclub aus Griesheim indes immer bequemer. Die zufrieden stellende Zwischenbilanz von 25 Punkten hatte nach dem schwachen Rundenstart nur die Berufsoptimisten auf der Rechnung. Das nimmer erwartete und deshalb imponierende 4:0 über RW Walldorf (dank hoher  Abschlusseffizienz und perfekt funktionierender Abwehrarbeit höchster Saisonerfolg nach den sieben denkbar knappen Siegen im vorherigen Saisonverlauf) sorgte für eine Zementierung der relativ beruhigenden Momentaufnahme (fünf Zähler vor der Abstiegszone).

Der dritte Rundenheimdreier soll aber logischerweise noch nicht das Ende der punktuellen Jahresfahnenstange sein. Natürlich will das Team von Trainer Richard Hasa in den beiden Begegnungen gegen den SV Neuhof noch den bestmöglichen Profit herausholen – auch wenn über das Leistungsvermögen des Neulings wenig bekannt ist. Als Warnung dient dessen jüngstes Heimspiel, als Neuhof Spitzenreiter FC Eddersheim ein 1:1 abknöpfte und dabei erst in letzter Sekunde den Ausgleich kassierte. Unabhängig davon hofft Griesheim, dass die am Samstag (Anstoß erst um 16Uhr) im Landkreis Fulda aufgestellte Hürde keinen Stolperstein darstellt, ehe am siebten Dezember gegen den identischen Kontrahenten der 2019-Showdown im Wohnzimmer des Hegelsberg über die Bühne geht.

Im Kampf um den Titel respektive den Regionalligaaufstieg bietet die Hessenliga zum kickenden Jahreskehraus noch einen Doppelknaller an. In Hin- und Rückspiel kreuzen die beiden im Ranking am besten platzierten Teams Eintracht Stadtallendorf und FC Eddersheim untereinander die Klingen. Rot-Weiß Walldorf bekommt es nach den jüngsten Dämpfern (1:2 gegen Hanau, 0:4 in Griesheim) noch zwei Mal mit Barockstadt Fulda und damit mit einem Beförderungsanwärter zu tun, während sich der VfB Ginsheim mit einem doppelten Einsatz gegen Hanau 93 in die Winterpause verabschiedet. 

 

Das Hessenliganachholspiel vom Mittwochabend:

Türk Gücü Friedberg - FV Bad Vilbel  0:4 

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Bauscher 20., 28., 47. 0:4 Grüter 64.

Zuschauer: 100

 

Alle Partien vom 20. Hessenligaspieltag:

Sa 30.11. 14.30

Eintracht Stadtallendorf – FC Eddersheim 14.00, FC Hanau 93 – VfB Ginsheim, Türk Gücü Friedberg – FSV Fernwald, SC Waldgirmes – TuS Dietkirchen, Rot-Weiß Hadamar – SV Steinbach, SC Hessen Dreieich – KSV Baunatal 15.00, SV Neuhof – Viktoria Griesheim 16.00

So 01.12.

Rot-Weiß Walldorf – SG Barockstadt Fulda 14.00

 

FV Bad Vilbel – KSV Hessen Kassel abgesagt

Die Löwen können sich vorerst die Reise in die Wetterau sparen, weil die Stadt Bad Vilbel das Niddasportfeld gesperrt hat. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.  

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