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Hessenliga

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Nach dem Pokal-Knockout gastiert Griesheim bei Hessens ältestem Fußballverein

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Der erste Hessenligaeinsatz im Oktober sieht den Auftakt zum nächsten Matchdreierpack binnen einer Woche vor. Vom 3. bis zum 11.10. stehen die Runden Sieben, Acht und Neun auf der To-do-Liste.

Fast die Hälfte der Hessenligisten kam erst gar nicht in die Versuchung, sich vom englischen Wochenrhythmus zu entwöhnen. Am Mittwochabend waren acht Oberhausmitglieder in der ersten Hessenpokalrunde gefordert – darunter auch Viktoria Griesheim. Das Team von Richard Hasa gastierte beim Heimatklub von Jürgen Grabowski im Wiesbadener Stadtteil Biebrich und verabschiedete sich nach dem nächsten Dämpfer (0:1) von diesem lukrativen Wettbewerb.

Mit der Hypothek von drei Pflichtspielniederlagen in Folge ohne einen eigenen erzielten Treffer wird die siebte Hessenligasaisonhürde am Sonnabend in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau aufgebaut. Dort erblickte neben den beiden „Märchenonkeln“ z.B. auch Tante Käthe alias Rudi Völler das Licht der Welt. Das kickende Aushängeschild sind von jeher die 1893er, die als ältester Fußballklub Hessens gelten und früher nicht nur Stammgast in der obersten Bundeslandklasse waren, sondern sogar eine Spielzeit die Zweite Liga bereicherten. 78/79 gaben u.a. die Münchener Löwen, der KSC oder der FC Augsburg ihre balljonglierenden  Visitenkarten in Hanau ab.

Nach einer über drei Dekaden andauernden sportlichen Beschränkung auf den unteren Ebenen ist der Traditionsklub seit der vergangenen Saison zumindest wieder zurück in der Hessenliga. Das Comeback in Hanau gestaltete die Viktoria vor rund einem Jahr erfolgreich (3:2-Auswärtssieg dank Toren von Schumacher, Windeck und Stork). Damals reiste der SCV nur als Außenseiter an mit dem gleichen Status kommt es nun zur Neuauflage.

Nach vier sieglosen Ligapartien hintereinander, wobei die jüngsten Heimniederlagen gegen Eddersheim (0:2) und vor allem gegen den bis dahin punktlosen Neuling Erlensee (0:1) besonders schmerzten, wohnt Griesheim praktisch wie gewohnt wieder im tabellarischen Keller und muss aufgrund der erhöhten Absteigeranzahl zusehen, den Anschluss zum rettenden Ufer aufrecht zu erhalten. Doch die Zwiebelstädter sind ja geeicht, was den Aufenthalt in jener Problemzone betrifft.

Eine Wiederholung des Vorjahrescoups bei den 93ern wäre natürlich die perfekte Maßnahme, um den Bock wieder in die richtige Richtung umzustoßen. Besonders auf der Hut muss der Absicherungsdienst sein, denn in der Hanauer Offensive wirbelt Varol Akgöz (einst für die Lilien und den OFC in der Regionalliga aktiv), der in den ersten sechs Saisonspielen schon neun Mal das Runde ins Eckige bugsiert hat.

Am Sonntag kommt es an der Okrifteler Straße zu einem echten Spitzenspiel. Diese Einschätzung entspringt dem Blick auf das aktuelle Ranking. RW Walldorf empfängt als Fünfter des Klassements den immer noch verlustpunktfreien Branchenführer Türk Gücü Friedberg. Auch der Primus aus der Wetterau besitzt ein knipsendes Trumpf-Ass. Wie Akgöz ist Noah Michel bereits mit neun Einlochungen auf der Torschützenliste notiert.

Zum gleichen Anstoßtermin darf der VfB Ginsheim nach dem ordentlichen Auftritt in Fulda (nur knapp 0:1 beim Titelaspiranten SG Barockstadt unterlegen) zu Hause am Altrhein ran und wartet auf den momentan erfolgreichsten Aufsteiger. Buchonia Flieden hat bereits zehn Zähler gehortet und muss als sportlich schwer zu knackende Nuss eingestuft werden.      

Alle Partien vom 7. Hessenligaspieltag:

Sa 03.10. 15.00

KSV Baunatal – FC Eddersheim 14.30, 1. FC Erlensee – SG Barockstadt Fulda, TuS Dietkirchen – SV Steinbach, SC Waldgirmes – SC Hessen Dreieich, Hünfelder SV – SV Zeilsheim, FC Hanau 93 – Viktoria Griesheim

So 04.10. 15.00

VfB Ginsheim – Buchonia Flieden, Rot-Weiß Walldorf – Türk Gücü Friedberg, SV Neuhof – Rot-Weiß Hadamar, FV Bad Vilbel – FSV Fernwald 17.00

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 01 Oktober 2020 17:33
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