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Hessenliga

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Der „Angstgegner“ schaut mal wieder am Hegelsberg vorbei – Derby in Ginsheim

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Der 23. Hessenligaspieltag sieht für Viktoria Griesheim das vierte Heimspiel in Folge vor. Am Samstag besucht Rot-Weiß Hadamar den Hegelsberg mit der für den Sportclub nervenden Referenz, noch nie gegen den SCV verloren zu haben. 24 Stunden später prallen die beiden weiteren Oberhausmitglieder des Darmstädter Fußballbezirks direkt aufeinander, wenn der VfB Ginsheim und RW Walldorf die Derbyklingen kreuzen.

Etwas überspitzt ausgedrückt stellte RW Hadamar für die Viktoria etwas ähnliches wie das rote Tuch für den Stier dar. 2012 kehrte Griesheim in die Hessenliga zurück und bewegt sich seitdem nonstop auf dem gleichen Level wie der Klub vom Rande des Westerwalds, doch ein Sieg glückte einer Sportclub-Mannschaft noch nie. Vor dem nächsten Versuch, diese seltene Minusserie ad acta zu legen, weist die Statistik der fünfzehn gemeinsamen Begegnungen neben sieben Unentschieden acht Niederlagen aus.

Eine davon setzte es im Hinspiel – und zwar in aller Deutlichkeit. 1:6 ging der Sportclub in Hadamar baden und war mit ersatzgeschwächtem Personal (u.a. fehlte Keeper Paul Jivan) - so wie es das Ergebnis widerspiegelt - chancenlos. Die rot-weißen Gäste hoffen natürlich, dass dieser aus ihrer Sicht spezielle Erfolgslauf in die nächste Runde geht, um die erlittene Schmach vom vergangenen Wochenende einigermaßen zu tilgen. Da verlor Hadamar im Spitzenspiel zu Hause sang- und klanglos 0:8 gegen äußerst bissige Kasseler Löwen und musste angesichts von jetzt sieben Punkten Rückstand zum Relegationsplatz seine Aufstiegsambitionen zwar noch nicht stornieren, aber auf ein Zuversichtsminimum beschränken.

Zur gleichen Zeit trennte sich der SCV in seinem ersten Ligajahreseinsatz vom SV Steinbach 1:1 und verteidigte dadurch das Guthaben von dreizehn Zählern auf die letzten drei Tabellenstellen, die definitiv den Abstieg bedeuten (abhängig von der Regionalliga sind zudem noch die Positionen Vierzehn und Fünfzehn gefährdet). Das Remis war sicherlich nicht das vor dem Anstoß angestrebte Wunschresultat, doch als Minimalziel diente es beim Kehraus zur Stabilisierung der Lage am gesicherten Ufer.

Nach drei ungeschlagenen Heimspielen (vor Steinbach wurden noch im alten Jahr Walldorf und Neuhof mit je vier viktorianischen Treffern besiegt) möchte Griesheim seine kleine Positivserie noch um eine Woche verlängern. Auch unter der Berücksichtigung, dass eine Woche später die superschwere Aufgabe beim Branchenführer Eintracht Stadtallendorf auf der Agenda steht. Ergo nimmt die Mannschaft von Trainer Richard Hasa einen neuerlichen Anlauf, um dem unbequemen und bis dato nicht bezwingbaren Herausforderer aus Hadamar etwas Zählbares abzuknöpfen.

Nach dem turbulenten 3:3 im Hinspiel an der Okrifteler Straße kommt es am Sonntag am Altrhein zur saisonalen Zweitausgabe des Duells Ginsheim vs. Walldorf. Seinerzeit führte der VfB 2:0 und erzielte nach dem kassieren Ausgleich kurz vor ultimo das 3:2, aber der rot-weiße Aufsteiger schlug in der Nachspielzeit noch einmal zurück und rettete in Person von Marc Eichfelder einen Punkt. Ginsheim war am zurückliegenden Spieltag aufgrund des Ausfalls in Bad Vilbel zur Tatenlosigkeit verurteilt, rangiert aber fortan auf der vierten Rankingsprosse. Walldorf eröffnete letzten Sonntag sein Hessenligajahr 2020 mit einem nicht einkalkulierten Dämpfer (zu Hause 0:1 gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten FSV Fernwald), besitzt aber noch einen Puffer von sieben Punkten zur Abstiegszone.

Alle Partien vom 23. Hessenligaspieltag:

Sa 07.03. 15.00

KSV Baunatal – FC Hanau 93 14.00, KSV Hessen Kassel – SC Hessen Dreieich 14.00, FSV Fernwald – SC Waldgirmes, SV Steinbach – Eintracht Stadtallendorf, Viktoria Griesheim – Rot-Weiß Hadamar, SG Barockstadt Fulda – SV Neuhof, TuS Dietkirchen – FV Bad Vilbel

So 08.03. 15.00

FC Eddersheim – Türk Gücü Friedberg, VfB Ginsheim – Rot-Weiß Walldorf

 

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