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Verbandsliga Süd

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LL 27. Spieltag : Greift der FCA wieder in den Aufstiegskampf ein ?

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RW Darmstadt - FC Alsbach [www.die3raafs.de]
Während Kickers Offenbach II weiter einsam der Oberliga entgegensegelt, haben sich im Windschatten die südhessischen Vereine Viktoria Urberach, Rot-Weiß Darmstadt und FC Alsbach aussichtsreich für das Aufstiegsrennen positioniert.

Viktoria Urberach hält die besten Karten

Im Schlagerspiel beim klaren Spitzenreiter trotzte die zweitplatzierte Viktoria dem Erfahrungsvorteil der Gastgeber von über zweihundert Zweitligaspielen aufgrund des Einsatzes etlicher Profis in imponierender Art und Weise und rang dem Meister in spe ein verdientes 1:1 ab. Urberach ließ sich von den klangvollen Namen (u.a. Nationalstürmer Aristide Bance aus Burkina Faso) nicht beeindrucken und setzte mit dem letzten Aufgebot die eindrucksvolle Serie – nunmehr sechzehn ungeschlagene Begegnungen – fort. Trainer Thomas Epp freute sich diebisch über die kleine Sensation. Von Spiel zu Spiel wachsen die Chancen für eine Aufnahme ins hessische Oberhaus. Auch die kommende Partie gegen DJK/SSG Darmstadt sollte keinen Stolperstein darstellen. Gegen die Elf vom Müllersteich kehrt Islam Ispir nach abgesessener Sperre in die Elf zurück. Der OFC ist nach der klitzekleinen Durststrecke von zwei sieglosen Vorstellungen in Bernbach wieder auf Beute aus. Verzichten muss Ramon Berndroth allerdings auf Christian Müller. Das Vereinseigengewächs verlängerte seine gerade erst beendete verletzungsbedingte Pause durch verbale „Nettigkeiten“ an die Adresse des Schiri – Assistenten und muss nach seiner roten Karte auch noch eine Weile auf das Zweitligacomeback warten.

Rang Drei heiß umkämpft

Die direkten Aufstiegsplätze werden also seit geraumer Zeit von den beiden erwähnten Klubs eingenommen. Dahinter wechselt der Besitzer des Relegationsranges Woche für Woche. Seit vergangenen Samstag hat wieder Rot-Weiß Darmstadt die Nase vorn und schnuppert am Durchmarschgeruch. Sascha Götz, eine Viertelstunde zuvor eingewechselt, erzielte beim Schlager in Bad Vilbel den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg in der Nachspielzeit. Neben dem wertvollen Dreier profitierten die Heimstättensiedler von der unerwartet mageren Hausmannskost des Fußballsportvereins beim Frankfurter Derby in Oberrad (0:0). Spätestens nach dem 2:0 in Jügesheim hat der bereits abgeschrieben geglaubte FC Alsbach seine Rückmeldung als Aufstiegsanwärter niedergeschrieben, auch wenn Trainer Harald Exner weiter tiefstapelt. Die Protagonisten für Platz Drei treten am Sonntag allesamt gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte an : Rot-Weiß empfängt Jügesheim, der FSV wartet am Bornheimer Hang auf Viktoria Griesheim, Bad Vilbel muss im HEAG – Stadion beim SV 98 II ran und Alsbach erwartet die SG Dornheim. Für die Neulinge Kickers Oberthausen und FC Kalbach dürfte im Tabellenmittelfeld (soweit man davon in der engen Liga überhaupt sprechen kann) weder nach oben noch nach unten etwas anbrennen. Die angestrebte Ligaversetzung ins zweite Landesligajahr ist durch die guten Noten über die gesamte Saison praktisch in trockenen Tüchern. Diese Prognose greift auch für den dritten Aufsteiger aus Seligenstadt, wo man sich nach dem Kaderumbau in der Winterpause allerdings etwas mehr versprochen hatte. Die Verstärkungen führte bei den Sportfreunden noch nicht zum kurzfristigen Erfolg, die Ambitionen müssen wohl auf die nächste Spielzeit vertagt werden. Drei Platzverweise verwehrten letzten Samstag in Griesheim ein positives Resultat. Mannschaft der Stunde ist sicherlich SG Bruchköbel, die in den letzten acht Begegnungen sieben Siege verbuchte und das Abstiegsgespenst von der Gumbinnenstraße verscheuchte. Inzwischen hat auch Trainer Holger Trimhold sein Engagement für eine weitere Spielzeit verlängert.

Direktabsteiger?

Den Klassenerhalt hat auch die Griesheimer Viktoria vor Augen. Die „Hauptschuld“ hierfür trägt der im Sommer ausscheidende Spielertrainer Peter Seitel mit sich herum, dem nach dem 1:0 über die 98er vor drei Wochen auch gegen Seligenstadt der goldene und einzige Treffer gelang. Schon zum viertenmal reichte das knappste aller Siegergebnisse für drei Punkte. So auch im Hinspiel gegen den FSV. Dieses Kunststück möchte der Sportclub jetzt nur allzu gern in der Mainmetropole wiederholen, um das Puzzle zur endgültigen Rettung zu vervollständigen. Die kleinen Lilien wollen nach dem zuletzt erarbeiteten Salär von vier Zählern aus zwei Begegnungen ihren Minilauf fortfahren. Doch der Gast aus Bad Vilbel ist nach der Pleite gegen den einen Darmstädter Klub beim Nachbarn auf Revanche aus. Die wichtigsten Erfolgserlebnisse feierten vergangenen Sonntag Dornheim und die DJK/SSG. Erstgenannte drehten einen 0:2-Rückstand gegen Bernbach in ein 3:2 und das Team von Peter Korbus schickte Bad Homburg wohl endgültig in die Bezirksoberliga. Der Darmstädter Ersatztorhüter Jürgen Pomes hielt das bezüglich des sportlichen Überlebenskampfes notwendige 2:1 fest. Die Big Points waren umso wertvoller für die beiden Klubs, weil sie nun nur als Underdog nach Alsbach bzw. Urberach reisen. Das Kellerduell zwischen dem Schlusslicht und dem Vorletzten steigt am Bad Homburger Wiesenborn. Die nur noch in einer phantasievollen Theorie existierenden Chancen der Helveten auf eine Rettung sind nach dem 1:2 am Müllersteich auf dem Nullpunkt angelangt. Oberrad zeigte unter dem neuen Trainer Marko Stanic beim torlosen Remis gegen den FSV aufsteigende Form, kann aber nur mit einem Sieg im Taunus den Anschluss noch einmal herstellen.
Letzte Änderung amDonnerstag, 10 April 2008 16:42
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