Logo
Diese Seite drucken

TS reist zum Spitzenspiel ins Gorxheimertal – RW Darmstadt erhält Besuch aus Hanau

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Nach dem sechs Spieltage beinhaltenden Septembermarathon bereiten sich die achtzehn Verbandsligisten ohne den englischen Wocheneinsatzstress (diese These gilt natürlich nicht für die fünf am Mittwoch tätigen Hessenpokalteilnehmer) auf die siebte Saisonrunde am kommenden Wochenende vor.

Obwohl das vor 14 Tagen geplante Ober-Rodener Derby als eines von bislang nur drei wegen Problemen rund um Corona verlegten Partien nicht zum geplanten Termin ausgetragen werden konnte, führt die Turnerschaft aus dem Rödermarker Stadtteil das Feld an. Die junge Mannschaft von Trainer Bastian Neumann ist der einzige Verbandsligist, der in der laufenden Spielzeit noch nicht verloren hat und grüßt etwas überraschend von ganz oben. In der einzigen Samstagspaarung wird der Ist-Status auf eine harte Probe gestellt, denn in Unter-Flockenbach hängen die Trauben bekannt hoch.

Der SVU befindet sich deutlich im Aufwind. Zuletzt zwei Siege bei einem Torverhältnis von 8:0 katapultierten den Vorjahresaufsteiger auf die sechste Rankingstelle. Falls sich die bislang noch blütenweiße Auswärtsweste der TS (alle drei Spiele in der Fremde gewonnen) selbst im Gorxheimertal keine Schmutzflecken einhandeln sollte, ist von einem längerfristigen Ober-Rodener Aufenthalt in der absoluten Spitzengruppe auszugehen.

Auch Rot-Weiß Darmstadt ist auswärts noch unbezwungen. Von den jüngsten beiden Dienstreisen nach Oberrad und Rüsselsheim kehrte die kickende Auswahl von Coach Dominik Lohrer mit dem sechs fette Punkte betragenden Beuteoptimum in die Heimstättensiedlung zurück. Dank diesem Zwischenspurt rangiert man auf Position Acht.

In den eigenen vier Wänden hakte es allerdings: Null Ertrag in den vergangenen zwei Heimspielen. Diesen kleinen „Waldsportpark-Minuslauf“ wollen die Roten am Sonntagnachmittag gegen den bislang noch nicht seinen Vorschusslorbeeren gerecht werdenden Hanauer SC ad acta legen. Die vor der Runde zum Aufstiegsfavoritenkreis zählenden Gäste mussten schon zweimal unfreiwillig pausieren und vergeigten zuletzt den Heimjob gegen Ginsheim II völlig unerwartet mit 2:3.

Der erste Verbandsligadreier seit über 43 Jahren (!) war im sechsten Saisonanlauf endlich unter Dach und Dach. In der Höhe fast schon sensationell (4:0) düpierte der SV Münster den beim Anstoß noch als Klassenprimus fungierenden SG Bornheim auf dessen Grund und Boden. Der Neuling hofft natürlich, dass dieser Coup keine Eintagsfliege bleibt. Am Samstag funkelt das Aufsteigerduell bei der SG Rüsselsheim auf dem Spielplan.

Die beiden Vereine kennen sich gut. In der abgelaufenen Gruppenligarunde 19/20 lieferte sich das Duo einen heißen Zweikampf um die Beförderungsstufen. Beim Abbruch hatte der SVM knapp die Nase vorne und meldete sich erstmals seit 1977 wieder in der Verbandsliga an, während das einstige Dersim von der Quotientenregel profitierte und nun erstmals auf dem höheren Stockwerk die Fußballschuhe schnürt.

Den Saisonausflug Nummer Eins fern der Rödermarker Grenzen überstand Germania Ober-Roden ohne Kratzer. Nach den vier unisono an der heimischen Frankfurter Straße über die Bühne gehenden Rundeneinstiegspartien (je zwei Siege und Niederlagen) wurde die bei einem Tabellenschlusslicht immer unangenehme Hürde gemeistert (4:3 in Großkrotzenburg). Nun wartet die bereits fünfte Heimaufgabe und deren Lösung ist alles andere als einfach. Eintracht Wald-Michelbach ging erst einmal komplett leer aus und wird bei einem Match weniger (das verlegte Spiel gegen Hanau wird am nächsten Mittwoch, dem 07.10., nachgeholt) auf der fünften Sprosse notiert.

Unabänderlich eine sportlich diffiziler Job, den der Platzhirsch vor der Brust hat. Beide Seiten waren übrigens im Rahmen der ersten Hessenpokalrunde am Mittwochabend gefordert. Während sich die Germania erst in der Verlängerung beim neuen Ligakonkurrenten Pars Neu-Isenburg beugen musste (2:3), setzte sich der ETW beim Gruppenligaaufsteiger FV Mümling-Grumbach mit 4:2 durch.

Am Altrhein kommt es zum „Kellerduell“ zwischen dem VfB Ginsheim II und den immer noch punktlosen Germanen aus Großkrotzenburg. Nach dem in Hanau hingelegten Befreiungsschlag (das 3:2 bescherte den saisonalen Debütsieg) will die Zweitabteilung des Hessenligisten selbstredend nachlegen, um das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren.  

Alle Partien vom 7. Verbandsligaspieltag:

Sa 03.10. 17.00

SV Unter-Flockenbach – TS Ober-Roden

So 04.10. 15.30

VfB Ginsheim II – Germania Großkrotzenburg 13.00, Spvgg Neu-Isenburg – Spvgg Oberrad 15.00, FFV Sportfreunde 04 – SV Pars Neu-Isenburg, Rot-Weiß Darmstadt – Hanauer SC 1960, Germania Ober-Roden – Eintracht Wald-Michelbach, Rot-Weiß Frankfurt – JSK Rodgau , SV der Bosnier – SG Bornheim, SG Rüsselsheim – SV Münster

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 01 Oktober 2020 17:25
© Copyright 2006-2015 ballraum.de - © Copyright des Headerbildes Michal Jarmoluk auf Pixabay.com